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Zweite Bundesliga 2017/2018, 7. Spieltag
Donnerstag, 21.09.2017 – 20.30 Uhr
1.FC Nürnberg – VfL Bochum 3:1 (1:1)

0:1 (13.) Dimitris Diamantakos
1:1 (28.) Eduard Löwen
2:1 (52.) Hanno Behrens
3:1 (86.) Mikael Ishak

Der 1.FC Nürnberg hat wenige Tage nach dem 6:1 in Duisburg nachgelegt und gegen den VfL Bochum ein Spiel gedreht, das wenig verheißungsvoll begann. Am Ende stand ein 3:1, das nicht nur den ersten Sieg gegen Bochum in der zweiten Liga bedeutete, sondern die Mannschaft von Michael Köllner auch in der Tabelle einen guten Schritt nach vorne machen ließ.

Kein Abseits, sondern Elfmeter

Der Club hatte im Donnerstagsspiel der zweiten Liga zunächst besser ins Spiel gefunden, brachte sich dann jedoch selbst in die Bredouille. Enrico Valentini hob in der zwölften Minute im Strafraum den Arm, weil er seinen Gegenspieler im Abseits wähnte. Der Flankenversuch landete am ausgestreckten Arm und Schiedsrichter Florian Heft hatte gar keine andere Wahl als auf den Elfmeterpunkt zu zeigen. Fabian Bredlow, der für den verletzten Thorsten Kirschbaum erstmals in der zweiten Liga im Tor stand, hatte bei Dimitri Diamantakos Strafstoß keine Chance und es stand 0:1.

Bochum besser

Zu diesem Zeitpunkt konnte sich der FCN fühlen, wie es am Samstag wahrscheinlich die Duisburger taten. Früher Rückstand und man wusste eigentlich gar nicht so recht, warum. Anders als die Duisburger am Samstag zeigte sich der Glubb allerdings beeindruckt und überließ den Gästen aus Bochum zunächst das Feld. Robby Kruse hatte dabei zwei Gelegenheiten, um den VfL höher in Führung zu bringen.

Ausgleich durch Löwen

Der Ausgleich kam dann ähnlich aus dem Nichts wie zuvor der Führungstreffer der Gäste. Tim Leibold fasste sich ein Herz, marschierte durch die Hälfte der Bochumer und passte im richtigen Moment auf Mikael Ishak. Dessen Schuss aus der zweiten Reihe kann Keeper Felix Dornebusch nicht festhalten und nur nach vorne abwehren. Eduard Löwen schaltet in der 28. Minute dann am schnellsten und ist zur Stelle, um zum 1:1 abzustauben.

Führung durch Behrens

Erst nach der Pause nahm die Partie dann wieder richtig Fahrt auf. Das lag zunächst vor allem daran, dass die Bochumer mehr Initiative zeigten. In der 52. Minute war das Team von Ismail Atalan dann jedoch zu weit aufgerückt, so dass Valentini aus dem rechten Halbfeld unbedrängt flanken konnte. Im Sturmzentrum stieg Hanno Behrens am höchsten und brachte den Ball mit einen sehenswerten Kopfball zum 2:1 im Gästetor unter.

Ishak im Nachschuss

In der Folgezeit hatte der Glubb mit dem Rückenwind der Führung das Spiel und den Gegner unter Kontrolle. Wirkliche Bedenken, dass die Mannschaft von Michael Köllner den Platz nicht als Sieger verlassen würde, kamen nur selten bis gar nicht auf. Im Gegenteil: Vier Minuten vor Schluss machte das Team dann noch den Deckel drauf. Dieses Mal spielte Maxim Leitsch den Ball im Strafraum mit der Hand und Ishak trat zum fälligen Elfmeter an. Der Schwede scheiterte zwar im ersten Versuch an Dornebusch, reagierte dann jedoch am schnellsten und erzielte das 3:1 in der 86. Minute mit dem Nachschuss.

Jetzt: Derbysieg!

Mit dem zweiten Sieg in Folge legt der Glubb sich selbst ein gutes Fundament für den Derbysieg am Sonntag. Nachdem man den VfL Bochum im zwölften Zweitligaduell endlich schlagen konnte, sollte es für die Mannschaft im Grunde kaum ein Problem sein, vom Duell in der Westvorstadt endlich mal wieder mit einem Sieg nach Hause zu kommen. In Liga zwei gelang ein solcher Dreier in der nahen Ferne nämlich das letzte Mal 1997 – und das ist eindeutig zu lange her. Dass die Greuther gut verlieren können, haben sie in dieser Saison schließlich schon oft genug gezeigt – zuletzt beeindruckend beim 0:3 in Braunschweig am Dienstag. Also: Auf geht’s, Glubb, pack mer’s!