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Zweite Bundesliga 2017/2018, 12. Spieltag
Sonntag, 29.10.2017 – 13.30 Uhr
1.FC Heidenheim  – 1.FC Nürnberg 1:0 (0:0)

1:0 (67.) Robert Glatzel

Das war dann mal ein deutlicher Satz mit X. Ein eindeutiges Nix, was der Club am Sonntag in Heidenheim anbot. Eine Standardsituation reichte den in der Liga zuletzt fünf Mal sieglosen Hausherren, um gegen das Team von Michael Köllner am Ende als Sieger vom Platz zu gehen.

Chancen-Feuerwerk der Gastgeber

Die Gäste verbuchten in der 17. Minute durch Mikael Ishak zwar die erste Chance des Spiels, ließen danach jedoch über weite Strecken jede Torgefährlichkeit vermissen. Ganz anders: Heidenheim. Die Schwaben erspielten sich in Durchgang eins ein deutliches Chancenplus. Zunächst leistete sich Patrick Erras in der 25. Minute einen Bock im Mittelfeld und brachte so Robert Glatzel ins Spiel. Dessen Schuss landete jedoch am Außennetz. Zwei Minuten später war Thorsten Kirschbaum in höchster Not mit Fuß zur Stelle als Sebastian Griesbeck nach einem Freistoß völlig allein vor dem Clubtor auftauchte. Und wieder nur zwei Minuten später klatscht ein Freistoß von Marc Schnatterer an die Latte des FCN-Gehäuses.

Riesenchance durch Schnatterer

Jener Schnatterer hatte auch kurz vor der Pause die große Gelegenheit zur Führung auf dem Fuß. Dieses Mal leistete sich der sonst zu zuverlässige Ewerton in der Nürnberger Hintermannschaft den Bock. Sein Pass landete beim Gegner, Heidenheim war plötzlich in Überzahl vor dem Gästetor und Glatzel bediente Schnatterer genau im richtigen Moment. Der Kapitän der Gastgeber zog den Ball jedoch aus kurzer Distanz weit über das Nürnberger Tor, so dass es torlos in die Kabinen ging.

Auch nach der Pause ohne Ideen

Wer beim FCN auf Besserung in der zweiten Hälfte gehofft hatte, sah sich leider schnell enttäuscht. Kevin Möhwald bezeichnete den Tag in einem Interview nach dem Spiel als gebraucht. Er war nicht nur das. Der Tag war vor allem uninspiriert. Dem Club fehlte auf dem Weg in Richtung Heidenheimer Tor jede Idee und Kreativität. Da auf der anderen Seite leider auch die Deckung nicht sonderlich sicher stand, kam es in der 67. Minute zu oben schon angesprochener Standardsituation, in deren Anschluss der einzige Treffer des Tages folgte.

Nach einer Ecke misslang die Kopfballabwehr von Erras, die durch Kolja Pusch postwendend zurück in den Gefahrenbereich kam. Am langen Pfosten stand Griesbeck völlig frei, leitete den Ball per Kopf zu Glatzel weiter und dieser musste nur noch einschieben.

Zwei Chancen zum Ausgleich

Erst nach dem Rückstand schien den in rot-schwarz gekleideten Clubberern zu dämmern, was die Stunde schlägt. Leider war es nun zu spät. Bis zum Strafraum sah das nun mitunter zwar recht ambitioniert aus, doch der letzte Druck, der die Heidenheimer in Verlegenheit gebracht hätte, blieb aus. Mikael Ishak (77.) und Kevin Möhwald (80.) zwangen Heidenheims Keeper Kevin Müller zwar noch einmal zu Paraden, doch das wirkliche Gefühl, dass es noch zum Ausgleich reichen könnte, stellte sich nicht ein.

Drei Siege, eine Niederlage

Der Glubb bleibt damit in seinem Rhythmus der letzten Monate. Auf drei Siege folgt eine Niederlage. Und ich wiederhole an dieser Stelle bewusst und gerne meine Worte von vor vier Wochen: Bleibt es bei diesem Rhythmus, spielt der FCN in der kommenden Saison wieder in der Bundesliga. Nach 34 Spielen wären man dann nämlich bei 26 Siegen und entsprechend bei 78 Punkten. Diese Punktausbeute hat bisher noch jedesmal zum Aufstieg gereicht.

Der Rechenschieber

Einziger Haken bei der Rechnung: Die ersten Spiele der Saison. Gegen Union hätte es nach zwei Siegen zum Auftakt ebenfalls einen Sieg (und kein Unentschieden) geben müssen. In diesem Fall wäre die Niederlage in Aue dann genau im Soll gewesen. Und die direkt anschließende Nullnummer gegen St. Pauli passt in diesen Rhythmus auch nicht rein – egal, wie man es dreht und wendet.

Pokal bringt keine Punkte

Hinzu kommt, dass der Sieg vom Mittwoch unter »Weiterkommen im DFB-Pokal« verbucht werden muss und entsprechend keine Punkte brachte. Der FCN liegt also in Sachen Aufstieg nach der Pleite in Heidenheim leicht unter Soll. Laut Drei-Siege-eine Niederlage-Plan müsste der FCN nach 12 Spielen bei neun Siegen und drei Pleiten stehen.

Nächste Serie starten

In dieser zweiten Bundesliga, in der weiterhin jeder jeden schlagen kann, spielt dieses Soll jedoch nur eine untergeordnete Rolle. Viel wichtiger ist ganz einfach, dass jetzt vielleicht einfach mal vier Siege in Folge anstehen. Fangen wir gegen Ingolstadt einfach mit der Serie an…