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Fußball-Bundesliga 2010/2011, 34. Spieltag
[Samstag, 14.05.2011] Hannover 96 – 1.FC Nürnberg 3:1 (1:1)

Der Club hat eine geile Saison nicht mit einem Sieg abschließen können und bei EuropaLeague-Teilnehmer Hannover 96 mit 3:1 verloren. In einem Spiel, das keineswegs den Eindruck vermittelte, dass es für beide Teams um nichts mehr geht, behielten die Niedersachsen am Ende verdient die Oberhand.
Wer vor der Saison gesagt hätte, dass in der AWD-Arena am letzten Spieltag der Saison 2010/2011 der Tabellenvierte auf den Tabellensechsten trifft, den hätte man wahrscheinlich nur müde angelächelt. Für die rund 4.500 mitgereisten Clubfans war es jedenfalls ein ungewohnter Saisonausklang – so ganz ohne Sorgen und Druck. Auf das mitlaufende Radio konnte jedenfalls ausnahmsweise verzichtet werden.
Trotzdem gingen die Gäste das Spiel keineswegs so an, als würde es nur noch um die saure Ananas gehen. Julian Schieber feuerte schon in der fünften Minute einen ersten Warnschuss in Richtung Hannover-Gehäuse ab, hatte das Zielfernrohr jedoch offensichtlich noch nicht richtig justiert. Für den Stürmer sollte das letzte Spiel im Clubtrikot verletztungsbedingt bereits nach 16 Minuten zu Ende sein. Für ihn kam Robert Mak.
Glück hatte der FCN in der 22. Minute: Didier Ya Konan zieht zentral vor dem Tor aus der zweiten Reihe ab. Der Schuss flattert und Raphael Schäfer lässt den Ball durch die Handschuhe ins Toraus rutschen. Das hätte auch schief gehen können. Drei Minuten später dann die Führung für die Franken. Nach einem Querschläger der Hannoveraner im Mittelfeld verlängert Christian Eigler mit dem Kopf auf Julian Wießmeier. Der Debütant im Nürnberger Trikot startet in Richtung 96-Tor, sieht, dass Keeper Ron-Robert Zieler zu weit vor seinem Kasten steht, behält die Nerven und versenkt den Ball mit einem gefühlvollen Heber zur FCN-Führung. Wießmeier ist der fünfzehnte Torschütze des FCN – das ist Spitze in der Liga.
Leider sollte diese Führung nicht lange halten. Zwar wirkte Hannover 96 vom Rückstand zunächst geschockt, doch eine Standardsituation bringt die Elf von Mirko Slomka zurück ins Spiel. Rausch trat in der 30. Minute einen Freistoß von der rechten Seite scharf in den Nürnberger Strafraum. Der Ball fliegt zunächst an Freund und Feind vorbei, findet dann jedoch in Karim Haggui einen dankbaren Abnehmer, der die Lederkugel nur noch über die Linie drücken muss. Mit dem Unentschieden ging es dann in die Kabinen.
In der zweiten Halbzeit erhöhte Hannover dann den Druck und das Tempo. Man wollte den vierten Tabellenplatz sichern, um sich in der EuropaLeague die Qualifikationsrunde zu ersparen. Die erste Großchance im zweiten Durchgang hatte jedoch der Club. Robert Mak startete in der 57. Minute allein in Richtung 96-Gehäuse, bekam den Ball auch an Zieler vorbei, setzte seinen Abschluss jedoch auch knapp neben das Tor. Drei Minuten später zeigte Konstantin Rausch auf der anderen Seite, wie man es richtig macht. Nach genau einer Stunde Spielzeit kommt der Abwehrspieler im Nürnberger Strafraum an den Ball, schlägt noch einen Haken und schlenzt den Ball schließlich unhaltbar ins lange Eck.
Mit der Führung im Rücken wurde Hannover nun immer stärker und ließ dem Club nur noch wenig Entfaltungsfreiraum. Eine knappe Viertelstunde vor Schluss entschied ein Foul vom eingewechselten Marek Mintal im eigenen Strafraum die Partie. Der Slowake hatte in seinem letzten Einsatz für den FCN Jan Schlaudraff von den Beinen geholt. Den fälligen Elfmeter verwandelte Didier Ya Konan in der 77. Minute zur 3:1-Spielentscheidung.
Der 1.FC Nürnberg schließt die Saison damit auf Platz sechs der Tabelle ab. 13 Siegen stehen acht Unentschieden und 13 Niederlagen gegenüber. Bei einem Torverhältnis von 47:45 reichte es zu insgesamt 47 Punkten.  Mit neun Heimsiegen, zwei Unentschieden und sechs Niederlagen landet man in der Heimtabelle ebenfalls auf Platz sechs. In der Auswärtstabelle reicht mit vier Siegen, sechs Unentschieden und sieben Niederlagen nur für Platz neun. Die Hinrunde hatte man auf Platz elf mit 22 Punkten abgeschlossen. In der Rückrundentabelle steht man mit 25 Punkten auf Platz acht.
Danke, Club, für diese geile Saison!