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Zweite Bundesliga 2016/2017, 14. Spieltag
Montag, 28.11.2016 – 20.15 Uhr
VfB Stuttgart – 1.FC Nürnberg 3:1 (2:0)

1:0 (3.) Simon Terodde
2:0 (33.) Simon Terrode
2:1 (80.) Kevin Möhwald
3:1 (90.) Takuma Asano

Nach sieben Ligapartien ohne Niederlage hat es den Club im Montagsspiel beim VfB Stuttgart nun mal wieder erwischt. Die Mannschaft von Alois Schwartz musste die Heimreise ohne Punkte antreten und ist dabei vor allem an einer Sache gescheitert: An der eigenen Effizienz.

Stuttgart war effizient

Genau diese Effizienz war es letztlich, die der VfB Stuttgart an den Tag legte und die ihn am Ende zum verdienten Sieger machte. Und das obwohl man den Gästen aus Franken im Grunde nicht einmal große Vorwürfe machen konnte. Wenn jedoch gleich die erste Chance des Spiels zu einem Tor führt, hat die eine Mannschaft eben alles richtig gemacht und die andere nicht.

So war es dann auch nach knapp 180 Sekunden, als der Ball zum ersten Mal im Nürnberger Tornetz lag. Carlos Mané, Takuma Asano und Simon Terodde hatten kurz das Tempo angezogen und überforderten die Nürnberger Hintermannschaft damit. Asano hatte schließlich sogar noch den Blick für den mitgelaufenen Terodde und dieser hatte keine Schwierigkeiten aus kurzer Distanz seinen neunten Saisontreffer zu erzielen.

Echte Torchancen fehlten

Nach dem frühen Rückstand brauchte es dann ein paar Minuten, ehe der Club ins Spiel kam, doch mit zunehmender Spieldauer gelang dies immer besser. Mitte der erste Hälfte hatten die Gäste Spiel und Gegner im Griff und man konnte fast den Eindruck kriegen, dass es nur eine Frage der Zeit war, bis der Ausgleich fiel. Allerdings fehlten dazu die wirklich guten Torchancen. Bis zum Strafraum sah das alles recht ansehnlich aus, doch echte Gelegenheiten konnten sich die Franken nicht erarbeiten.

Also musste Gewalt her und so zog Tobias Kempe in der 28. Minute einfach mal aus der zweiten Reihe ab. VfB-Keeper Mitchell Langerak hätte keine Chance gehabt, das Geschoss abzuwehren, doch die Lederkugel klatschte an den Pfosten. Die größte Chance für den Club bis dahin.

Nackenschlag nach einer halben Stunde

Der Nackenschlag folgte nur wenige Minuten später. In der 33. Minute stand Terodde wieder allein und ließ Club-Keeper Thorsten Kirschbaum mit einem trockenen Schuss aus wenigen Metern keine Chance. Fast aus heiterem Himmel stand es 2:0 für die Gastgeber und zumindest bis zur Pause konnte sich der FCN nicht mehr so recht zu einem Gegenschlag aufraffen.

Zwei nicht gegebene Tore

Auch nach dem Seitenwechsel herrschte zunächst viel Leerlauf und so richtig in Schwung kam die Partie schließlich erst in den letzten 20 Minuten. Auslöser war ein Tor für den Club in der 69. Minute. Laszlo Sepsi hatte aus der zweiten Reihe abgezogen, Guido Burgstaller den Ball mit dem Kopf leicht abgefälscht. Leider stand der Österreicher dabei im Abseits, so dass der Treffer nicht zählte.

Zwei Minuten später hatte der Club auf der anderen Seite das Glück, dass Schiedsrichter Jochen Drees bei einem Kopfballtreffer der Stuttgarter nach einem Eckball ein vermeintliches Foulspiel von Benjamin Pavard an Kirschbaum gesehen hatte und dem Tor somit die Anerkennung verweigerte.

Der Anschlusstreffer

Spannend wurde es dann in den letzten zehn Minuten noch einmal. Kevin Möhwald traf in der 80. Minute mit einem trockenen Schuss aus 16 Metern zum 1:2 und das bereits sicher gewonnen geglaubte Spiel drohte den Gastgebern wieder aus der Hand zu gleiten. Letztlich fehlt dem Glubb aber genau das, was ihm vor dem Treffer von Möhwald auch schon gefehlt hatte: Torgefahr.

Im Mittelfeld

So blieb es letztlich beim FCN bei den Bemühungen und Stuttgart setzte nach einem Konter in der Nachspielzeit noch einen drauf. Asano traf zum 3:1 und machte den Sack zu. Während der VfB Stuttgart damit direkten Anschluss an Tabellenführer Eintracht Braunschweig hält, bleibt der Club mit nun wieder ausgeglichener Bilanz im Mittelfeld der Tabelle stecken. Zwar ist der Rückstand auf den Tabellendritten Hannover 96 mit sechs Punkten auch weiterhin nicht uneinholbar, doch um ganz oben angreifen zu können, fehlt dem FCN momentan die Klasse. Und auch, wenn man wahrscheinlich weiterhin auf Platz drei schielt – um dann zumindest in der Rückrunde noch einmal im Kampf um den Relegationsplatz eingreifen zu können, sollten in den noch ausstehenden drei Spielen im Jahr 2016 mindestens sieben Punkte her.

Verloren beim VfB
Trotz frühem Rückstand hat die Mannschaft nicht aufgestecktMit etwas Glück wäre der Ausgleich gefallen und die Karten wären neu gemischt worden
In den ersten Minuten war man in der Hintermannschaft schlecht sortiertEs konnte keine wirkliche Drangphase aufgebaut werdenDie Torgefährlichkeit hat gefehlt
65%Der Club in Stuttgart
Leser Bewertung 1 Abstimmen
32%