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Fußball-Bundesliga 2009/2010, 7. Spieltag
[Freitag, 26.09.09] 1.FC Nürnberg – VfL Bochum 0:1 (0:1)

Duplizität der Ereignisse im Max-Morlock-Stadion. Der Club verliert auch das zweite Flutlichtspiel im heimischen Stadion binnen weniger Tage mit 0:1 (0:1). Hilflos und ohne jede Idee liefen die Männer von Trainer Michael Oenning einem Rückstand der Gastmannschaft hinterher und präsentiert sich momentan als bestes Beispiel für die Phrase: Wer keine Tore schießt, kann auch nicht gewinnen.
Dass es letztlich nicht einmal zu einem torlosen Unentschieden reicht, war den 35.376 Zuschauern im Max-Morlock-Stadion schon in der siebten Minute klar. Nach scharfer Hereingabe von Paul Freier von der rechten Seite, stand Kapitän Andreas Wolf im Abwehrzentrum plötzlich allein gegen zwei Gegenspieler und konnte den Schuss von Diego Klimowicz aus kurzer Distanz nicht verhindern. Besonders bitter war, dass nur eine Minute zuvor Maxim Choupo-Moting auf der anderen Seite bereits für eine frühe Führung des Clubs hätte sorgen können, jedoch knapp am Bochumer Tor vorbei schoss.
Und so rannte der Club also mal wieder einem Rückstand hinterher und eigentlich ist der Rest des Spiels damit schnell erzählt. Die junge Truppe mit dem FCN-Logo auf der Brust bemühte sich, kämpfte durchaus und zeigte Willen. Allein: Das reicht eben in der Bundesliga nicht. Bochum stand verständlicherweise nun tief gestaffelt und kompakt in der eigenen Verteidigung und zeigte dem Bundesliga-Neuling deutlich die Grenzen. Zu ideenlos und planlos trugen die Spieler von Michael Oenning ihre Angriffe nach vorne. Es fehlte die ordnende Hand im Mittelfeld und so blieben Chancen für den 1.FC Nürnberg Zufallsprodukte.
Ilkay Gündogan hatte so eine Zufallschance in der elften Minute, als sein Schuss aus der zweiten Reihe nur Zentimeter am Bochumer Gehäuse vorbei strich. Auch Choupo-Moting versuchte es in der 36. Minute noch einmal. Mit seinem Schlenzer aus halblinker Position scheiterte er jedoch an der eigentlichen Nummer vier im Bochumer Gehäuse, Andreas Luthe. Es war im gesamten Spielverlauf das einzige Mal, dass der Ersatz vom Ersatz des Ersatzes sich wirklich auszeichnen musste, denn auch bei den späten Chancen von Mike Frantz (81. Minute) oder Juri Judt (86. Minute) scheiterten die Clubspieler eher an ihren eigenen Nerven bzw. am Unvermögen, als an der gegnerischen Klasse.
Zu erwähnen bleibt noch, dass die Gäste aus Bochum in der 66. Minute durchaus noch hätten höher in Führung gehen können, Raphael Schäfer sich jedoch als einziger Nürnberger in Normalform präsentierte und den Ball noch an den Pfosten lenkte.
So blieb es letztlich beim verdienten Auswärtssieg der Bochumer. Für den Club bereits die dritte Niederlage im vierten Heimspiel und wenn nicht bald ein Ruck durch die Mannschaft geht, werden weitere Pleiten folgen. Nächste Gelegenheit dazu besteht am kommenden Wochenende in Leverkusen.