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Zweite Bundesliga 2017/2018, 31. Spieltag
Montag, 23.04.2018 – 20.30 Uhr
Holstein Kiel – 1.FC Nürnberg 1:3 (1:2)

0:1 (9.) Georg Margreitter
1:1 (12.) Kingsley Schindler
1:2 (25.) Hanno Behrens
1:3 (51.) Hanno Behrens

Nun sind sie also auf Aufstieg gestellt – die Weichen des 1.FC Nürnberg. Durch das 3:1 beim direkten Verfolger Holstein Kiel steht die Tür Bundesliga für den Club weit offen. In den verbleibenden drei Spielen gegen Braunschweig, in Sandhausen und gegen die Fortuna aus Düsseldorf muss die Mannschaft von Michael Köllner nun im Grunde nur noch durch die geöffnete Tür hindurch.

Keine einfache Aufgabe

Was jedoch nach wenigen, einfachen Schritten klingt, könnte dennoch zum härtesten Stück Arbeit in der laufenden Saison werden. Schließlich ist man ja beim Glubb.

Kiel muss nach Ingolstadt und Düsseldorf

Doch wollen wir den Teufel nicht an die Wand malen. Wer in derart beeindruckender Manier in Kiel gewinnt, wird es schaffen, in den letzten drei Saisonspielen die noch notwendigen vier Punkte zu holen. Zumal diese vier Punkte ja auch nur dann noch nötig sind, wenn die noch Markus Anfang trainierte Mannschaft aus dem hohen Norden gleichzeitig die Maximalausbeute von neun Zählern einfährt. Dass dies nicht einfach wird für Holstein Kiel verrät schon ein Blick auf das Restprogramm. Die nächsten beiden Aufgaben für Kiel heißen Ingolstadt und Düsseldorf – beide auswärts.

Aufstieg schon am Montag möglich

Versucht man die Sache also bei allen Emotionen eher nüchtern zu betrachten, ist am kommenden Wochenende schon eine rauschende Aufstiegsfeier möglich. Gesetzt den nicht unwahrscheinlichen Fall, dass Kiel in Ingolstadt nicht gewinnt, würde ein Sieg des Clubs im Heimspiel gegen Braunschweig bereits den auch rechnerischen Aufstieg bedeuten.

Mann der ersten Minuten: Georg Margreitter

Grundlage dieser Rechenspiele war ein bockstarker Auftritt des Clubs in Kiel. Die Mannschaft wollte und hat dies von der ersten Minute deutlich gezeigt. Mann der ersten Minuten war dabei Georg Margreitter. Der Österreicher erzielte zunächst in der neunten Minute die Nürnberger Führung. Nach einer Freistoß-Flanke von Enrico Valentni war Margreitter mit dem Kopf zur Stelle.

Der schnelle Ausgleich

Zwei Minuten später stand der Innenverteidiger wieder im Blickpunkt. Dieses Mal ließ er im eigenen Strafraum gegen Dominick Drexler das Bein stehen und sorgte so für den Elfmeterpfiff von Schidesrichter Harm Ossmers. Den fälligen Strafstoß verwandelte Kingsley Schindler in der elften Minute.

Erneute Führung noch vor der Pause

Der Glubb ließ sich an diesem Montagabend jedoch nicht beirren und stellte den Vorsprung in Minute 25 wieder her. Dieses Mal war Kapitän Hanno Behrens mit dem Kopf zur Stelle. Valentini hatte erneut einen Freistoß vor das Kieler Tor geflankt.

Der Mann des Abends erhöht auf 3:1

Die Vorentscheidung fiel dann kurz nach dem Seitenwechsel. Tobias Werner hatte es mit einem Schuss versucht, der jedoch abgefälscht wurde und als Bogenlampe im Fünfmeterraum der Gastgeber landete. Während die gesamte Kieler Hintermannschaft jedoch in den Tiefschlaf gefallen schien, reagierte Behrens erneut am schnellsten. Mit dem Kopf erzielte er in der 51. Minute das 3:1.

Die Fortuna jagen

Kiel warf danach alles nach vorne – wirklich zwingend wurden die Angriffsversuche der Gastgeber jedoch nicht mehr. Und so entführte der FCN am Ende hoch verdient drei wichtige Punkte aus Norddeutschland. Trainer Michael Köllner gab nach Spielende dann noch die Devise für die kommenden drei Spiele aus: »Wir wollen Düsseldorf jagen.«