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Zweite Bundesliga 2017/2018, 34. Spieltag
Sonntag, 13.05.2018 – 15.30 Uhr
1.FC Nürnberg – Fortuna Düsseldorf 2:3 (2:1)

1:0 (6.) Goerg Margreitter
2:0 (12.) Tim Leibold
2:1 (37.) Takashi Usami
2:2 (59.) Niko Gieselmann
2:3 (90.) Kaan Ayhan

Am Ende einer langen und erfolgreichen Saison hat sich der Glubb dann doch wieder von der altbekannten Seite gezeigt: Als Depp! In der Nachspielzeit ließ sich die Mannschaft von Michael Köllner die Meisterschale der zweiten Liga dann doch noch aus der Hand reißen. Gegen die Fortuna aus Düsseldorf agierte man zunächst souverän, später dann doch ohne Fortune.

Frühe Führung

Und so hat es am Ende dann doch noch einmal kurz weh getan. Alles sah nach einem gerechten Unentschieden aus. Der Glubb war früh – zu früh – mit 2:0 in Führung gegangen. Georg Margreitter hatte in der sechsten Minute getroffen, Tim Leibold erhöhte in der 12. Minute. Der Nachmittag schien in Richtung Meisterschale Nürnberg zu laufen.

Düsseldorf steckt nicht auf

Doch die Gäste gaben sich eben keineswegs geschlagen, sondern kamen mit zunehmender Spieldauer besser ins Spiel. Schon in der 28. Minute hätte es 1:2 stehen können, doch Fabian Bredlow reagierte binnen kürzester Zeit zwei Mal ausgezeichnet und verhinderte den Gegentreffer – noch. In der 37. Minute war es dann doch so weit. Nach einer Flanke köpfte Usami unbedrängt ins Nürnberger Tor und machte die Partie wieder spannend.

Der Ausgleich eine halbe Stunde vor Schluss

Nach dem Seitenwechsel hatte Kevin Möhwald in der 53. Minute die beste Gelegenheit für den Glubb, um für eine Vorentscheidung zu sorgen. Unter dem Strich hatte man jedoch das Gefühl, dass die Körner etwas fehlten, um noch einmal nachlegen zu können. Düsseldorf kam so nach einer knappen Stunde mit einem sehenswerten Schuss von Niko Gieselmann zum Ausgleich.

Der Nackenschlag in der Nachspielzeit

Kein Beinbruch – dachte man beim Glubb offensichtlich. Das Unentschieden hätte schließlich zur Meisterschaft gereicht. Es reichte jedoch nicht zum Unentschieden – einfach, weil die Gäste bis zum Schluss heiß auf Platz eins waren. Kaan Ayhan traf in der Nachspielzeit noch zum 3:2 und verhinderte so die Meisterfeier im Max-Morlock-Stadion. Sollen sie in Düsseldorf glücklich werden mit ihrer Radkappe…

Hinten anstellen

Für den Glubb war diese unnötige wie dumme und ärgerliche Niederlage kurz vor Saisonabpfiff vielleicht der kleine Rückschritt, der noch nötig war, um zu sehen, dass die kommende Saison in der Bundesliga alles andere als ein Zuckerschlecken wird. Der 1.FC Nürnberg stellt sich in der höchsten deutschen Spielklasse ganz hinten an, wird selbst im Rennen mit dem SC Freiburg, dem FSV Mainz 05 und Hannover 96 oder dem FC Augsburg erst einmal aufholen müssen, um überholen zu können.

Es wird nicht einfach

Es wird Rückschläge geben, es wird Niederlagen setzen – aber es wird mit Sicherheit auch die ein oder andere positive Überraschung geben. Am Ende wird es kein anderes Ziel als den Klassenerhalt geben – und zwar auf die nächsten Jahre hin gesehen. Nehmen wir den Klassenerhalt also als die Meisterschaft des kleinen Mannes an, bewahren wir nun Ruhe, wenn es in der kommenden Saison vielleicht auch mal nicht so läuft, wie erhofft.

Die Mannschaft wird Unterstützung brauchen

Wichtig ist, dass all die, die in den letzten Wochen auf der Zielgeraden zum Aufstieg plötzlich wieder aus ihren Löchern gekrochen kamen und sich daran erinnerten, dass sie zu Hause im Schrank ja noch ein altes FCN-Trikot liegen haben – wichtig ist, dass all diese Leute auch im kommenden Jahr wieder zum Glubb kommen und den 1.FC Nürnberg unterstützen, wo und wie es nur geht. Wir müssen zeigen, dass wir zur Mannschaft stehen – und zwar nicht nur bei Schön-Wetter-Siegen in Liga zwei, sondern auch, wenn es in der Bundesliga mal stürmisch wird.

Gesamtsieger gegen die Fortuna

Das Spiel gegen Düsseldorf war in dieser Hinsicht bereits das beste Trainingslager. Und auch, wenn sich die Meister-Radkappe genau 50 Jahre nach der letzten Meisterschaft bestens im Trophäenschrank gemacht hätte – immerhin die Europacup-Wertung gegen den amtierenden Meister haben wir durch den 2:0-Sieg in der Hinrunde in Düsseldorf ja gewonnen. Und an den Titel des Rekordaufsteigers kommt die Fortuna bei allem Glück, dass sie an diesem Sonntag hatte, auch bei weitem nicht ran.