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Zweite Bundesliga 2017/2018, 16. Spieltag
Samstag, 02.12.2017 – 13.00 Uhr
1.FC Nürnberg – SV Sandhausen 1:0 (0:0)

1:0 (68.) Tim Leibold

Mit einem Arbeitssieg, der zu einem echten Geduldsspiel wurde, fuhr der 1.FC Nürnberg am Samstag drei Punkte gegen den SV Sandhausen ein und konnte den Rückstand auf die Tabellenspitze dadurch verkürzen. Durch das Unentschieden im Spitzenspiel zwischen Kiel und Düsseldorf sind es nunmehr nur noch drei Zähler bis Platz eins.

Geduld war gefragt

Bevor es alles so weit war, war jedoch jede Menge Geduld gefragt. Die Gäste aus Sandhausen begannen zwar forsch und hofften offensichtlich auf einen frühen Glückstreffer, rührten dann jedoch den erwarteten Beton an – und brachten den Glubb prompt in Schwierigkeiten. Die Gäste störten das Team von Michael Köllner früh im Spielaufbau und ließen damit einen solchen nur sehr begrenzt zu. Die Folge: Ein wenig ansehnliches Spiel mit wenig Strafraumszenen und entsprechender Flaute in Sachen Torchancen.

Salli und dann lange nichts

Edgar Salli hätte zwar mit etwas mehr Glück schon in der achten Minute per Kopfball treffen können, doch danach kam bis kurz vor der Pause reichlich wenig. Ewerton scheiterte in der 38. Minute gleich zwei Mal per Kopf nach Standardsituationen an SVS-Keeper Marcel Schuhen und auch als Tim Leibold in der Nachspielzeit der ersten Hälfte vom Strafraumrand abzog, war der Schlussmann der Gäste zur Stelle.

Gute Chancen nach der Pause

Nach dem Seitenwechsel entwickelte der Glubb dann sehr viel mehr Zug zum Tor. Hanno Behrens hatte die erste gute Gelegenheit in der 49. Minute, scheiterte jedoch aus kurzer Distanz an Schuhen. Zwei Minuten später machte Salli im Grunde alles richtig, als er völlig frei vor dem Sandhäuser Tor zum Abschluss kam – allein, er hielt seinen rechten Fuß nicht ganz im richtigen Winkel, so dass die Lederkugel am Tor vorbei flog.

Ishak bläst zum Sturm

Es folgte eine kurze Phase des Luftholens, ehe Mikael Ishak in der 67. Minute wieder zum Angriff blies. Der Schwede nahm den Ball mit dem Rücken zum Tor an, drehte sich blitzschnell, scheiterte jedoch wie seine Kollegen am glänzend aufgelegten Schuhen. Eine Minute später war dann allerdings auch Schuhen machtlos. Leibold hatte in der 68. Minute einen Konter der Sandhäuser in der eigenen Hälfte abgefangen und seinerseits einen Konter eingeleitet. Kurz vor dem Strafraum dann der Doppelpass zwischen Leibold und Ishak und schon konnte der Linksverteidiger ungehindert ins lange Eck einschieben.

Der Drops war schnell gelutscht

Und so seltsam es nun klingen mag, aber mit dem einen Tor rund zwanzig Minuten vor dem Abpfiff war der Drops im Max-Morlock-Stadion gelutscht. Der FCN verwaltete das Ergebnis, den Gästen fiel nichts mehr ein und so fuhren die Sandhäuser ohne Punkte und ohne eine einzige Torchance in Halbzeit zwei wieder nach Hause. Der Glubb hat sich indes durch den Heimsieg ein echtes Spitzenspiel gegen Fortuna Düsseldorf erarbeitet.

Spitzenspiel in Düsseldorf

Denn auch, wenn die Rheinländer seit nunmehr fünf Spielen nicht mehr gewonnen haben und in einer kleinen Ergebniskrise stecken, wird niemand den Fehler begehen und die Mannschaft von Friedhelm Funkel unterschätzen. Wer ein Guduldsspiel wie gegen Sandhausen am Ende jedoch routiniert nach Hause fährt, darf durchaus mit Selbstvertrauen nach Düsseldorf fahren. Immerhin könnte man durch einen Auswärtssieg zum Abschluss der Hinrunde auf einen direkten Aufstiegsplatz springen. Bei optimalem Verlauf (Kiel verliert hoch in Braunschweig, Union gewinnt in Bochum und gegen Dresden nicht zu hoch) wäre sogar die Tabellenführung – und damit die Herbstmeisterschaft – möglich.

Die Spreu trennt sich vom Weizen

Einen zählbaren Wert hätte das freilich nicht, doch dem Selbstbewusstsein würde es mit Sicherheit auch nicht schaden. Die zweite Liga startet kurz vor Weihnachten in eine vorentscheidende Phase. Nachdem die Spielzeit bisher davon geprägt war, dass jeder Jeden schlagen konnte, trennt sich nun nach und nach die Spreu vom Weizen – sowohl ganz oben, als auch ganz unten in der Tabelle. Umso länger der FCN nun oben mit den Ton angibt, desto wahrscheinlicher wird es, dass das gute Level des eigenen Selbstvertrauens bis zum Ende der Saison gehalten werden kann.

Saufen bis Salli trifft

Und damit das Selbstvertrauen auch bei Edgar Salli unerschütterlich wird, wünschen wir dem Mann aus Kamerun nun zum dritten Advent vor allem eins: Dass er endlich mal trifft. Und dass bei ihm dann ähnlich der Knoten aufgeht wie bei unserem Schwedenstürmer. Und weil das nächste Clubspiel am Montag (11.12.) in Düsseldorf noch mehr als eine Woche auf sich warten lässt, verfahren wir nun einfach mal wie unsere Schalker Freunde bei Herrn di Santo. Dort hat »Saufen bis di Santo trifft« schließlich auch geholfen. Wir rufen daher nun dazu auf: Saufen bis Salli trifft. #SaufenbisSallitrifft Los, alle mitmachen! Verbreitet den Hashtag, bis er bei der Mannschaft ankommt und ihr zeigt: Wir stehen hinter jedem Einzelnen von Euch, auch wenn er das Tor nicht trifft.