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Zweite Bundesliga 2017/2018, 8. Spieltag
Sonntag, 24.09.2017 – 13.30 Uhr
SpVgg Greuther F**** – 1.FC Nürnberg 1:3 (0:1)

0:1 (9.) Mikael Ishak
0:2 (58.) Cedric Teuchert
1:2 (79.) Jurgen Gjasula
1:3 (90.) Hanno Behrens

Ordentlich voll war es am Sonntag im Berliner Max und Marek. Am Ende war es eine Bude voller Derbysieger, die noch dazu den dritten Clubsieg in Folge bejubeln durften. Denn ja: Wir haben die perfekte englische Woche! Der Club gewinnt neun Punkte aus drei Spielen innerhalb einer guten Woche und rückt damit auf Platz zwei der Tabelle vor.

Lange her

Fast vierzig Jahre war es her, dass der FCN in Liga zwei als Sieger aus der Westvorstadt nach Hause zurückgekehrt ist. Am Tag der traurigen Bundestagswahl war es wieder soweit. Hießen die Siegtorschützen im Oktober 1979 noch Norbert Schlegel, Herbert Heidenreich, Klaus Täuber und Reinhold Hintermaier zum damaligen 4:1, waren es am Sonntag Mikael Ishak, Cedric Teuchert und Hanno Behrens, die für einen nur selten gefährdeten 3:1-Sieg im Ronhof sorgten.

Stürmischer Beginn

Schon nach vier Minuten hätte es im Tor der Gastgeber erstmals klingeln können. Der Schuss von Eduard Löwen aus der zweiten Reihe klatschte jedoch an den Pfosten. Besser machte es Ishak in der neunten Minute. Es gab einen Konter über die rechte Seite, Teuchert passt in die Mitte, Ishak geht ein paar Meter und schiebt den Ball schließlich durch die Beine des herausstürmenden Balasz Megyeri zur 1:0-Führung ins Tornetz.

Nach der Pause

Erst nach dem Seitenwechsel kam es zu weiteren Highlights in einem Spiel, dass der Glubb sonst über weite Strecken im Griff hatte. Julian Green vergab die einzig wirklich große Chance der Gastgeber in Minute 47. Nach einem Konter tauchte der Deutsch-Amerikaner völlig allein vor Fabian Bredlow auf, scheiterte jedoch am Fuß des im richtigen Moment herausstürmenden Keepers.

Wenig später klingelte es dafür erneut auf der anderen Seite im Tor. Behrens schickte Teuchert mit sehenswertem Aussenristpass auf die kurze Reise in den Gastgeber-Strafraum und nach 58 Minuten stand es 2:0 für den Glubb.

Dann doch noch Spannung

Als man schließlich als Glubberer das gute Gefühl bekommen konnte, dass es in diesem Jahr endlich zum (recht ungefährdeten) Derbysieg reichen könnte, riss ein Pfiff die siegessicheren Clubfans zurück in die Realität. Bredlow hatte sich dieses Mal im eigenen Strafraum eher ungeschickt angestellt und Schiedsrichter Felix Zwayer damit zum Elfmeterpfiff ermutigt. Jurgen Gjasula trifft zum 1:2 in der 82. Minute und für das Team von Michael Köllner beginnen zehn Minuten des Zitterns. Zwei Chancen und vor allem zwei großartige Paraden von Bredlow später hat der Club das Spiel mit Beginn der Nachspielzeit jedoch wieder im Griff. Behrens fast sich ein Herz und statt auf Zeit zu spielen und den Ball zu halten, dringt er in den Strafraum der Gastgeber ein und trifft in der zweiten Minute der Nachspielzeit zum entscheidenden 3:1. Endlich war es also wieder so weit: Derbysieger, Derbysieger, hey, hey!

Von Zehn auf Zwei

Und da Darmstadt zur selben Zeit im Heimspiel gegen Dynamo Dresden nicht über ein 3:3 hinauskommt, findet sich der Glubb am Ende der englischen Woche plötzlich auf Platz zwei wieder. Vor dem Spiel in Duisburg stand man noch mitten im Tableau auf Platz zehn.

Überragende Woche

Die Achterbahnfahrt der zweiten Liga führt für den Club im Moment also mit Fullspeed nach oben. Der ein oder andere Rückschlag der Saison wird noch folgen, aber was soll‘s? Gerade in dieser englischen Woche hat der FCN gezeigt, was er drauf hat. Es ist längst nicht alles Gold, was glänzt, aber neun Punkte und 12:3 Tore sprechen eine deutliche Sprache Richtung oberes Tabelllendrittel.