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Zweite Bundesliga 2017/2018, 32. Spieltag
Montag, 30.04.2018 – 20.30 Uhr
1.FC Nürnberg – Eintracht Braunschweig 2:0 (1:0)

1:0 (45.) Ondrej Petrak
2:0 (48.) Kevin Möhwald

„Oooh, der FCN steigt wieder auf“ hallte es durch das bestens gefüllte Max-Morlock-Stadion am späten Montagabend. Eintracht Braunschweig wurde mit 2:0 geschlagen und die Stimmung im Achteck war ausgelassen. Die Tür zur Bundesliga steht für den 1.FC Nürnberg nun weit offen. Schon am kommenden Wochenende in Sandhausen hat die Mannschaft von Michael Köllner die Möglichkeit hindurch zu gehen. Nach vier endlos scheinenden Jahren in Liga zwei darf sich Club dann endlich wieder Erstligist nennen. Zumindest, wenn nun nichts mehr dazwischen kommt…

Eines Aufsteigers würdig

Die Art und Weise wie Kapitän Hanno Behrens und seine Mannschaftskameraden die Tür zur Bundesliga an diesem Montagabend aufgestoßen haben, war beeindruckend und eines Aufsteigers in vollem Umfang würdig. Der Gegner aus Braunschweig wurde zeitweise an die Wand gespielt und spätestens Mitte der ersten Halbzeit war die Frage nach der Nürnberger Führung nicht mehr die ob, sondern wann der erste Treffer fallen würde.

Der erste Treffer mit dem Halbzeitpfiff

Die Antwort auf diese Frage gab es dann unmittelbar vor dem Halbzeitpfiff. Nach einem Eckball von Enrico Valentni können die Gäste in der Mitte zunächst klären. Die Abwehr gerät jedoch zu kurz und landet zudem direkt vor den Füßen von Ondrej Petrak. Der Tscheche geht noch ein paar Meter und schlenzt die Lederkugel schließlich aus etwa 18 Metern ins Tor.

Möhwald trifft nach dem Seitenwechsel

Der Jubel war groß – und wurde direkt nach dem Seitenwechsel noch größer. Kevin Möhwald tankte sich halblinks durch den Braunschweiger Strafraum und hatte dabei auch das nötige Quäntchen Glück, als ihm der Ball zunächst versprang und dann doch wieder vor seinen Füßen landete. Am Ende zappelte der Ball zum zweiten Mal im Tornetz der Gäste.

Im Stile einer Spitzenmannschaft

Der Drops war gelutscht, Braunschweig zu harmlos, um den Glubb noch einmal in Gefahr zu bringen. Im Stile einer echten Spitzenmannschaft verwaltete der FCN fortan das Spiel und brachte den Vorsprung ungefährdet über die Zeit.

Rechnereien am Sonntag

Nun sind es also noch zwei Spiele und im Idealfall darf bereits am kommenden Sonntag in Sandhausen gejubelt werden. Die Möglichkeiten, wie es zum großen Aufstiegsjubel kommen kann, sind weit gefächert. Wenn Kiel nicht gewinnt, muss der Club nicht einmal mehr punkten. Gewinnt Kiel bei Fortuna Düsseldorf, weil am Rhein vielleicht unter der Woche ein wenig zu viel gefeiert wurde, muss der Glubb seinerseits ebenfalls gewinnen, um den Aufstieg unter Dach und Fach zu bringen.

Ganz einfach: Sieg = Bundesliga

Am einfachsten bleiben alle Wenns und Abers unbeantwortet, wenn der Glubb am Sonntag in Sandhausen noch einmal eine ähnlich bockstarke Leistung auf den Rasen legt, wie am Montag gegen Braunschweig. Dann nämlich wird der Sieger auch am Sonntag wieder 1.FC Nürnberg heißen und der Aufsteiger aus Kiel kann sich in Düsseldorf alle Beine ausreißen und kommt trotzdem nicht mehr ran. Ein Sieg also noch – und der Glubb ist wieder Erstligist!