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DFB-Pokal 2010/2011, Achtelfinale
[Dienstag, 19.01.2011] Kickers Offenbach – 1.FC Nürnberg 0:2 (0:1)

Der 1.FC Nürnberg hat das Viertelfinale im DFB-Pokal der Saison 2010/2011 erreicht. Durch einen souveränen 2:0-Sieg beim Drittligisten Kickers Offenbach zog die Mannschaft von Dieter Hecking verdient in die nächste Runde ein.
Mit gemischten Gefühlen war man zum Nachholspiel auf den Bieberer Berg gefahren. Nachdem das Spiel kurz vor Weihnachten aufgrund der Schneemassen in Offenbach hatte abgesagt werden müssen, fuhr man am Dienstag mit der Rückrundenauftaktniederlage gegen den Tabellenletzten Borussia Mönchengladbach im Rücken nach Hessen. Auch für den Drittligisten lag der neue Termin eher ungünstig, hatte der Spielbetrieb in der dritthöchsten deutschen Spielklasse nach der Winterpause noch nicht wieder begonnen.
Dennoch ließen sich die unterklassigen Offenbacher nicht lumpen und begannen durchaus forsch gegen den Gast aus Franken. Das nötige Selbstbewusstsein hatten sich Gastgeber in ihren bisherigen Pokalspielen geholt. So wurde mit Borussia Dortmund in der zweiten Runde die Übermannschaft der aktuellen Bundesligasaison nach Elfmeterschießen aus dem Pokal geworfen.
Mit zunehmender Spieldauer waren es dann jedoch die Gäste aus Franken, die die Spielkontrolle übernahmen und keinerlei Zweifel daran ließen, wer an diesem Mittwochabend die nächste Runde im DFB-Pokal erreichen würde. Bereits in der 13. Minute die erste gute Chance für den Club: Mehmet Ekici spielte den Ball auf Jens Hegeler, der bis zur Grundlinie durchzieht und von dort zurück auf Ekici spielt. Leider trifft der Youngster aus dem Nürnberger Mittelfeld den Ball nicht voll, so dass der Offenbacher Keeper Robert Wulnikowski problemlos klären kann.
Acht Minuten später ist es dann geschehen: Nach einer Ecke von Ekici köpft Hegeler aufs Offenbacher Tor. Wulnikowski kann nur abklatschen und Timmy Simons steht in Abstaubermanier genau richtig, um die Lederkugel aus kurzer Distanz über die Linie zu bringen.
Mit dem Vorsprung im Rücken gewannen die Franken das entscheidene Quäntchen mehr Sicherheit in ihren Aktionen und ließen Ball und Gegner fortan laufen. Chancen im Minutentakt waren die Folge, doch der vorentscheidende zweite Treffer wollte zunächst nicht gelingen. Javier Pinola hatte kurz vor der Pause noch einmal die große Gelegenheit, verzog in der 43. Minute jedoch aus kürzester Distanz.
So ging es mit dem knappen Vorsprung in die Pause und auch nach dem Seitenwechsel dominierte der Club zunächst das Geschehen auf dem grünen Rasen. Jens Hegeler hatte in der 56. Minute die große Chance, auf 2:0 zu erhöhen. Nach Traumpass von Mehmet Ekici startete der Youngster durch, zog aus elf Metern ab, traf jedoch nur den Pfosten.
Just als die von Ex-Clubtrainer Wolfgang Wolf trainierten Offenbacher nach einer knappen Stunde schließlich ein wenig mehr Mut fassten und das eigene Spiel besser unter Kontrolle bekamen, folgte prompt die richtige Antwort der Gäste. Wieder nach einer Standardsituation von Mehmet Ekici und wieder mit dem Belgier Simons als Vollstrecker. Ekici hatte in der 61. Minute einen Freistoß von halbrechts ins Offenbacher Abwehrzentrum geschlagen. Dort stieg – wie auch beim ersten Tor schon – Jens Hegeler am höchsten, köpfte seinen belgischen Mitspieler an und schon stand es 2:0.
Das Spiel war nun vorentschieden. Zwar zappelte der Ball in der 71. Minute doch noch im Tor von Raphael Schäfer, doch Offenbachs Stürmer Olivier Occean hatte im Abseits gestanden.
Der Club schaukelte die Begegnung schließlich souverän nach Hause und tritt im Viertelfinale nun bereits am kommenden Dienstag beim FC Schalke 04 an. Vorher geht es am Samstag im Kampf um Bundesligapunkte noch zum SC Freiburg.