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Zweite Bundesliga 2017/2018, 33. Spieltag
Sonntag, 06.05.2018 – 15.30 Uhr
SV Sandhausen – 1.FC Nürnberg 0:2 (0:1)

0:1 (38.) Hanno Behrens
0:2 (76.) Tim Leibold

Nun ist es also geschafft! Der Aufstieg ist eingetütet, der FCN spielt nächstes Jahr wieder in der Bundesliga. Nach vier Jahren in Liga zwei haben Michael Köllner und seine Mannschaft am Sonntag in Sandhausen den Deckel drauf gemacht und den Glubb zum alleinigen Rekordaufsteiger gemacht. Zum achten Mal geht es für den Ruhmreichen nach oben.

An einem sonnigen Sonntag

An diesem sonnigen Sonntag machte der FCN noch einmal von Anfang an klar, wohin die Reise gehen sollte. Diese Butter wollte man sich nicht mehr vom Brot nehmen lassen und auch, wenn der gastgebende Sportverein vielleicht andere Pläne gehabt hat: Wirkliche Zweifel, wer die vorletzten drei Punkte der Saison einsacken wird, hat es im Hardtwaldstadion eigentlich nie gegeben.

Heimspiel in Sandhausen

Dies mag auch an der Tatsache gelegen haben, dass von den 12.537 anwesenden Zuschauer bestimmt zwei Drittel Glubbfans waren. Die Stimmung war großartig, die Mannschaft wurde von der ersten Minute Richtung erste Liga getragen. Dies wirkte sich in etwa 70 Prozent Ballbesitz aus, Chancen blieben zunächst jedoch Mangelware. Mikael Ishak nach 16 Minuten, Tim Leibold nach einer halben Stunde – das war es.

Kurz vor der Pause: Die Führung

Der erlösende erste Treffer fiel dann erst in Minute 38. Enrico Valentini brachte von links eine Ecke herein. In der Mitte stieg Georg Margreitter am höchsten, doch seinen Kopfball konnte SVS-Keeper Marcel Schuhen noch klären. Beim Abpraller stand Hanno Behrens dann allerdings genau richtig und köpfte aus kurzer Distanz zur Führung ein.

In Halbzeit zwei nachgelegt

Der Damm war gebrochen und auch, wenn Sandhausen zu Beginn von Abschnitt zwei noch einmal mächtig auf den Ausgleich drängte, war der FCN letztlich für das Sahnehäubchen zuständig. Zunächst scheiterten Kevin Möhwald und Ishak in der 70. Minute noch mit einer Doppelchance. Möhwalds Ball klatscht an den Pfosten, nach der anschließenden Flanke scheiterte Ishak mit seinem Kopfball an Schuhen.

Tim Leibold trifft

In der 78. Minute dann jedoch die Vorentscheidung. Löwen war gestartet und leitete den Konter ein, schob die Lederkugel schließlich zum mitgelaufenen Tim Leibold und dieser erhöhte problemlos zum 2:0. Am Ende hätte der Sieg noch höher ausfallen können. In der Schlussminute stürmten plötzlich drei Clubberer allein aufs Sandhäuser Tor zu. Die Gastgeber hatten aufgemacht und mussten nun tatenlos zusehen, was die drei Clubstürmer mit ihrem Torhüter anfingen.

Slapstickeinlage zum Spielende

Doch Pustekuchen – die Konzentration war längst weg, die Gedanken schon bei der anschließenden Aufstiegsfeier und so schafften es die drei Clubspieler, die an dieser Stelle nicht namentlich genannt werden wollten, das 3:0 noch zu versemmeln.

Die große Feier

Aber egal: Der Rest des Tages war sowieso alles auf Rausch. In Berlin wurden die Nebeltöpfe gezündet, der Stadtteil Wedding war fest in rot-schwarzer Hand und in Nürnberg wurde die Mannschaft am späten Abend gebührend am Valznerweiher empfangen. Der Aufstieg 2018 ist dem Team nicht mehr zu nehmen. Durch das Unentschieden zwischen Düsseldorf und Kiel kann der Club der Saison jedoch am kommenden Wochenende sogar noch die Krone aufsetzen. Ein Unentschieden gegen die Fortuna reicht und die Zweitliga-Meisterschale bleibt in Nürnberg.

Das große Finale

Wer den FCN in Sandhausen und schon in den letzten Wochen gesehen hat, der weiß: Diese Mannschaft will! Sie wird die Meisterschaft wollen – und ganz bestimmt nicht mit einem Unentschieden gegen Düsseldorf. Seit Anfang März hat das Team nicht mehr verloren. Der späte Gegentreffer in Bielefeld scheint im Nachhinein so etwas wie der endgültige Weckruf in Sachen Aufstieg geworden zu sein. Gegen Düsseldorf kommt es nun zu einem echten Endspiel und der FCN wird einen Teufel tun und die dritte Niederlage der Rückrunde zulassen. Zwei Pleiten reichen – der Rest wird wieder Rausch sein.