Ein Passwort wird per E-Mail an Sie geschickt

DER DISORDER – Der aktuelle Dienstagskommentar

Nun sind es also nur noch knapp drei Wochen und die Saison 2008/2009 gehört schon wieder der Geschichte an. Knapp drei Wochen also, in denen DER DISORDER schlecht bis gar nicht schlafen kann, weil der Club nun nach einer Woche Rang vier wieder auf Rang drei steht und genau dieser Platz weder Baum noch Borke ist. Der Club hat am Sonntag gegen den FC Ingolstadt seine Pflicht erfüllt – nicht mehr, aber auch nicht weniger. Und seien wir zufrieden, denn genau dieses „weniger“ war einfach in dieser Saison schon viel zu oft der Fall. Vier Spiele sind es nun also noch, ehe man sich den Tatsachen stellen muss, die bis dahin noch erspielt wurden. Jeder Fehler, jedes Malheur, jeder Punktverlust kann nun entscheidend sein und wenn ich ehrlich bin: In der Haut eines Clubspielers möchte ich im Moment nicht stecken.
Das Feld der Mannschaften, die auch nur theoretische Chancen noch auf den Aufstieg haben, lichtet sich. Am Sonntag ist der FC St.Pauli mit der 0:1-Niederlage in Ahlen aus dem Feld dieser Aspiranten endgültig ausgeschieden. Es sind also noch genau sieben Mannschaften, die sich um die drei (oder besser: zweieinhalb) Plätze an der Sonne bewerben. Und mit jedem Spieltag werden es weniger werden. Der 1. FC Kaiserslautern hat mit der 1:5-Klatsche in Rostock am Freitag dieses Wochenende sicherlich den härtesten Rückschlag hinnehmen müssen. Dennoch stehen die roten Teufel in der Tabelle auch weiterhin gerade einmal drei Punkte hinter dem Club. Ein Rückstand, der selbst am letzten Spieltag noch Möglichkeiten offen halten würde.
Bei aller Rechnerei werden sich am Ende die Mannschaften durchsetzen, die es schaffen, am wenigsten auf Andere und am meisten auf sich selbst zu schauen. Der Club ist also gut beraten, wenn er die letzten Spiele nun wirklich von Spieltag zu Spieltag schaut. Denn gerade da liegt mit Sicherheit am kommenden Sonntag die schwerste Hürde vor ihm. Und so ist sich DER DISORDER am gestrigen Montagabend nicht einmal sicher gewesen, ob er sich über den Sieg der Duisburger freuen sollte. Sicher – im momentanen Tabellenbild macht sich der dritte Platz besser als ein vierter Platz, doch wer fragt am Ende der Saison nach der Tabelle am 30. Spieltag? F**** jedenfalls weiß spätestens seit der Niederlage beim MSV, was die Stunde geschlagen hat. Eine Niederlage im Frankenderby können sich die Kleeblätter nicht erlauben und dementsprechend engagiert werden sie zu Werke gehen. Dem Club hingegen reicht dem trügerischen Tabellenbild zufolge ein Unentschieden in der Westvorstadt, um den fränkischen Konkurrenten zumindest auf Minimalabstand zu halten. Problem bei der Sache: Der Club hat in dieser Saison nur dann gut gespielt, wenn er quasi zum Siegen verdammt war. Das war in Duisburg (auch, wenn es dort „nur“ zu einem Unentschieden gereicht hat) nicht anders als in Freiburg oder Oberhausen. Und kaum stand man nach dem St.Pauli-Spiel auf dem Rang, den man nach der Siegesserie als Mindestziel ausgegeben hatte, folgte die Landung auf dem Hosenboden.
Wollen wir also hoffen, dass der Club am kommenden Sonntag in F**** nicht auf die Anderen schaut und mit dem Rechnen beginnt. Denn so schön es auch sein mag, dass man mit einem Unentschieden in F**** am nächsten Spieltag nicht vom dritten Rang verdrängt werden kann, noch schöner wäre es doch, wenn der Club sich mit einem Sieg auch die Gewissheit verschaffen würde, am übernächsten Spieltag nicht von Rang drei verdrängt werden zu können. Und am allerschönsten wäre es doch, wenn der Club dieses Denken zur Gewissheit durchziehen könnte, dass man auch am 34. Spieltag nicht mehr von Rang drei zu verdrängen ist. Denn wer weiß – auch, wenn man nicht auf andere schaut – vielleicht ist ja dann auch Rang zwei sogar noch drin.
Das Finale ist eröffnet, jeder Fehler zählt nun doppelt. In diesem Sinne, Ihr Mainzer, F******, Aachener, Lauterer und vielleicht auch Duisburger…. Nur Mut und auf an die Arbeit. Denn wo gearbeitet wird, da passieren Fehler.