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Zweite Bundesliga 2017/2018, 19. Spieltag
Dienstag, 23.01.2018 – 20.30 Uhr
1.FC Nürnberg – Jahn Regensburg 2:2 (1:2)

0:1 (6.) Mark Lais
1:1 (10.) Hanno Behrens
1:2 (28.) Marco Grüttner
2:2 (49.) Edgar Salli

Das haben wir alle uns dann doch etwas anders vorgestellt. Ein Heimspiel gegen Jahn Regensburg sollte doch eigentlich gewonnen werden, wenn man das Ziel Aufstieg hat. Stattdessen rennt der 1.FC Nürnberg zwei Mal einem Rückstand hinterher und muss sich am Ende mit einem Punkt begnügen. Auch, wenn es nach nur einem Spiel natürlich reichlich früh ist, doch die Probleme im eigenen Stadion scheinen den Club auch ins Jahr 2018 zu verfolgen.

Frühe Führung der Gäste

Keine sechs Minuten waren nach Ende der Winterpause gespielt, da lag der FCN mit 0:1 hinten. Hanno Behrens verliert im Mittelfeld den Ball, Albion Vrenezi schaltet schnell um und passt vor dem Strafraum quer auf Mark Lais. Dieser fackelt nicht lange, sondern schlenzt den Ball aus rund 18 Metern unhaltbar in lange Eck des Nürnberger Toren. Das haben wir alle uns dann doch etwas anders vorgestellt.

Schneller Ausgleich

Wichtig für den Club: Er zeigt Nehmer-Qualitäten und gleicht nur vier Minuten später schon wieder aus. Über eine Flanke von Neuzugang Marvin Stefaniak, mehrere parierte Schussversuche im Zentrum und eine unglückliche Abwehr von Jahn-Keeper Philipp Pentke, landete der Ball schließlich direkt vor den Füßen von Hanno Behrens, der in der zehnten Minute nur noch das halbleere Tor treffen muss.

Und wieder führen die Gäste

Die Ergebnisuhr war also wieder auf Null gestellt, doch obwohl sich der FCN in der Folgezeit ein spielerisches und optisches Übergewicht erkämpfte, fiel der nächste Treffer wieder auf der andere Seite. Erneut war Vrenezi der Vorbereiter. In der 28. Minute spielte er sich auf der rechten Seite durch, flankte und fand in der Mitte mit Marco Grüttner einen dankbaren Abnehmer. Der Stürmer kam unbedrängt zum Kopfball und nickt aus kurzer Distanz ein. FCN-Keeper Fabian Bredlow hatte zu diesem Zeitpunkt noch nicht einen Ball abwehren dürfen, holte die Lederkugel aber schon zum zweiten Mal aus dem Netzt. Das haben wir alle uns dann doch etwas anders vorgestellt.

Mit Hängen und Würgen in die Pause

In der Viertelstunde vor der Pause zeigte sich der FCN dann deutlich angeknockt und hatte in mehreren Situationen Glück, nicht mit 1:3 in Rückstand zu geraten. Die Männer von Trainer Michael Köllner sehnten sich sichtlich nach dem Halbzeitpfiff und atmeten deutlich auf, als dieser endlich ertönte und weiter nichts Schlimmes passiert war.

Schnelle Antwort nach dem Seitenwechsel

Direkt nach dem Seitenwechsel war es dann endlich soweit: Edgar Salli trifft! Und das sogar mit dem Kopf! Vorausgegangen war in der 49. Minute ein sehenswerter Angriff über Kevin Möhwald und Stefaniak, die mit einem Doppelpass die Regensburger Deckung aushebelten. Möhwald schlenzte den Ball schließlich mit dem Außenrist direkt in den Lauf von Salli, der nur noch den Kopf hinhalten muss.

Kein Doppelpack für Salli

Nach ziemlich genau einer Stunde hatte Salli dann sogar die Chance auf einen Doppelpack, doch nach einem feinen Zuspiel von Mikael Ishak zeigte sich der Kameruner wieder so, wie wir ihn alle kannten und kennen und scheiterte im Eins gegen Eins an Jahn-Schlussmann Pentke.

Schwache Schlußphase

Was zu diesem Zeitpunkt noch niemand ahnte: Es sollte die letzte gute Möglichkeit für den 1.FC Nürnberg bleiben. Die Gäste aus der Oberpfalz brachten ihrerseits jedoch auch nur noch wenig zustande und so blieb es beim Unentschieden. Das haben wir alle uns dann doch etwas anders vorgestellt. Denn auch, wenn vor dem Spiel vor einer aggressiven Regensburger Mannschaft gewarnt wurde – oder gerade, weil eben gewarnt wurde – muss so ein Spiel gewonnen werden.

Alle nur Unentschieden

Mit Sicherheit ist das inzwischen ein Jammern auf hohem Niveau, doch so ist das Leben: Steigen die Ziele, steigen die Ansprüche. Am Ende mag man nun wieder sagen: Es ist ja nicht viel passiert. Kiel, Ingolstadt und Union haben ja auch nur Unentschieden gespielt. Nun, Fortuna Düsseldorf wird uns diesen Gefallen am heutigen Mittwochabend nicht machen. Zudem wäre ein Dreier gegen Regensburg die bessere Antwort auf die Unentschieden der anderen Konkurrenten gewesen. So muss man unter dem Strich zu der nüchternen Analyse kommen: Chance vertan.