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Zweite Bundesliga 2016/2017, 32. Spieltag
Samstag, 06.05.2017 – 13.00 Uhr
SV Sandhausen – 1.FC Nürnberg 0:1 (0:0)

0:1 (70.) Abdelhamid Sabiri

Am Ende des Tages war es nach dem 1:0-Auswärtssieg des Clubs beim SV Sandhausen wie so oft im Leben: Es gab zwei Seiten der Medaille. Denn ganz egal, ob man sich nun für die positive oder die negative Sichtweise entscheiden würde, es gäbe in beiden Fällen eine ganze Liste an Anmerkungen.

Der Club passt sich dem Gegner an

Denn nur eine Woche nach dem furiosen, aber letztlich glücklosen Auftritt gegen den VfB Stuttgart, präsentierte sich der 1.FC Nürnberg in Sandhausen wieder von der biederen Seite und konnte nur selten mitreißen. Will man auch hier die positiven Aspekte sehen: Der Club schafft es wie keine andere Mannschaft im deutschen Profi-Fußball, sich dem Gegner in der eigenen Spielweise anzupassen.

Am Anfang war das Glück

Nachdem man sich gegen Stuttgart über weite Strecken wie ein echter Aufstiegsaspirant gezeigt hatte, kam in Sandhausen die hässliche Fratze des Mittelmaß wieder viel zu oft zum Vorschein. Uninspiriert, ideenlos, hilflos und in der Hintermannschaft das ein oder andere Mal mit richtig Dusel. Sagen wir es, wie es ist: In der ersten Halbzeit hatte der Glubb mehr als einmal das Glück, dass die Gastgeber sich unmittelbar vor Raphael Schäfer eher ungeschickt anstellten und ihr bester Mann in dieser Phase bezeichnenderweise den Namen Pledl trug. Als Franke weiß man, wie man den Namen auszusprechen hat…

Sabiri trifft wieder

Dass der Club am Ende dann doch über den zweiten Auswärtssieg des Jahres 2017 jubeln durfte, hat er einer besseren zweiten Halbzeit und Abdelhamid Sabiri zu verdanken. Der zur Halbzeit eingewechselte Youngster stand in der 70. Minute goldrichtig und köpfte eine verunglückte Faustabwehr von SVS-Keeper Marco Knaller zum entscheidenden Treffer ein.

Große Aufgabe

Womit wir dann bei einem der positiven Aspekten des Spiels am Samstag wären: Auch solche Spiele muss man erst einmal gewinnen. Am Anfang hilft das Glück, dann kämpft man sich langsam in die Partie, setzt den Nackenschlag und bringt den knappen Vorsprung am Ende irgendwie über die Zeit. An diese Aufgaben sind schon ganz andere Mannschaften gescheitert.

Klassenerhalt gesichert

Und so konnte man sich beim Glubb am Ende nicht nur über drei Punkte freuen, sondern auch über die Tatsache, dass der Klassenerhalt nun auch rein rechnerisch endgültig geschafft war. Bei nunmehr acht Punkten Vorsprung auf Platz 16 kann nichts mehr anbrennen. Im Gegenteil: Die Mannschaft von Michael Köllner kletterte sogar von neun auf sieben und dürfte zumindest Rang sechs als kurzfristiges Saisonziel tatsächlich noch im Visier haben. Schaut man mal, wer dort im Moment steht, dürfte dies (neben den Fernsehgeldern) Motivation genug sein.