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Zweite Bundesliga 2017/2018, 30. Spieltag
Sonntag, 15.04.2018 – 13.30 Uhr
FC Ingolstadt – 1.FC Nürnberg 1:1 (0:0)

1:0 (50.) Robert Leipertz
1:1 (74.) Adam Zrelak

Am Ende ist man als Clubfan dann wieder genauso unentschieden, wie das Ergebnis. Bringt uns der Punktgewinn in Ingolstadt denn in Sachen Aufstieg nun weiter oder ist der verpasste Sieg wieder ein Rückschritt? Eine Antwort auf diese Frage wird es leider erst am 13. Mai 2018 um spätestens halb sechs Uhr geben. Dann nämlich, wenn die Abschlusstabelle der laufenden Zweitligasaison feststeht und  der Club entweder oberhalb oder unterhalb der Linie steht.

Losgelegt wie die Feuerwehr

Begonnen hat der FCN an diesem Sonntag in Ingolstadt, als würde in der Audi-Arena ein echtes Endspiel auf dem Plan stehen. Der Spielplan der DFL hat hier sicherlich ihr Übriges getan. Verfolger Holstein Kiel hatte am Samstag mit einem 4:0 in Dresden ordentlich vorgelegt. Der Abstand zwischen den Nordlichtern auf Platz drei und dem Glubb war ein mickriges Pünktchen geschrumpft. Die Mannschaft von Michael Köllner stand in Ingolstadt also unter einem gewissen Zugzwang.

Bredlow verhindert den Rückstand

Nach den ersten beiden Aufregern, bei denen Georg Margreitter, Ewerton und Kevin Möhwald innerhalb von 120 Sekunden nur knapp die Führung verpassten, gab der FCN das Heft des Handelns jedoch mit zunehmender Spieldauer mehr und mehr aus der Hand. Nach einer Viertelstunde die erste Großchance für Ingolstadt. Stefan Kutschke scheiterte aus kurzer Distanz jedoch an den Reflexen von Fabian Bredlow.

Nach der Pause

Da der Club ansonsten in der Abwehr sicher stand, verflachte das Niveau der Partie bis zur Pause zusehends. Nach dem Seitenwechsel waren es dann zunächst wieder die Gäste, die aktiv wurden. Mikael Ishak vergab nach Möhwald-Hereingabe in der 48. Minute denkbar knapp.

Ingolstadt geht in Führung

Zwei Minuten später folgte die Führung für die Gastgeber. Der Treffer von Stefan Leipertz wurde begünstigt durch zwei Nürnberger Verteidiger, die sich beim Abwehrversuch gegenseitig umrannten. Wie vor Wochenfrist gegen Heidenheim hoffte man als Clubfan nun natürlich auf ein kurzes Durchschütteln und eine schnelle Antwort. Und wie schon in der vergangenen Woche muss man sagen: Es wäre möglich gewesen, wenn der Schiedsrichter seinen Job anständig gemacht hätte.

Wieder ein Elfer verweigert

In der 55. Minute spielt Christian Träsch den Ball im eigenen Strafraum eindeutig mit der Hand. Es hätte Elfmeter für den Glubb geben müssen. Der Pfiff blieb jedoch aus. Da auch Möhwald mit seinem Kopfball nach einer Ecke noch in der selben Minute erneut an FCI-Keeper Oerjan Haskjold Nyland scheiterte, blieb es zunächst bei der knappen Führung.

Endlich der Ausgleich

In der 63. und 64. Minute hätte Ingolstadt dann durchaus auf 2:0 erhöhen können. Erneut zeigte sich Bredlow jedoch stark in der Reaktion und verhinderte den Super-GAU. Auf der anderen Seite bewies Clubcoach Köllner ein gute Händchen. Er wechselte Tobias Werne und Adam Zrelak ein – und die Beiden waren in der 74. Minute wesentlich am Ausgleich beteiligt. Nach einer Ecke sprang der Ball vor den Fuß von Zrelak, der die Lederkugel unhaltbar im Winkel des Ingolstädter Tors unterbrachte.

Ein Unentschieden, das beiden Teams wenig hilft

Zehn Minuten vor dem Ende hatte Ex-Glubberer Almog Cohen noch eine gute Chance, doch noch auf Sieg für die Gastgeber zu stellen. Sein Kopfball (!!!) nach einem Eckball flog jedoch wenige Zentimeter am Nürnberger Gehäuse vorbei. Und so blieb es eben bei einem Unentschieden, dass keinem der beiden Teams so richtig weiterhilft. Ingolstadt bleibt mit 42 Punkten irgendwo im kleinen Niemandsland zwischen Platz drei und Abstiegskampf hängen.

Tabellenführung verpasst

Der Club hat es an diesem Sonntag verpasst, einen großen Schritt in Richtung Aufstieg zu machen, obwohl dieser durchaus möglich gewesen wäre. Da die Fortuna aus Düsseldorf in Heidenheim die dritte Niederlage in Folge hinnehmen musste, wäre für den FCN an diesem Sonntag unverhofft sogar die Tabellenführung möglich gewesen. Dazu hätte jedoch ein Sieg her gemusst.

Zwei Punkte nach oben und nach unten

So steht der FCN nun leicht gepolstert genau in der Mitte. Zwei Punkte Rückstand auf Düsseldorf, zwei Punkte Vorsprung auf Kiel. Zumindest was die Situation zum Verfolger aus Norddeutschland angeht, war man beim FCN auch nach den Spieltagen 27 und 28 bereits so weit. Und niemand wird beim Club etwas dagegen haben, wenn es auch nach Spieltag 34 noch zwei Punkte Vorsprung auf Rang drei sind.

Big Point in Kiel möglich

Bis es so weit ist, wird es noch ein paar weiterer Schritte bedürfen. Gerne darf da neben den notwendigen, kleinen Schritten auch mal wieder der ein oder andere große Schritt dabei sein. Nächste Gelegenheit ist bereits am Montag in einer Woche, wenn es für den FCN nach Kiel geht. Mit einem Auswärtssieg könnte man den Vorsprung auf Platz drei auf fünf Punkte schrauben – bei dann noch ausstehenden drei Spielen. Rechenspiele, die darauf hinauslaufen, dass man bereits mit zwei Siegen und einem Unentschieden aus den verbleibenden Spielen den Aufstieg schaffen kann. Vorausgesetzt, man gewinnt die richtigen Spiele.

Immer vorwärts

Viel einfacher als nervenaufreibende Rechenspiele sind jedoch ganz einfach Siege. Und wenn es zum Sieg – wie an diesem Sonntag in Ingolstadt – nicht reicht, macht man eben zumindest den kleinen Schritt. Wichtig ist, dass Stillstand oder Rückschritte vermieden werden.