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DER DISORDER – Der aktuelle Montagskommentar

Es ist mit Sicherheit kein Geheimnis, wenn DER DISORDER jetzt verrät: In vier Wochen ist das Alles schon wieder vorbei. Vier Spiele noch, ganze vier Spiele, kümmerliche vier Spiele: Man mag es sehen, wie man will. Sicher ist jedoch: Es ist die Phase der Saison, die DER DISORDER am meisten hasst. Genauer gesagt: Es sind die Tage zwischen den Spielen, die DER DISORDER am meisten hasst. Tage, an denen er mit sich nichts anfangen kann, weil er entweder noch an das letzte Spiel denkt oder aber die Gedanken schon ums nächste Wochenende kreisen. Tage, an denen man die Ohnmacht als Fan spürt, denn ganz egal, womit man sich abzulenken versucht: Es beeinflusst das kommende Spiel in keinster Weise.
Vier Spiele also noch: Zwei Heimspiele, zwei Auswärtsspiele. Zwölf Punkte werden noch vergeben und gäbe es irgendeinen Weg, wie der Club sich diese zwölf Punkte sichern könnte, man müsste sich keine Gedanken mehr um den Klassenerhalt machen. Denn trotz der Niederlage gegen Wolfsburg (die DER DISORDER ehrlich gesagt nicht wirklich erwartet hatte), steht der FCN auch nach dem 30. Spieltag noch auf einem Nicht-Abstiegsplatz. Und das, obwohl die direkte Konkurrenz aus Hannover ihr Spiel gewonnen hat. Es zeigt sich also, wie wichtig jeder einzelne Punkt war, der bisher gesammelt wurde. Und es zeigt auch, wie wichtig jeder weitere Punkt sein wird, den man irgendwo ergattern kann. Und sei es bei einem Grottenkick nächstes Wochenende in Freiburg. Schönspielerei zählt in den letzten Wochen nicht mehr – aber auch da verrät DER DISORDER kein Geheimnis.
Der Club hat bisher eine durchaus passable Rückrunde gespielt, liegt in der Tabelle, in der nur die Spiele nach der Winterpause gezählt werden irgendwo mittendrin auf Platz zwölf. Und mal ganz ehrlich: Versuchen wir uns zu erinnern, wie das kurz vor Weihnachten war… mitten im Winter, überall Kälte, der Club verliert im Schnee in Köln sang- und klanglos 3:0. Wer hätte nach dem Spiel gedacht, dass der FCN die Kurve noch einmal kriegen würde? Nicht wenige waren doch nach Abschluss der Vorrunde schon davon überzeugt, dass es letztlich mit Hertha nur noch darum gehen würde, wer am Ende der Saison die rote Laterne mit in die zweite Liga nimmt.
Nun gut, jetzt sind wir schlauer – zumindest ein wenig: Der Club hat noch einmal aufgedreht, zwischenzeitlich sogar eine Serie von fünf Spielen ohne Niederlage auf den grünen Rasen gelegt und hätte mit einem Sieg gegen Wolfsburg durchaus einen großen Schritt in Richtung Ligaerhalt machen können. Durch die bittere Niederlage gegen den Deutschen Meister der Vorsaison zeigt sich jedoch: Es ist noch nichts gewonnen und es wird bis zum Ende spannend bleiben.
Denn allein schon, wenn wir erneut in die Vorrunde blicken, kann einem im Grunde Angst und Bange werden. In der Vorrunde nämlich – auch da verrät DER DISORDER kein Geheimnis – hat der Club gegen Wolfsburg noch gewonnen. Fast schon euphorisch war die „Reisegruppe Clubberer 04“ im November aus Wolfsburg nach Berlin zurückgekehrt. Und das nur, um in den Wochen darauf die große Ernüchterung zu erfahren. Die Punkte gegen den VfL waren die letzten Zähler der Hinrunde – was danach folgte waren katastrophale Wochen ohne Punkte und mit 0:12 Toren.
Das Schlimme daran: Auch in der Hinrunde stand der Club nach dem Wolfsburg auf Platz vierzehn der Tabelle. Parallelität der Ereignisse? Gott bewahre, hoffentlich nicht. Denn richtig, der Unterschied liegt im Detail: In der Hinrunde waren wir nach einem Sieg gegen Wolfsburg Vierzehnter – dieses Mal sind wir es nach einer Niederlage gegen Wolfsburg.
Zu gerne also würde DER DISORDER den letzten vier Spielen der Rückrunde den Spiegel der Vorrunde vorhalten. Statt einem Sieg gegen Wolfsburg nehmen wir die Niederlage nun eben hin (was bleibt uns auch anderes übrig?). Und statt den 0:12 Toren aus der Hinrunde nehmen wir dann in der restlichen Rückrunde eben 12:0 Tore. Wie wäre das? Damit ließe sich der ein oder andere Punkte mit Sicherheit noch holen.
Doch wie oben ja bereits geschrieben: Spekulationen, Rechenspiele, Überlegungen oder auch das Hoffen auf andere Mannschaften – all das hilft leider mal überhaupt nichts. Der Club hat es vom momentanen Tabellenplatz selbst in der Hand. Das Spiel in Freiburg mag da durchaus mehr als richtungsweisenden Charakter haben – doch selbst, wenn das Spiel im Breisgau verloren gehen würde: Man würde von den Freiburgern lediglich eingeholt werden. Denn wie schreibt DER DISORDER weiter oben bereits? Es sind noch vier Spiele. Vier! Und so gern es DER DISORDER auch hätte, der Abstiegskampf wird leider nicht in dem einen Spiel nächste Woche im Südwesten Deutschlands entschieden. Der Abstiegskampf wird sich in den nächsten Wochen wie ein roter Faden durch die Tage ziehen – immer wieder wird man dran denken, immer wieder hofft man auf das nächste Spiel, immer wieder zählt man die Tage bis zur Entscheidung.
Ach ja, mit dem heutigen Montag sind es übrigens noch genau 26 Tage. Wirklich hilfreich ist diese Erkenntnis jedoch leider auch nicht.