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DER DISORDER – Der aktuelle Dienstagskommentar

Es ist und bleibt zum Heulen. Wer masochistisch genug veranlagt ist und sich das Gegurke am letzten Freitag gegen die übermächtigen Frankfurter FSVler 90 Minuten lang angetan hat, wird beim Blick auf die übrigen Ergebnisse dieses Wochenendes zweifellos Tränen in den Augen gehabt haben. Denn ob man es glaubt oder nicht: Der Club ist durch den Grottenkick gegen die Hessen zwar in der Tabelle einen Rang nach unten gerutscht, hat jedoch gleichzeitig auf die Aufstiegsränge einen Punkt gut gemacht. Neun Punkte sind es noch – das sind mal gerade drei Siege.
Nein, nein, keine Angst: DER DISORDER ist zwar Clubfan, doch verrückt ist er nicht. Keinesfalls soll dieser Text hier nun eine Aufrechnung der Möglichkeiten werden, wie und durch welche glücklichen Zufälle der Aufstieg noch geschafft werden kann. Im Gegenteil: Voller Graus wendet DER DISORDER den Blick auf den SV Wehen Wiesbaden. Oh Weh, Oh Wehen, könnte das passende Wortspiel dazu sein, denn die Wiesbadener haben am Freitag den 1. FC Kaiserslautern geputzt und stehen nun gerade noch drei Punkte hinter dem Club auf dem Relegationsplatz zur dritten Liga. Drei Punkte – das ist gerade mal ein Sieg.
Gleichzeitig jedoch zeigt gerade die Tatsache, dass Wehen den FCK geputzt hat, was in dieser zweiten Liga mit ein wenig Konstanz möglich wäre. Eine kleine Serie und sofort schlägt das Pendel in die entsprechende Richtung aus. Die 59er aus München sind das beste Beispiel: Da klettern sie mit einer Serie von vier Siegen in Folge bis nah an die Aufstiegsränge, um dann an diesem Wochenende zu Hause gegen die bis dahin auswärts sieglosen Oberhausener mit 0:1 zu verlieren. Immerhin: Die Oberhausener haben damit inzwischen genau einen Auswärtssieg mehr auf dem Konto als der Ruhmrei…., nein: als der Club.
Macht man die Milchmädchenrechnung dann komplett, könnte herausspringen: Wir sind besser als 1859 München, denn schließlich haben wir Rot-Weiß Oberhausen zu Hause besiegt.
Allerdings sind wir dann auch schlechter als der MSV Duisburg und Rot-Weiß Ahlen zusammen. Schließlich haben wir zu Hause gegen Duisburg mit 0:1 verloren… und der MSV darüber hinaus zu Hause 0:1 gegen Ahlen. Auf der anderen Seite müssten wir allerdings auch besser als Ahlen sein, denn Ahlen hat gegen den SC Freiburg verloren – der Club nicht.
Egal, wie man es wendet: Beste zweite Liga der Welt dahin gestellt und mal leichtgläubig dahingenommen. Auffällig ist vor allem, dass es sich offensichtlich um die ausgeglichenste zweite Liga der Welt handelt. Nach zwölf Spieltagen gerade mal zwölf Punkte Unterschied von der Tabellenspitze bis runter zu Platz fünfzehn. Das wäre also gerade ein Punkt Unterschied pro Spieltag, wäre also auch in zwölf Spieltagen wieder aufgeholt, so dass der FC Augsburg im Moment durchaus gute Karten zu haben scheint, nach dem 24. Spieltag Tabellenführer zu sein.
Doch Spaß und Rumrechnerei einmal zur Seite gelegt: Der FC Ingolstadt hat, im Gegensatz zum 2:0 vom Club, den SC Freiburg zu Hause mit 4:0 besiegt und, im Gegensatz zur 0:2-Niederlage des Clubs, in Mainz mit 3:0 gewonnen. Es ist zwar Schade, dass die Schanzer gerade jetzt in Form zu kommen scheinen, doch wenn sich DER DISORDER die letzten 7:0 Tore der Ingolstädter ansieht, wird ihm Angst und Bange vor dem kommenden Sonntag.