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Zweite Bundesliga 2017/2018, 21. Spieltag
Freitag, 02.02.2018 – 18.30 Uhr
1.FC Nürnberg – FC Erzgebirge Aue 4:1 (1:0)

1:0 (37.) Kevin Möhwald
2:0 (47.) Kevin Möhwald
3:0 (71.) Patrick Erras
3:1 (72.) Cebio Soukou
4:1 (76.) Tobias Werner

Es war das erwartete Geduldsspiel, doch am Ende sorgte der Club mit ordentliche Druck nach vorne für klare Verhältnisse. Im Freitagsspiel setzte es mit 4:1 Haue für Erzgebirge Aue.

Aue steht tief

Von der ersten Minute im Max-Morlock-Stadion war auf dem grünen Rasen klar, welche Mannschaft Aufstiegsaspirant und welches Team Abstiegskandidat war. Denn das Spielgerät bewegte sich von Beginn an im Grunde nur in eine Richtung – in die des Gästetores. Die Erzgebirgler standen tief und ließen den Glubb kommen. Das Motto hieß: Sicherheit zuerst und dann mal schauen, was geht.

Druck ohne Torchancen

Nun, für die Gäste ging zunächst einmal gar nichts, denn der 1.FC Nürnberg machte Druck. Er machte Druck, tat sich beim kreieren von echten Torgelegenheiten zunächst jedoch schwer. Echte Gefahr entstand in den ersten 30 Minuten nicht einmal, wenn es zu einer Standardsituation kam. Krasse Spielüberlegenheit also auf Seiten des FCN, dennoch null Schüsse aufs Tor, null Ecken – so die Bilanz nach gut 30 Minuten.

Keine Frage, wo das Tor fällt

Dennoch kam im Max-Morlock-Stadion nie die Frage auf, auf welcher Seite am Ende das erste Tor fallen würde. Zum Einen, weil sich die Gäste in der Vorwärtsbewegung noch ein gutes Stück harmloser darstellten als der Glubb, zum Anderen, weil die Mannschaft von Michael Köllner nicht locker ließ. Sie wusste um die Geduld, die gefragt war, und belohnte sich nach dem ersten richtig gut zu Ende gespielten Angriff dann gleich selbst.

Ein Schuss wie ein Strich

Enrico Valentini und Frederico Palacios spielten sich in der 37. Minute auf der rechten Angriffsseite zusammen aus der Bedrängnis, ehe der Neuzugang aus Leipzig den Ball scharf nach innen gibt. Dort kommt der eingelaufene Kevin Möhwald an der Strafraumgrenze frei zum Schuss und nagelt den Ball unhaltbar unter die Latte des Gästetors.

Gleich nachgelegt

Direkt nach dem Seitenwechsel legt der Club nach: Schöne Ballstafette über Hanno Behrens, Mikael Ishak, Palacio und Möhwald und letzterer erzielt aus wenigen Metern mit einem schönen Schlenzer in der 46. Minute seinen zweiten Treffer. Der Drops war gelutscht, der Glubb in Richtung Sieg unterwegs.

Drei Ecken, ein Tor

Dies unterstrich die Heimelf in der 71. Minute. Es gab ihn endlich: Den ersten Eckball des Clubs und Nummer zwei und drei gleich hinterher. Waren die ersten beiden Ecken jedoch offensichtlich nur zur Übung gedacht, schlug nach Nummer drei Patrick Erras zu. Der Youngster stieg in der Mitte am Höchsten und erzielte per Kopf seinen ersten Saisontreffer.

Der Jubel war groß – vielleicht etwas zu groß, denn schon direkt mit dem nächsten Spielzug konnten ihrerseits die Auer noch einmal ein Lebenszeichen vermelden. Cebio Soukou traf in Minute 72 zum 1:3.

Keine Zweifel aufkommen lassen

Den Schlussstrich unter alle Spekulationen, ob es an diesem Abend noch einmal knapp werden könnte, setzte schließlich Michael Köllner höchstpersönlich. In der 75. Minute nahm der Trainer Doppeltorschütze Möhwald vom Feld und brachte für ihn Tobias Werner. Und dieser traf exakt 33 Sekunden nach seiner Einwechselung mit seiner ersten Ballberührung prompt zum 4:1-Endstand.

Die Spitzengruppe

Der Rest war dann in der Tat nur noch Jubel. Der Club gewinnt zum zweiten Mal in Folge und bleibt seit nunmehr acht Spielen ungeschlagen. In der Tabelle festigt das Team damit Rang zwei, in Schlagdistnz hinter den an diesem Freitagabend sehr glücklich siegreichen Fortunen aus Düsseldorf. Holstein Kiel hat auf Rang drei nun bereits vier Punkte Rückstand auf den FCN. Auf Rand vier steht nach dem 21. Spieltag nun der MSV Duisburg – mit sieben Punkten weniger als der 1.FC Nürnberg.