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Fußball-Bundesliga 2010/2011, 32. Spieltag
[Samstag, 30.04.2011] Bor. Dortmund – 1.FC Nürnberg 2:0 (2:0)

Zwei Spieltage vor Ende der Saison verpasst der 1.FC Nürnberg die Chance, der Dortmunder Borussia noch in die Meisterschaftssuppe zu spucken und muss seinerseits nun wohl alle Träume von einer Europapokalteilnahme in der nächsten Saison begraben. Am Ende bleibt der Mannschaft von Dieter Hecking nur die Frage in Richtung Schwarz-Gelb: Neunmal deutscher Meister… und Ihr?
Dabei begann das Spiel im ausverkauften Signal-Iduna-Park durchaus vielversprechend für die Gäste aus Franken. Der Club fand schneller ins Spiel und zeigte schon früh, dass man keineswegs nur als Sparringspartner in den Ruhrpott gekommen war. Für den ersten Warnschuss der Partie sorgte in der 12. Minute zwar Kevin Großkreutz auf BVB-Seite, doch danach waren es vor allem die von 7.000 Fans begleiteten Gäste, die für Gefahr vor dem gegnerischen Tor sorgten. Vor allem die von Mehmet Ekici geschlagenen Standard-Situationen sorgten im Strafraum der Borussia das ein oder andere Mal für gehöriges Durcheinander. Die größte Tormöglichkeit vergab Andreas Wolf in der 14. Minute. Der aufgerückte Innenverteidiger geriet bei seinem Schussversuch aus kurzer Distanz jedoch in Rücklage und zog den Ball weit über das Dortmunder Gehäuse.
In der Folge bekam der Tabellenführer aus Dortmund das Spiel jedoch mehr und mehr in den Griff und zeigte letztlich in der 34. Minute, warum man am Ende des Spiels verdient die Deutsche Meisterschaft 2011 feiern durfte. Lukas Barrios nutzte die erste klare Möglichkeit, die sich ihm bot, prompt zum 1:0-Führungstreffer. Nach einem Distanzschuss von Mario Götze ließ Raphael Schäfer den Ball unglücklich zur Seite abprallen, so dass Barrios nur noch einzuschieben brauchte.
Der zweite Dortmunder Treffer noch vor der Halbzeit sorgte schließlich für klare Verhältnisse im Signal-Iduna-Park. Dieses Mal hatte Javier Pinola nicht aufgepasst und stellte sich im Zweikampf mit Robert Lewandowski denkbar ungünstig zum Ball. Der Pole im Borussentrikot bedankte sich mit einer geschickten Körpertäuschung und ließ dem herauseilenden Schäfer in der 43. Minute mit einem Lupfer nicht den Hauch einer Chance.
Mit der sicheren Führung im Rücken beherrschten die Gastgeber Ball und Gegner nach dem Seitenwechsel fast nach Belieben. Dortmund war dem dritten Tor stets näher als der Club dem Anschluss. Einzig Christian Eigler hätte in der 56. Minute noch einmal Spannung ins Spiel bringen können. Nach einem sehenswerten Solo über den halben Platz landete der Abschluss des FCN-Angreifers aus spitzem Winkel jedoch am Fuß von BVB-Keeper Roman Weidenfeller.
Auf der anderen Seite hatten sowohl Lukas Barrios als auch Neven Subotic jeweils noch gute Möglichkeiten, verzogen jedoch knapp bzw. fanden in Raphael Schäfer ihren Meister.
Nachdem schließlich der Zwischenstand der Partie Köln gegen Leverkusen im Signal-Iduna-Park seine Runden gemacht hatte, war der Rest des Spiels ein Auslaufen zur Deutschen Meisterschaft. Köln hatte das 2:0 erzielt, der Club bot keinerlei Gegenwehr mehr und so brachen mit dem Schlusspfiff alle Dämme im nördlichen Ruhrpott.
Für den 1.FC Nürnberg bedeutete die Niederlage in Dortmund so gut wie das Ende aller Hoffnungen auf eine Qualifikation für die EuropaLeague im nächsten Jahr. Der FSV Mainz 05 hatte zeitgleich Eintracht Frankfurt mit 3:0 besiegt und konnte als Fünfter den Vorsprung auf den Club auf fünf Punkte erhöhen. Bei noch zwei ausstehenden Spielen brauchen die Rheinhessen nun nur noch einen Sieg im letzten Heimspiel gegen den vermeintlichen Absteiger aus St.Pauli.
Mit drei Punkten Vorsprung bleibt der FCN mit weiterhin 47 Punkten auf Platz sechs der Tabelle. Neuer Verfolger des Clubs auf Platz sieben ist nach dem 2:0-Sieg beim Hamburger SV nun der SC Freiburg. Am nächsten Wochenende empfängt die Mannschaft von Dieter Hecking am Samstag die TSG Hoffenheim zum letzten Heimspiel der Saison. Saisonabschluss ist dann in zwei Wochen bei Hannover 96.