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Fußball-Bundesliga 2010/2011, 19. Spieltag
[Samstag, 22.01.2011] SC Freiburg – 1.FC Nürnberg 1:1 (1:0)

Durch ein 1:1-Unentschieden beim SC Freiburg hat der Club den ersten Rückrundenpunkt eingefahren, muss sich am Ende jedoch trotzdem fragen lassen, ob im Breisgau nicht mehr drin gewesen wäre.  So steht der 1.FC Nürnberg wie in der Hinrunde nach zwei Spielen mit einem Punkt auf der Habenseite.
Die Partie in Freiburg begann zunächst mit zwei Mannschaften, die sehr konzentriert zu Werke gingen und vor allem darauf bedacht waren, die Räume des Gegners eng zu machen. Torraumszenen ließ das taktisch geprägte Spiel zunächst auf beiden Seiten nicht zu und so dauerte es bis zur 18. Minute, ehe die Gäste aus dem Frankenland ein erstes Ausrufezeichen setzen konnten. Die Szene erinnerte ein wenig an die Treffer in Offenbach Mitte der Woche. Mehmet Ekici schlug einen Freistoß hoch in die Mitte, wo Philipp Wollscheid am höchsten sprang, seinen Kopfball jedoch über das Freiburger Gehäuse setzte.
Zehn Minuten später kam Julian Schieber zu seiner ersten Tormöglichkeit. Mit einer Kopfballbogenlampe vom Elfmeterpunkt sorgte er in der 28. Minute für Gefahr. Der Ball landete jedoch auf dem Tornetz und nicht im Tornetz.
Aus heiterem Himmel vier Minuten später dann die Führung für die Gastgeber, die bis dahin ohne jede Torchance geblieben waren.  Felix Bastians sorgte in der 32. Minute über die linke Angriffseite für Druck und konnte von den Clubspielern nicht am Flanken gehindert werden. In der Abwehrzentrale verlängert den Andreas Wolf den Ball unglücklich und setzt damit den mitgelaufenen Almog Cohen außer Kraft. Die Lederkugel landet schließlich vor den Füßen von Johannes Flum, der aus kurzer Distanz keine Mühe hat, den Ball am herausstürmenden Raphael Schäfer zum 1:0 für Freiburg im Tor unterzubringen.
Da Freiburg mit der knappen Führung zunächst zufrieden schien und der Club sich durch den Rückstand durchaus geschockt zeigte, passierte in der letzten Viertelstunde der ersten Halbzeit nicht mehr viel. Nach dem Seitenwechsel musste der Club nun kommen – und er kam. Zwar gab es weiter wenig sehenswerte Szenen in Tornähe, doch dafür war der Ausgleichstreffer von Julian Schieber in der 56. Minute umso sehenswerter. Nach einem Einwurf von der rechten Seite ließ der kurz zuvor eingewechselte Ruben Okotie den Ball von der Brust tropfen. Julian Schieber nach die Vorlage direkt und hämmerte den Ball aus halbrechter Position unhaltbar ins linke, lange Toreck. Der verdiente Ausgleich für immer stärker werdende Clubberer, die nur wenige Minuten später sogar hätten in Führung gehen können. Christian Eigler schnappte sich den Ball in der 60. Minute Mitte der Freiburger Hälfte und zog in Richtung Gastgebertor. An der Strafraum zog Eigler einfach mal ab, traf jedoch leider nur die Latte. SC-Keeper Oliver Baumann hätte keine Abwehrchance gehabt, doch der Club bleibt der Aluminium-König der Liga. Der Lattenknaller von Eigler war bereits der zwölfte Treffer des Clubs ans Torgebälk.
In der Schlussphase erhöhten dann beide Teams noch einmal das Tempo und suchten nach der einen Chance, die das Spiel entscheiden würde. Ruben Okotie hatte diese Chance in der 86. Minute, als er plötzlich völlig frei im Freiburger Strafraum stand, den Ball jedoch überhastet auf das Freiburger Tor köpfte, statt in Ruhe mitzunehmen und aus kurzer Distanz abzuschließen. So landete der Ball über dem Freiburger Gehäuse und der Club hatte Glück, dass Raphael Schäfer in der 90. Minute auf dem Posten war, als Heiko Butscher nach einem lang geschlagenen Freistoß im Nürnberger Strafraum mit dem Kopf an den Ball kam.
Es blieb am Ende also beim durchaus gerechten 1:1, von dem sich jedoch beide Seiten nur wenig kaufen können. Der Club hat sein nächstes Spiel nun bereits am kommenden Dienstag, wenn es im Viertelfinale des DFB-Pokals bei Schalke 04 um den Einzug ins Halbfinale geht. Nächstes Wochenende kommt am Samstag um 15.30 Uhr der Hamburger SV nach Nürnberg.