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Die Clubberer 04 Berlin haben bei der dritten inoffiziellen Deutschen Fanclub Tischfussball Meisterschaft „Siege statt Hiebe“ erstmals den Sprung aufs Podest geschafft. Am Samstag, den 10.01.2010 verlor man in einem hochkarätig besetztem Teilnehmerfeld in der Naunynritze in Berlin-Kreuzberg lediglich im Halbfinale gegen den späteren Sieger Berliner Bagaasch (ein Fanclub des 1.FC Kaiserslautern) und sicherte sich im Spiel um Platz drei gegen den FC 1899 Berlin Xberg (TSG Hoffenheim) den hochverdienten dritten Platz.
Grundstein für den Erfolg war der Auftaktsieg in der sogenannten Todesgruppe der Vorrunde. Gegen die Wilde 13 (Werder Bremen) sorgten der Südstädter und José Ramones für einen 2:0-Sieg, so dass am Ende zwei Unentschieden gegen die F95 Devils (Fortuna Düsseldorf) und gegen Königsblau Berlin (Schalke 04) aufgrund des besten Torverhältnisses sogar zum Gruppensieg reichten. Im Viertelfinale gegen die Blau-Weißen Bierpatrioten Berlin (Hertha BSC) kam es dann zu einem heiß umkämpften Spiel. Die bestens aufgelegten Clubberer 04-Kicker bewiesen Kampfgeist und Nervenstärke, wie man sie vom Club leider nur zu selten sieht. Nach verlorenem ersten Satz, kämpften sich der Südstädter und José Ramones zurück ins Spiel und konnten den zweiten Satz für sich entscheiden. Im entscheidenen dritten Satz lagen die beiden Kicker-Heroen aus dem Frankenland bereits 4:1 hinten, ehe ihnen beim Stand von 5:5 dann doch noch der alles entscheidende Treffer gelang.
Die Clubberer 04 Berlin standen somit bei ihrer dritten Turnierteilnahme bereits zum zweiten Mal im Halbfinale. Hier erwiesen sich die FCK-Anhänger der Berliner Bagaasch dann jedoch leider als zu harter Brocken. Während die Pfälzer im Endspiel schließlich gegen die Spree Elite (Fortuna Düsseldorf) den Turniersieg perfekt machte, hatten die Clubberer 04 Berlin im kleinen Finale wenig Mühe die Bronzemedaille für den FCN zu gewinnen.
Wie schon bei den ersten beiden Auflagen des „Siege statt Hiebe“-Turniers zeigte sich auch an diesem Samstag in der Naunynritze in Berlin-Kreuzberg wieder, dass es problemlos möglich ist, dass Fußballfans der verschiedensten Vereine friedlich und in bester Stimmung unter einem Dach feiern können. In einer Atmosphäre, die größtenteils an die Stadien unserer Republik erinnerte, kam es zu Verbrüderungen, die rund um den grünen Rasen schon allein aufgrund der unterschiedlichen Spielklassen kaum möglich wären. So feuerten z.B. die Braun-Weissen Spreepiraten vom FC St. Pauli im Viertelfinale gegen die Clubberer 04 Berlin plötzlich lauthals die Bierpatrioten von Hertha BSC Berlin an – einfach, weil sie merkten, dass die Hertha-Fans den Franken stimmtechnisch weit unterlegen waren.
Letztlich war es einfach mal wieder, wie es eben eigentlich immer sein sollte: Der sportliche Wettkampf stand im Vordergrund und jeder noch so kleine Erfolg am Kickertisch wurde später gemeinsam an der Theke gefeiert. Nicht umsonst neigten sich spätestens nach Mitternacht sämtliche Kreuzberger Biervorräte dem Ende entgegen. Den erneut hervorragenden Organisatoren des Kickerturniers gelang in gewohnt souveräner Manier jedoch auch hier schnelle Abhilfe, in dem einer benachbarten Dönerbude eiligst die letzten Reserven abgekauft wurden.