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DFB-Pokal 2017/2018, Achtelfinale
Dienstag, 19.12.2017 – 20.45 Uhr
1.FC Nürnberg – VfL Wolfsburg 0:2 (0:0,0:0) n.V.

0:1 (96.) Felix Uduokhai
0:2 (118.) Daniel Didavi

Im letzten des Spiels des Jahres hat der 1.FC Nürnberg es verpasst, sich selbst zu belohnen. Gegen die Millionentruppe aus der Autostadt hat es trotz guter Chancen nach Verlängerung nicht ganz gereicht.

Mutiger Auftritt in den ersten Minuten

Mutig wollten sie auftreten gegen den Bundesligisten. Mutig sind sie aufgetreten. Der Glubb leistete dem VfL Wolfsburg am Dienstagabend einen echten Pokalfight. Dass die Gäste-Mannschaft auf dem Papier den Transferwert des FCN um ein Vielfaches übersteigt, war über weite Strecken nicht zu merken. Die Mannschaft von Michael Köllner setzte bereits nach drei Minuten ein erstes Ausrufezeichen. Enrico Valentini prüfte VfL-Keeper Max Grün, der kurzfristig für den verletzten Stammkeeper Koen Casteels zwischen den Pfosten stand.

Großchance für Kevin Möhwald

Über weite Strecken der ersten Halbzeit war der Glubb das aktivere Team und hätte in der 31. Minute gut und gerne in Führung gehen können. Hanno Behrens gab die Vorlage, doch Kevin Möhwald scheiterte aus fünf Metern. Zuvor hatten Patrick Erras und Eduard Löwen mit Distanzschüssen bereits angedeutet, dass es langsam Ernst wird. Kurz vor Pause kam Wolfsburg in der 41. Minute noch zu einer guten Gelegenheit, doch Fabian Bredlow verkürzte gegen Landry Dimata geschickt den Winkel.

Nur Zentimeter fehlen

Auch im zweiten Durchgang blieb der Club das Team mit den besseren Möglichkeiten. In der 56. Minute fehlten zur Führung des FCN nur wenige Zentimeter. Tim Leibolds Chance wurde jedoch von Grün pariert. Der Abpraller fiel Behrens vor die Füße und von dort schien der Ball bereits unaufhaltsam in Richtung VfL-Tor unterwegs. Kurz vor der Linie konnte Marcel Tisserand dann doch noch klären. Gute Chancen durch Edgar Salli (60.) und Mikael Ishak (61.) wurden von VfL-Keeper Grün vereitelt.

Es geht in die Verlängerung

Gegen Ende des Spiels wurden die Beine beim Glubb schwerer. Divock Origi hatte mit einem Pfostenknaller in der 79. Minute noch einmal für ein „Hallowach“ der Gäste gesorgt, doch weil der FCN auch in der späten Phase des Spiels seine Chancen durch Salli (87.) und Tobias Werner (90.) nicht nutzte, ging es torlos in die Verlängerung.

Chancen auf beiden Seiten

Diese eröffneten die Gastgeber zwar mit einer Doppelchance durch Behrens und Ewerton in der 94. Minute, doch das Tor fiel am Ende auf der anderen Seite. Nach einer Flanke des eingewechselten Daniel Didavi verlängerte Josuha Guilavogui in die Mitte, wo Felix Uduokhai in einem wilden Gestocher im Fünfmeterraum die Übersicht behielt und schließlich in der 96. Minute den entscheidenden Stoß setzte.

Der Akku ist leer

Der Mannschaft von Michael Köllner merkte man nun deutlich an, dass die Akkus leer waren und die Kraft fehlte. Die Gäste aus Wolfsburg verwalteten nun das Ergebnis und kamen durch Didavi zwei Minuten vor Schluss noch zum zweiten Treffer.

Volle Konzentration dem Aufstieg

Der 1.FC Nürnberg kann sich somit im neuen Jahr voll und ganz auf das Aufstiegsrennen in Liga zwei konzentrieren. Dass man zumindest über 90 Minuten mit einem höherklassigen Verein mithalten kann, hat die Mannschaft am Dienstagabend bewiesen – zumal bei einem Aufstieg mit Sicherheit noch die ein oder andere Verstärkung an die Noris kommen würde.

Ordentliche Pokalsaison

Und wenn jemand fragt, wie weit man in der laufenden Saison im DFB-Pokal gekommen ist, kann man immerhin sagen: Auf alle Fälle weiter als die Dosen aus Leipzig und genauso weit wie Borussia Dortmund. Klingt doch gut, oder? In diesem Sinne: Frohes Fest und auf ein gutes Aufstiegsjahr 2018.