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Zweite Bundesliga 2017/2018, 5. Spieltag
Montag, 11.09.2017 – 20.30 Uhr
1.FC Nürnberg – FC St.Pauli 0:1 (0:0)

0:1 (63.) Waldemar Sobota

Auch zwölf Stunden nach dem Abpfiff sitzt der Stachel noch tief, ist der Frust groß. Was sich am gestrigen Abend im Max-Morlock-Stadion abgespielt hat, ist im Grunde mit Worten nicht zu beschreiben. Es ist Fußball-Brutalität in Reinkultur. Eine Mannschaft stürmt, spielt Fußball, erarbeitet sich Chance um Chance, trifft drei Mal den Querbalken und muss sich am Ende im Grunde nur vorwerfen lassen, das eine, vielleicht vorentscheidende Ding nicht gemacht zu haben. Die anderen Mannschaft steht destruktiv hinten drin, hat eine Chance, nutzt diese und darf sich am Ende des Abends als König der Effektivität feiern lassen.

Nürnberg ist nicht Madrid

Natürlich kann man nun in nüchternen Reflexen die üblichen Phrasen rausholen und mit der Keule »Wer die Dinger vorne nicht macht…« um sich prügeln. Habe ich aber keine Lust drauf. Ich bin frustriert. Und die Spieler sind es mit Sicherheit auch. Niemand vergibt Chancen absichtlich und wären die Männer in den rot-schwarzen Trikots alle unfehlbare Fußballgötter, die jeden Ball im gegnerischen Tor unterbringen, würden sie schon lange nicht mehr beim Club spielen, sondern würden für 220 Millionen Euro zwischen Madrid, Paris und London hin und her wechseln. Scheiße isses, frustrierend. Punkt. Aus. Nicht mehr, nicht weniger. Und jedes weitere Wort wäre zuviel.