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Zweite Bundesliga 2016/2017, 4. Spieltag
Montag, 12.09.2016 – 20.15 Uhr
1.FC Nürnberg – 1860 München 1:2 (1:1)

0:1 (11.) Sascha Mölders
1:1 (17.) Tim Matavz
1:2 (79.) Michael Liendl

Wer geglaubt hatte, der 1.FC Nürnberg sei mit dem 1:6 in Braunschweig an einem neuen Tiefpunkt angelangt, wurde am Mittwoch im Spiel gegen 1860 München vor heimischem Publikum eines Besseren belehrt. Blutleer und überfordert präsentierte sich die Mannschaft von Alois Schwartz und rutschte nach ersten Heimpleite der Saison auf den vorletzten Tabellenplatz.

Schneller Rückstand

Schon in den Anfangsminuten zeigte sich, wie sehr den Spielern in rot-schwarz die Niederlage in Braunschweig trotz des zwischenzeitlichen Testspielsieges gegen den FC Ingolstadt noch in den Knochen steckte. Während die Gäste aus München loslegten wie die sprichwörtliche Feuerwehr, kamen die Gastgeber zu fast jedem Zweikampf zu spät und waren von Beginn an zunächst auf Schadensbegrenzung aus. Dies ging jedoch nur knappe elf Minuten gut. Dann zog der etwa 40-jährige Ivica Olic auf der linken Seite mal eben einen kurzen Sprint an, schiebt den Ball ungehindert flach ins Sturmzentrum, wo Sascha Mölders sich bedankte und zum frühen 1:0 für die Gäste ins lange Eck einschob. Schlechter als der Club in dieser Situation kann man einen Angriff des Gegners nicht verteidigen.

Schneller Ausgleich

Sechs Minuten später heißt es dann plötzlich 1:1. Neuzugang Tim Matavz hatte aus Mangel an Anspielstationen aus knapp 25 Metern einfach mal abgezogen und getroffen. Ein Ausgleich aus dem Nichts, der den Franken zunächst etwas Oberwasser verschaffen sollte. Nur eine Minute nach seinem Treffer tauchte Matavz plötzlich völlig frei vor Gästekeeper Jan Zimmermann auf, scheiterte dieses Mal jedoch knapp. In der 29. Minute hatte Edgar Salli Pech, als Zimmermann seinen Schuss mit viel Glück an den Pfosten lenkte.

Das war es dann aber auch schon mit Club-Chancen – nicht nur in der ersten Halbzeit. Auch nach dem Seitenwechsel waren Torchancen Mangelware. Erst als Guido Burgstaller in der 73. Minute nach einem alltäglichen Zweikampf im Mittelfeld von Schiedsrichter Bastian Dankert völlig überzogen die Gelb-rote Karte sah, nahm die Partie wieder Fahrt auf. 1860 München schaltete in Überzahl wieder einen Gang nach oben und der überforderte FCN konnte nicht folgen.

Logische Niederlage

Das 2:1 durch Michael Liendl war da letztlich nur die logische Konsequenz. Völlig ungehindert konnten sich die 60er im und um den Nürnberger Strafraum das Spielgerät hin und her schieben, bis Liendl letztlich aus kurzer Distanz traf.

Der Club blies anschließend zwar noch zu so etwas wie einer Schlussoffensive, blieb jedoch unter dem Strich wirkungslos. Die Einwechselungen von Cedric Teuchert und Shawn Parker kamen in der 88. Minuten viel zu spät und kosteten letztlich nur Zeit.

Viele Fragezeichen

Am Ende steht man beim 1.FC Nürnberg wieder mit leeren Händen da. Zum zweiten Mal in Folge präsentierte sich die Mannschaft von Neu-Trainer Alois Schwartz nicht konkurrenzfähig. Da mag der Platzverweis von Guido Burgstaller noch so unverdient und überzogen sein, doch eine Erklärung, warum die Mannschaft sich in Unterzahl plötzlich aufgibt, ist das nicht. Schon in Braunschweig musste man rätseln, warum die Elf nach scheinbar harmlosen Rückschlägen völlig auseinander bricht. Gegen 1860 München war dies nicht anders. Kaum zieht der Gegner ein wenig das Tempo an, wirkt das Team um Guido Burgstaller und Hanno Behrens hoffnungslos überfordert. Sämtliche Tugenden, die in der Vorsaison zu einer langen Serie und letztlich zum dritten Platz geführt haben, scheinen irgendwo und irgendwann in der Sommerpause verloren gegangen zu sein.

Nicht viel Zeit

Kein Wunder also, dass die Luft für den Trainer schon nach vier Spieltagen mächtig dünn geworden ist und letztlich kaum noch zum Atmen reicht. Die zwei Wochen seit dem Braunschweig-Spiel haben jedenfalls offensichtlich nicht gereicht, um an den nötigen Stellschrauben zu drehen. Es ist daher mehr als fraglich, ob Schwartz dies in den wenigen Tagen bis Freitag gelingt. Sollte der Club sich in Bochum ähnlich desaströs zeigen, wird die dritte Niederlage in Folge unvermeidlich sein. Und spätestens dann darf man sich in Nürnberg auch aus finanzieller Hinsicht nicht mehr gegen den dann unvermeidlichen Schritt sperren.

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Murks gegen München
Nach dem Rückstand konnte man ausgleichen
Schwaches ZweikampfverhaltenKampf=FehlanzeigeDie Mannschaft wirkt verunsichert und überfordert
10%DER CLUB GEGEN 1860 MÜNCHEN
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