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Havelpralinen-Cup 2016
Samstag, 16.07.2016 – 10 Uhr
Sportplatz »Am Volkspark« – Berlin-Wilmersdorf

Immer nur in der Kneipe hocken und Fußball gucken kann  es am Ende ja auch nicht sein und da die EM vorbei ist und die Ligen ihren Spielbetrieb noch nicht wieder aufgenommen haben, heißt es dann eben auch mal: Wir kicken selbst gegen den Ball.

Mehr Teilnehmer

Der Einladung zur zweiten Ausgabe vom Havelpralinen-Cup sind wir gerne gefolgt. Schließlich galt es den fünften Platz auf dem Vorjahr zu verteidigen. Dieses Vorhaben gelang am Ende zwar nicht ganz, doch allein die Aufstockung des Teilnehmerfeldes machte diese Aufgabe ja schon nicht unbedingt zu einer leichten.

Insgesamt zwölf Teams

Zwölf Teams waren der Einladung der Havelpralinen nach Wilmersdorf gefolgt. Zehn dieser zwölf Teams setzten sich aus Fanclubs der Hauptstadt zusammen. Mit dabei waren neben uns Fans von Fortuna Düsseldorf (Havelpralinen und Stadtkind), Borussia Dortmund (Borussia EAST), Union Berlin (FC Fliegender Koffer), dem Hamburger SV (HSV-Fanszene Berlin), dem 1.FC Kaiserslautern (Berliner Bagaasch), dem VfB Stuttgart (Cannstatter Kurve Berlin), dem 1.FC Köln (Sektion Westpolen) sowie Hertha BSC (Hertha Freunde Süd). Dazu kamen die vereinslosen Teams von der Turnerschaft Schöneberg und der »Soziale Misserfolg«.

Viel Leidenschaft

Alles andere als ein Misserfolg wurde das Turnier. In Wilmersdorf wurde erneut gezeigt: Es geht auch sportlich. Bei bestem Wetter wurde dem Ball nach besten individuellen Möglichkeiten nachgejagt. Erst- oder Zweitliga-Niveau hatte dies zwar nur in den seltensten Fällen, doch die Leidenschaft machte dieses Defizit schnell vergessen. Die aufgehängten Zaunfahnen mit den bekannten Wappen lockten auch viele Zuschauer an, die an diesem Samstag bei bestem Wetter rund um den Sportplatz im Park unterwegs waren und somit eher zufällig von den sportlichen Aktivitäten der Fanclubs erfuhren.

Der Sieg geht in die Cannstatter Kurve

Jubeln durfte am Ende des Turniers die Cannstatter Kurve Berlin vom VfB Stuttgart. Im Finale konnte man sich gegen die Sektion Westpolen vom 1.FC Köln im Neunmeterschießen durchsetzen. Platz drei ging an die BVB-Fans von Borussia EAST.

Knappe Niederlagen und ein Tor

Für uns Hauptstadtclubberer lief es eher unglücklich. Nach verheißungsvollem Start mit einem torlosen Unentschieden gegen den späteren Turniervierten »Sozialer Misserfolg« folgten in den weiteren Gruppenspielen stets knappe Niederlagen. Gegen die Havelpralinen (Fortuna Düsseldorf), Borussia EAST und die HSV-Fanszene hieß es bei Abpfiff stets 0:1. Im letzten Gruppenspiel gegen die Sektion Westpolen dann gar 0:2.

Dies mag darauf schließen lassen, dass uns mehr und mehr die Puste ausging. Als erste Fans in der Kurve jedoch schon unsere Trikots forderten, bäumten wir uns im Spiel um Platz elf noch einmal auf. Wir rissen alle Kräfte zusammen und so gelang uns gegen die Hertha-Freunde Süd dann endlich unser erstes (und einziges) Turniertor.

Da es den Hertha-Freunden auch mit viel Nachspielzeit nicht gelang unseren Abwehrblock zu durchbrechen und der Schiedsrichter am Ende hüben wie drüben auf den Strafstoßpfiff verzichtete, blieb es beim knappen 1:0 und der damit gelungenen Revanche für das Spiel beim Bagaasch-Refugee-Cup vor einem knappen Monat. Der Jubel in unseren Reihen kannte keine Grenzen – wieder nicht Letzter geworden.

Großer Dank an alle

Unser Dank gilt einmal mehr den Ausrichtern der Havelpralinen, sowie allen anderen teilnehmenden Teams. Bei allen Sprechgesängen und Frotzeleien, die am und auf dem Spielfeld im Eifer des Gefechts passieren mögen (und die auch dazu gehören) – wir genießen den sportlichen Wettkampf ein ums andere Mal. Nach dem Turnier wurde entsprechend noch gemeinsam gefeiert, gequatscht, gesungen, getrunken und diskutiert. Ein rundum gelungener Tag – wie schon vor vier Wochen beim Bagaasch-Refugee-Cup! Wilmerdorf durfte an diesem Abend dann noch erleben, wie es ist, wenn Fußballfans friedlich feiern.