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Zweite Bundesliga 2017/2018, 15. Spieltag
Samstag, 25.11.2017 – 13.00 Uhr
Eintracht Braunschweig – 1.FC Nürnberg 2:3 (1:1)

0:1 (36.) Hanno Behrens
1:1 (38.) Salim Khelifi
2:1 (64.) Suleiman Abdullahi
2:2 (68.) Mikael Ishak
2:3 (83.) Mikael Ishak

Sie wollten den Sieg, sie haben den Sieg bekommen. Mit starker Willenskraft hat sich der FCN am Samstag zum historischen Auswärtsdreier in Braunschweig gekämpft und sich in der Tabelle damit wieder unter die Top Drei geschoben. Nach zuletzt drei Spielen ohne Sieg ist man damit in die Erfolgsspur zurückgekehrt und hat gleichzeitig mehrfach Historisches geleistet.

Historisches in Braunschweig

So war der Sieg bei Eintracht Braunschweig nicht nur der erste Auswärtsdreier in einem Pflichtspiel in der Löwenstadt seit 1968, sondern gleichzeitig das Spiel mit dem 1000. Tor des Clubs im deutschen Fußball-Unterhaus. Mikael Ishak erzielte den runden Treffer mit seinem ersten Tor in der 68. Minute. Mit seinem Siegtreffer in der 83. Minute übernahm der Schwede durch Saisontor elf dann auch noch die Spitze in der Torjägerliste der zweiten Liga. Die Tatsache, dass unter den Top neun der Zweitligatorjäger drei Clubberer stehen (neben Ishak noch Hanno Behrens und Cedric Teuchert mit je sechs Treffern) zeigt, wo der FCN der Saison 2017/2018 seine Stärken hat.

Früher Jubel als Aufwärmübung

Vor den Jubel hat der liebe Herrgott bekanntlich jedoch die Arbeit gesetzt und davon mussten die Clubspieler an diesem Samstag auf dem durch Regen durchnässten Geläuf jede Menge verrichten. Zwar durfte man auf Gästeseite schon nach zwei Minuten das erste Mal jubeln – doch durch den Abseitspfiff von Schiedsrichter Sören Storks verkam der Jubel nach dem Treffer von Edgar Salli zur reinen Aufwärmübung späterer Jubelorgien.

Hanno Behrens trifft zur Führung

In den ersten dreißig Minuten indes bestimmte der Club das Geschehen in Braunschweig fast nach Belieben, ohne daraus groß Kapital schlagen zu können. Erst als man einen Gang zurückschaltete und auch die Hausherren ein wenig besser ins Spiel kamen, sorgte ein Eckball für die Führung. Enrico Valentini brachte die Ecke herein, Behrens stand in der 36. Minute genau richtig und nickte zum 1:0 ein.

Postwendend der Ausgleich

Ganze 97 Sekunden später war das gute Gefühl jedoch schon wieder dahin. Jan Hochscheidt war in der 38. Minute auf der linken Seite durchgestartet und fand in der Mitte einen völlig freistehenden Salim Khelifi. Und auch wenn der Abschluss des Schweizer alles andere als platziert war, ging es schließlich mit einem 1:1 in die Pause.

Braunschweig geht in Führung

Nach dem Seitenwechsel kam wieder der Club besser aus den Kabinen. Kevin Möhwald und Eduard Löwen hatten gute Möglichkeiten zur Führung, scheiterten jedoch. Braunschweig hingegen brauchte ein paar Minuten, um sich ins Spiel zu kämpfen, tat dies dann jedoch umso effektiver. Zwar konnte Georg Margreiter eine Eintracht-Führung in der 59. Minute gerade so noch verhindern, doch nach 64 Minuten jubelten die Hausherren dann doch. Onel Hernandez legte auf Suleiman Abdullahi ab, der schließlich aus kurzer Distanz direkt in den Winkel traf.

Der Club schlägt zurück

Dieses Mal war es die Mannschaft von Michael Köllner, die sich nur kurz berappeln musste, ehe sie zurückschlug. Der Trainer bewies in diesem Falle ein glückliches Händchen, hatte er nach dem Rückstand doch Tobias Werner für Lucas Hufnagel eingewechselt. Und eben Werner bereitete nun in der 69. Minute über links den Ausgleich durch Ishak vor.

Siegtreffer durch Ishak

Die Gäste blieben nach dem 2:2 das spielbestimmende Team und belohnten sich schließlich in der 83. Minute. Und wieder hatte Trainer Köllner seinen Anteil. In der 73. Minute hatte er Ondrej Petrak für Patrick Kammerbauer gebracht und der Tscheche schlug sieben Minuten vor Schluss die entscheidende Flanke von der rechten Seite. Ishak hielt in der Mitte den Kopf hin und überwand Braunschweigs Keeper Jasmin Fejzic mit einer Bogenlampe ins lange Eck.

Ein ganzer Bus aus Berlin

Die Gastgeber hatten dem dritten Nürnberger Treffer in der Schlussphase nichts mehr entgegen zu setzen und so durfte der FCN das erste Mal seit fast fünfzig Jahren wieder über einen Sieg in Braunschweig jubeln. Wahrscheinlich ist es ein wenig vermessen, an dieser Stelle zu behaupten, dass auch die Clubberer 04 Berlin ihren Anteil daran hatten – war man doch lautstark und in voller Busstärke aus der Hauptstadt angereist. Auf einer Fanclub-Homepage darf diese Bemerkung jedoch nicht fehlen und Tage, an denen am Ende allen ihren Spaß hatten, muss man bekanntlich beim Club ja feiern, wie sie fallen.

Die Chance auf ein Spitzenspiel

Unter dem Strich hat der FCN bewiesen, dass er sich auch von ergebnisschwachen Spielen wie zuletzt gegen Ingolstadt und Kiel nicht aus dem Konzept bringen lässt. Die Mannschaft glaubt inzwischen an die eigene Stärke und auch, wenn es hier und dort mit der Umsetzung etwas hapert, steht man nicht durch Zufall nach 15 Spieltagen auf Platz drei der Tabelle. Im Heimspiel gegen Sandhausen am kommenden Samstag kann man nun nachlegen und sich durch einen Heimsieg ein echtes Spitzenspiel zum Abschluss der Hinrunde in Düsseldorf erarbeiten.