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DER DISORDER – Der aktuelle Montagskommentar

Es ist schon seltsam, wenn man sich die Clubspiele der Saison so vor Augen führt. Fünf Mal hat der Club – inklusive Pokal – nun gespielt und schaut man auf die Ergebnisse, stellt sich doch eine leichte Verwunderung ein. Drei Auswärtsspiele in Dresden, Fankfurt und Stuttgart: Keine Niederlage. Zwei Heimspiele gegen Schalke und Hannover: Kein Sieg – noch nicht einmal ein mickriges Pünktchen. Führt man sich dann die Bilanz der letzten Saison vor Augen, reibt man sich selbige schon ein wenig ungläubig. Ja, schon klar: Erste und zweite Bundesliga kann man nicht unbedingt vergleichen. Dennoch fragt man sich, warum der Club in der neuen Saison ausgerechnet vor heimischen Publikum Schwierigkeiten hat.
Zwei Spiele mögen da vielleicht auch noch nicht sehr aussagekräftig sein, spiegeln jedoch wieder, welche Bedeutung das kommende Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach hat. Das mag nun auch nicht unbedingt eine neue Tatsache sein. Die Clubfans unter sich sind sich mit Sicherheit einig: Gegen die Elf vom Niederrhein muss endlich der erste Heimsieg her.
Das sagt sich nun so einfach und mit einer ähnlich guten Leistung wie im Spiel gegen Stuttgart dürfte dies auch durchaus im Bereich des Möglichen liegen. Doch vergessen wir nicht: Der kommende Gast hat zur Zeit einen Lauf, steht mit sieben Punkten auf Platz fünf der Tabelle – direkt hinter solch illustren Mannschaften wie Leverkusen, Bremen oder Schalke. Ein Spaziergang wird das gegen Mönchengladbach also sicherlich nicht und damit komme ich nun zurück zu meinem Blick auf die bisherige Statistik. Denn sieht man die Spiele hinter der Statistik, fällt auf, dass der Club in dieser Saison genau drei Mal überzeugen konnte: In Dresden, in Frankfurt und in Stuttgart.
Erinnert man sich nun an die Aussage eines Michael Oennings vor der Saison, betonte dieser vor allem die Heimstärke, die uns nicht nur den Last-Minute-Aufstieg noch ermöglicht hatte, sondern auch zum Fundament des Klassenerhalts werden sollte. Vielleicht ist es ja genau diese Aussage und die damit verbundene Erwartungshaltung, die die Mannschaft auf dem Grün vor der Nordkurve verkrampfen lässt. Wie hoch waren die Erwartungen vor dem Spiel gegen Hannover? Es wurde doch nur noch über die Höhe des Sieges spekuliert und die bittere Quittung erhielten wir von der Mannschaft in Form der schlechtesten Leistung seit Monaten.
Es bleibt also abzuwarten, in welche Richtung das Pendel beim Heimspiel gegen die Ex-Fohlen ausschlägt. Beginnt das Team von Michael Oenning endlich mit dem Fundament-Gießen? Oder heißt es nach dem Spiel wieder: Nicht-bundesligatauglich? Möglich ist alles und den Druck des Gewinnenmüssens gegen Mönchengladbach möchte DER DISORDER nun auch keineswegs von der Mannschaft nehmen. Er will mit seinen Gedankenspielen allein ausdrücken, wie gespannt er auf die nächste Partie ist und dem Team um Marek Mintal damit virtuell ein wenig mutmachend auf die Schultern klopfen. Denn dass DER DISORDER wieder gespannt auf ein Spiel des Clubs ist, hat sich die Mannschaft am Samstag in Stuttgart ganz allein erarbeitet. Eine weitere Leistung wie gegen Hannover und das Interesse wäre auf Bodennebel-Niveau gesunken.
So aber hat der Club wieder Spaß gemacht und eben vor allem neugierig auf das Spiel gegen die Borussia. Neugierig auch, auf den Neuen, auf Maxim Choupo-Moting und darauf, ob der Youngster vielleicht auch mal aus einer halben Torchance zwei Tore macht. Aber halt: Vielleicht ist das schon wieder zu viel der Erwartungshaltung und seien wir doch einfach froh, wenn der Club im nächsten Heimspiel endlich den ersten Dreier einfährt. Wenn nur diese beschissene Pause am nächsten Wochenende nicht wäre…