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Zweite Bundesliga 2017/2018, 23. Spieltag
Sonntag, 18.02.2018 – 13.30 Uhr
1.FC Nürnberg – MSV Duisburg 3:1 (2:1)

1:0 (8.) Hanno Behrens (Foulelfmeter)
2:0 (23.) Hanno Behrens
2:1 (41.) Moritz Stoppelkamp
3:1 (71.) Eduard Löwen

Wenn man so will, ist es nun also mit einer knappen Woche Verspätung geschehen. Obwohl der Club im Spitzenspiel der zweiten Liga mehr Mühe mit dem Gegner hatte, als es das Ergebnis vermuten lässt, gelang es ihm durch den Heimsieg, die Tabellenführung von Fortuna Düsseldorf zu übernehmen.

Optimaler Start ins Spiel

Dass es zwischenzeitlich überhaupt noch einmal spannend wurde und die Mannschaft von Michael Köllner durchaus ihre Grenzen aufgezeigt bekam – man hätte es nach acht Minuten nicht unbedingt vermutet. Das Spiel im Max-Morlock-Stadion begann nämlich geradezu ideal. Erster Angriff des FCN. Hanno Behrens schickt Tobias Werner und dieser wird im Strafraum gelegt. Klare Sache: Elfmeter! Der Kapitän übernimmt die Verantwortung und trifft zum frühen 1:0.

Behrens schnürt den Doppelpack

Es sollte nicht der letzte Treffer von Behrens an diesem Sonntag bleiben. Der Mittelfeldmann traf nach tollem Pass von Federico Palacios in die Spitze nach 23 Minuten zum 2:0 und schnürte damit den ersten Doppelpack seiner Karriere. Das Spiel schien seinen Lauf zu nehmen. Der Club hatte die Gäste im Griff und tat letztlich nicht mehr als unbedingt nötig. Duisburg ließ indes jede Torgefahr vermissen und lullte damit zumindest FCN-Keeper Fabian Bredlow erfolgreich ein.

Fabian Bredlow schläft

Als Moritz Stoppelkamp in der 41. Minute aus halbrechter Position einfach mal den Ball in Richtung Nürnberger Tor schlenzte, wollte Bredlow den Ball am Tor vorbeigucken. Indes: Offensichtlich hatte der Keeper einen leichten Knick in der Optik, denn noch während Bredlow den Arm hob, um anzuzeigen, dass er die Situation unter Kontrolle habe, schlug die Lederkugel im langen Eck ein.

Duisburg nach dem Seitenwechsel besser

Die Hausherren zeigten sich durch den Treffer, der aus dem Nichts kam, durchaus beeindruckt – vor allem nach dem Seitenwechsel. Es gelangen nur noch wenige Dinge. Das Spiel war auf beiden Seiten durchzogen von Fehlpässen und ungenauen Abspielen. Wenn es überhaupt zu Chancen kam, dann auf Duisburger Seite. Stoppelkamp, Fabian Schnellhardt und Ahmet Engin hätte zwischen Minute 50 und 55 durchaus für den Ausgleich sorgen können.

Die Entscheidung aus dem Nichts

Am Ende stellte sich dann jedoch heraus, dass der FCN bei den Gästen aus Duisburg durchaus Anschauungsunterricht genommen hatte. Ähnlich aus dem Nichts wie die Gäste in der 41. Minute, traf der Glubb plötzlich in der 71. Minute. Im Anschluss an eine Ecke fasste sich Eduard Löwen aus der zweiten Reihe ein Herz und zimmert das Spielgerät ins Duisburger Tor.

Der Sieg hätte noch höher ausfallen können

Durch den Treffer war das Spiel entschieden. Der Club hätte durch den eingewechselten Adam Zrelak (76.), durch Palacios (84.) und Tim Leibold (87.) zwar noch höher schrauben können, doch unter dem Strich reichte eine eher durchschnittliche Leistung, um die Gäste in Schach zu halten. Es sind solche Spiele, die bei höheren Zielen gewonnen werden müssen. Wenig Ruhm, wenig Glanz, doch am Ende stehen drei Punkte auf der Habenseite.

Der Vorsprung wächst

Da die Teams zwischen Platz drei und Platz zehn immer mal wieder schwächeln und sich gegenseitig in schönster Unregelmäßigkeit die Punkte wegnehmen, ist der Vorsprung des 1.FC Nürnberg nun innerhalb der letzten vier Spiele von Punktgleichheit nach Spieltag 19 auf stattliche sieben Punkte angewachsen. Im Umkehrschluss zeigt dies, wie schnell ein solcher Vorsprung auch wieder geschmolzen sein kann. Und das gilt auch für die neun Punkte, die es mittlerweile schon zu Rang vier sind.

Seit zehn Spielen ungeschlagen

Unbestritten zeigt die Richtung des Clubs nach oben. In der Rückrundentabelle ist man seit Sonntag das letzte ungeschlagene Team. Seit der letzten Niederlage Anfang November hat der FCN sechs Mal gewonnen und vier Mal Unentschieden gespielt – und damit 22 Punkte geholt. Das ist mehr als jedes andere Zweitligateam. Zum Vergleich: Fortuna Düsseldorf holte im selben Zeitraum nur 15 Punkte, der Tabellendritte aus Kiel gar nur 11 Punkte.

Es geht nach Bochum

Am kommenden Sonntag geht es nun nach Bochum. Der VfL hatte letzte Woche vierten Mal in dieser Saison seinen Trainer gewechselt – und danach in Heidenheim mit 1:0 verloren. Das Team von Neu-Trainer Robin Dutt ist in der bereits angesprochenen Rückrundentabelle auf Platz 18. Außer einem Heimsieg gegen Darmstadt ist für die Ruhrstädter im Jahr 2018 noch nichts Zählbares herausgesprungen. Auf dem Papier also eine durchaus lösbare Aufgabe – doch gerade das macht die Sache mit Sicherheit nicht einfacher. Zumal der Glubb nun eben nicht mehr Jäger, sondern Gejagter ist.