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Sein Name ist verbunden mit einer der dunkelsten Stunden des 1.FC Nürnberg in der jüngsten Vergangenheit, saß er doch 1999 als verantwortlicher Trainer auf der Bank. Nach dem 33. Spieltag hatte man an der Noris damals Platz zwölf inne und drei Punkte und fünf Tore Vorsprung auf Eintracht Frankfurt auf Platz 16. Mit dem Heimspiel gegen den SC Freiburg, der zwei Plätze hinter dem FCN auf Platz 14 stand, hatte man zudem eine lösbare Aufgabe vor sich.

Doch es kam natürlich, wie es nur beim Glubb kommen konnte: Die Mannschaft von Friedel Rausch verlor zu Hause gegen Freiburg mit 1:2, der heutige Bremer Sportchef Frank Baumann vergab zudem eine Großchance kurz vor Schluss und Eintracht Frankfurt gewann als Tabellensechzehnter gegen den damals noch amtierenden deutschen Meister 1.FC Kaiserslautern mit 5:1. Weil Hansa Rostock gleichzeitig noch mit 3:2 beim bereits abgestiegenen VfL Bochum gewann, hieß der dritte Absteiger nach 90 dramatischen Minuten damals: 1.FC Nürnberg.

In seiner Laufbahn als Trainer war dies mit Sicherheit eine der schwärzesten Stunden, denn ansonsten hatte Friedel Rausch durchaus auch Erfolge zu verbuchen. Mit dem 1.FC Kaiserslautern war er fünf Jahre zuvor immerhin deutscher Vize-Meister geworden und den schweizerischen FC Luzern hatte er 1989 zu seiner bis heute einzigen nationalen Meisterschaft geführt.

Ironie der Geschichte: Nach dem Abstieg mit dem 1.FC Nürnberg und seiner darauf folgenden Entlassung übernahm Friedel Rausch im Jahr 2000 das Amt des Managers bei Eintracht Frankfurt und konnte in seiner neuen Funktion auch bei den Hessen den Abstieg im Jahr darauf nicht verhindern.

Friedel Rausch, der schon länger mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen hatte, starb am 18. November 2017 in seiner Wahlheimat Schweiz im Alter von 77 Jahren an einem Herzstillstand.