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Nun also doch: Lange musste man es befürchten und plötzlich ging dann alles ganz schnell. Für Viele dennoch überraschend vermeldet der 1.FC Nürnberg am späten Montagnachmittag: Guido Burgstaller verlässt den Club in Richtung FC Schalke 04.

Ein sportlicher Verlust

Begleitet wurde die Wechselmeldung von den üblichen Floskeln. So sagte Sportchef Andreas Bornemann: »Aus sportlicher Sicht ist dies sicherlich ein herber Verlust. Es war der ausdrückliche Wunsch des Spielers, dieses Angebot aus Schalke trotz der Möglichkeit, den Verein im Sommer ablösefrei zu verlassen, anzunehmen. In Abwägung aller der mit diesem Transfer verbundenen wirtschaftlichen Aspekte, haben wir diesem Wunsch entsprochen. Wir haben grundsätzlich das Vertrauen in unsere Mannschaft, diesen Verlust aufzufangen und werden alles unternehmen, die Saison erfolgreich fortzusetzen.«

Gute Platzierung verkauft

Nun ja, zumindest die wirtschaftlichen Aspekte werden nicht geleugnet. Gerne würde ich Herrn Bornemann dann nach der Saison noch einmal zu den wirtschaftlichen Aspekten befragen, wenn der 1.FC Nürnberg sich endgültig in der Zweiten Liga festgespielt hat und ihm aufgrund einen grauen Mittelfeldplatzes andere wirtschaftliche Aspekte in Form von Fernsehgeldern wegbrechen.

Die ewig selbe Leier

Mit dem Weggang von Guido Burgstaller beraubt sich der 1.FC Nürnberg der letzten – zugegeben geringen – Chance, im Kampf um die vorderen Plätze in dieser Saison noch einmal eingreifen zu können. Im Sommer werden dann wieder die Sprüche kommen, es sei kein Geld für Verstärkungen da, um dann im Herbst auf der Jahreshauptversammlung wieder von Verbindlichkeiten zu reden, die erfüllt werden müssen.

Zeit für gute Nachrichten

Sowohl Herr Bornemann als auch Herr Meeske sind inzwischen seit über einem Jahr beim 1.FC Nürnberg im Amt. Zumindest nach außen haben die Beiden bisher nicht viel bis gar nichts bewirkt. Das mag intern anders aussehen und es liegt mir fern, an dieser Stelle darüber zu spekulieren, wie groß der Haufen Scheiße war, den Martin Bader hinterlassen hat. Doch selbst wenn unser Vorstand noch immer damit beschäftigt sein sollte, hier irgendwelche Altschulden abzutragen: Es wird Zeit, dass man auch als Außenstehender endlich mal begreift, wohin die Reise denn eigentlich gehen soll und wie dieses Ziel erreicht werden soll. Es wird Zeit für gute Nachrichten.

Danke, Guido!

Die Floskel mit den ewig guten Wünschen nach viel Erfolg bei der neuen Herausforderung sparen wir uns an dieser Stelle bewusst. Wir danken Guido Burgstaller für die vielen Tore, die er für uns und unseren Verein geschossen hat – nicht mehr, nicht weniger. Den Schritt in die Bundesliga hat er aus freien Stücken gewählt – und zumindest auf der Schalker Bank dürfte er sich mit seinem alten Kollegen Allessandro Schöpf ja sehr schnell zurechtfinden.

Foto: 1.FC Nürnberg