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Havelpralinen-Cup 2017
Samstag, 08.07.2016 – 10 Uhr
Sportplatz »Am Volkspark« – Berlin-Wilmersdorf

Zum dritten Mal lud der Berliner Fortuna Düsseldorf-Fanclub Havelpralinen am Wochenende zum Havelpralinen-Cup. Beim Fußballfest der guten Laune treten Hauptstadtfanclubs in den Farben ihres Vereins an und suchen auf dem Kleinfeld so etwas wie den kleinen deutschen Fußballmeister. Keine Frage, dass auch die Clubberer 04 Berlin hier erneut gerne am Start waren.

Dabei sein ist Alles

Wie bei Olympia gerne propagiert, wird der Gedanke des Dabeiseins, das am Ende wichtiger ist als das Gewinnen, beim Havelpralinen-Cup noch gelebt. Da jedoch auch der sportliche Ehrgeiz nicht zu kurz kommt, liegt die Betonung in diesem Fall vor allem auf dem Wort »Ende«, denn letztlich spielt man ja zunächst einmal Fußball, um zu gewinnen. Wenn es gelingt: Wunderschön! Wenn nicht: Auch nicht so schlimm, denn man ist ja immerhin dabei.

Knappe Niederlage zum Auftakt

In Sachen »gewinnen« begann das Turnier für die Clubberer 04 Berlin fast schon gewohnt unglücklich. Gegen die Berliner Bagaasch vom 1.FC Kaiserslautern verlor man mit dem knappsten aller möglichen Ergebnisse. Das 0:1 gegen den Kickerturnier-Seriensieger erinnerte an den Turnierauftakt der letzten Saison, als man gleich die ersten drei Spiele mit einem goldenen Treffer verlor.

Taktikwechsel

Damit dies nicht wieder geschehen konnte, feilte man bei den Hauptstadtclubfans an der Taktik und ließ die Havelpralinen im nächsten Gruppenspiel schnell mit 2:0 in Führung gehen. Nachdem man den Schalter dann umgelegt hatte, folgte der Anschlusstreffer mühelos – einzig: Der Ausgleich wollte aus unerfindlichen Gründen und trotz bester Chancen nicht mehr gelingen.

Historischer Sieg gegen Schalke

Großes Kino folgte dann in Gruppenspiel Nummer drei. Im Freundschaftderby gegen Königsblau Berlin vom FC Schalke 04 feierten die Clubberer 04 Berlin am Ende den höchsten Sieg der Vereinsgeschichte. Erstmals konnte ein Spiel mit zwei Toren Unterschied gewonnen werden, denn mit Abpfiff hieß es 2:0 für den Club. Welch schöne Revanche für die vielen Niederlagen, die man gegen Schalke als Clubfan in den letzten Jahren ertragen musste – sei es im DFB-Pokal der letzten Saison oder am letzten Spieltag der Saison 2013/2014 und 2007/2008.

Niederlage erlaubt

Dieses Mal schlug das Pendel nun also in Richtung Club aus und durch den Sieg über Königsblau hätte man sich aufgrund des Torverhältnisses im letzten Gruppenspiel gegen die Berlin Reds vom FC Liverpool sogar eine 0:4-Niederlage erlauben können und der Einzug ins Viertelfinale wäre trotzdem geschafft. Aber der Glubb wäre ja auch nicht der Glubb…

Erinnerungen an 1999

Das erste internationale Spiel des Clubs auf Berliner Boden hätte jedenfalls kaum ungünstiger beginnen können. Es waren noch keine drei Minuten gespielt, da lag das Team in den weinroten Trikots bereits 0:2 zurück. Erinnerungen an 1999 wurden wach, ein 0:5 – und damit das Aus in der Vorrunde – schien schnell in den Bereich des Möglichen zu rücken.

Das schönste Tor des Tages

Anders jedoch als in dem Jahr, an das niemand mehr denken möchte, berappelte sich die Mannschaft vom FCN dieses Mal und belohnte die leidgeprüften Zuschauer am Ende sogar noch mit dem schönsten Tor des Turniers. Totti verwandelte nach der Hälfte der Spielzeit einen Eckball direkt und erzielte so den überaus wichtigen 1:2-Anschlusstreffer. Danach geschah nicht mehr viel, das 1:2 reichte beiden Teams zum Einzug in die Runde der letzten Acht.

So wie einst im Pokalfinale

Im Viertelfinale sollte es dann zu einer denkwürdigen Begegnung kommen. VfB Stuttgart gegen den 1.FC Nürnberg auf Berliner Boden… da war doch mal was! Und natürlich ließen die Clubberer 04 Berlin vor dem Spiel auch keine Gelegenheit aus, die fußballerisch hoch favorisierten Spieler der Cannstatter Kurve Berlin an das Pokalfinale von 2007 zu erinnern.

Aus im Viertelfinale

Erinnerungen, die offensichtlich ihre Wirkung nicht verfehlten, denn auf dem Platz, auf dem bekanntermaßen die Wahrheit liegt, gingen die Clubberer 04 Berlin plötzlich sogar in Führung. Stuttgart staunte nicht schlecht, brauchte zunächst auch ein paar Minuten, um sich zu schütteln, drehte dann jedoch in gewohnter Manier auf. Nach 12 Minuten Spielzeit hieß es schließlich 4:2 für die Cannstatter Kurve, die sich auf ihrem weiteren Weg zum zweiten Turniersieg in Folge danach nicht mehr aufhalten ließ.

Unentschieden gegen Liverpool

Für die Clubberer 04 Berlin folgte das Platzierungsspiel gegen die Reds vom FC Liverpool, die ihr Viertelfinale ebenfalls verloren hatten. Hier zeigte sich, dass die Karten auf dem Fußballfeld stets neu gemischt werden, denn im Gegensatz zum Gruppenspiel zeigten sich die Clubberer 04 Berlin in dieser Partie als die wesentlich bessere Mannschaft – die jedoch beste Chancen liegen ließ und sich am Ende mit einem 0:0 zufrieden geben musste. Also musste das Neunmeterschießen die Entscheidung bringen, welches Team ins Spiel um den fünften Platz einzog.

Zwei Entscheidungen im Neunmeterschießen

Zur Überraschung aller setzte sich dieses Mal die englische Mannschaft durch – was daran gelegen haben mag, dass der FC Liverpool an diesem Samstag ausschließlich mit deutschen Legionären aus Berlin angetreten war. Die Clubberer 04 Berlin mussten sich also mit dem Spiel um Platz sieben zufrieden geben und entschieden gemeinsam mit dem Gegner der Turnerschaft Schöneberg, dass man auf das Ausspielen verzichtete. Hohe sommerliche Temperaturen und ein erhöhter Biergenuss hatten dazu geführt, dass sich die Lust auf weiteres Ball-hinterher-Rennen auf beiden Seiten gegen Null bewegte.

Stuttgart gewinnt

Also entschied auch hier das Neunmeterschießen über die Platzierung und die Clubberer 04 Berlin freuten sich am Ende über Platz acht. Sie freuten sich zudem, erneut an einem tollen Turnier mit bester Stimmung teilgenommen zu haben und freuen sich jetzt schon auf den Havelpralinen-Cup 2018. Freuen durften sich auch die Fans vom VfB Stuttgart. Wie oben bereits geschrieben, sicherten sich die Schwaben zum zweiten Mal in Folge den Turniersieg. Im Endspiel behielt man gegen die Havelpralinen knapp die Oberhand.