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Zweite Bundesliga 2017/2018, 2. Spieltag
Sonntag, 06.08.2017 – 13.30 Uhr
Jahn Regensburg – 1.FC Nürnberg 0:1 (0:0)

0:1 (78.) Kevin Möhwald

Der 1.FC Nürnberg hat nachgelegt und auch im zweiten Saisonspiel den Platz nach einem Geduldsspiel als Sieger verlassen. Beim Aufsteiger Jahn Regensburg gewann die Mannschaft von Michael Köllner durch ein Tor von Kevin Möhwald mit 1:0. Der Club bleibt damit Tabellenführer der Zweiten Bundesliga.

Vor elf Jahren

Durch den Auswärtssieg in der Oberpfalz knüpft der Tabellenzwölfte der vergangenen Saison – zumindest was die Zahlen angeht – an ruhmreiche Zeiten der jüngeren Vergangenheit an. Vor elf Jahren war man das letzte Mal mit zwei Siegen in eine Saison gestartet. Damals gab es eine Liga höher ebenfalls ein 3:0 und ein 1:0 zum Auftakt. Damals 3:0 feierte man damals beim VfB Stuttgart, ehe man Borussia Mönchengladbach zu Hause mit 1:0 schlagen konnte. Wer rechnen kann, weiß längst, wohin der Weg in der Saison 2006/2007 damals führte…

Ein Aufstieg würde ja schon reichen

Nun wollen wir nicht gleich vermessen sein und wieder vom großen Finale in Berlin träumen. Im Umkehrschluss würde dies nämlich bedeuten, dass der 1.FC Kaiserslautern am Ende der Saison – wie damals der VfB Stuttgart – die Tabelle anführen würde. Seien wir in diesem Fall also doch einfach damit zufrieden, wenn der Club nach 34 Spieltagen einen der ersten beiden Plätze in Liga zwei belegen würde. Schwer genug (aber keinesfalls unmöglich) wird dies sowieso.

Träumen wird man ja schließlich noch einmal dürfen und neben dem Lächeln, das man montags aufgrund des Clubsieges mit auf Arbeit nimmt, eben auch den Traum von Aufstieg mit sich rumtragen. Mit dem Pokalsieg hat 2007 schließlich auch niemand gerechnet.

Geduldsspiel in Regensburg

Rechnen konnte man im Vorfeld des Spiels in Regensburg mit einem Geduldsspiel – und genau dies ist es dann auch geworden. Der Club präsentierte sich in der Spielanlage reifer, Regensburg setzte mit Kampf und Intensität dagegen. Unter dem Strich bedeutete dies in Durchgang eins: Drei Chancen für den Gast, keine echte Torchance für den gastgebenden Aufsteiger.

Sebastian Kerk vergab in der 16. Minute, nachdem er sich zuvor sehenswert im Strafraum der Gäste durchgesetzt hatte. Kevin Möhwald prüfte Regensburgs Keeper Philipp Pentke in der 35. Minute aus spitzem Winkel und Rurik Gislason rutschte bei der anschließenden Ecke der Ball über den Scheitel.

Torerfolg in der 78. Minute

Die beste Chance hatte zehn Minuten nach dem Seitenwechsel dann Tim Leibold, der das Tor mit seinem Schuss aus rund 18 Metern nur um Haaresbreite verfehlte. Gejubelt werden durfte auf Seiten des Clubs dann erst zwölf Minute vor dem Ende. Enrico Valentini war auf der rechten Angriffsseite durchgebrochen und flankte von dort flach in den Rückraum. In der Mitte ließen Edgar Salli und Cedric Teuchert den Ball für den besser postierten Möhwald passieren. Dieser traf die Lederkugel im Grunde eher unglücklich, machte sie so jedoch zu einem unhaltbaren Aufsetzer, der im langen Eck des Regensburger Tors einschlug.

Nur eine Momentaufnahme

In den letzten Minuten des Spiels riskierte Jahn dann zwar entsprechend mehr, um noch zum Ausgleich zu kommen, doch der Club ließ nach hinten nichts mehr anbrennen. Mit sechs Punkten und 4:0 Toren steht der FCN nach dem zweiten Spieltag auf Platz eins. Mit Blick auf die Tabelle erklärte Torschütze Kevin Möhwald direkt nach dem Spiel am Sky-Mikrofon: »Es ist schön, wenn man nach dem Spiel auf die Tabelle schaut und oben steht. Aber es hat für uns keine Wertigkeit. […] Auf die Tabelle brauchen wir erst schauen, wenn ein paar mehr Spiele gespielt sind.«

Pokal wird schwierig

Recht hat der Mann. Zumal es am Montag der kommenden Woche zunächst einmal um ein Weiterkommen im Pokal geht und es in diesem Wettbewerb bekanntlich keine Tabelle gibt. Mit dem MSV Duisburg hat man darüberhinaus einen der stärksten Gegner aus Lostopf eins gezogen. Ein Gegner, mit dem man immer seine Schwierigkeiten hatte und gegen den man 2014/2015 schon einmal in der ersten Runde des DFB-Pokals die Segel streichen musste. Die Mannschaft sollte also gewarnt sein.

Dann das Spitzenspiel

Ein Weiterkommen im Pokal hätte zudem schließlich den wunderbaren Nebeneffekt, dass man praktisch den Tisch deckt für ein erstes Spitzenspiel der Saison – wenn nämlich am übernächsten Wochenende mit Union Berlin der ebenfalls mit zwei Siegen in die Spielzeit gestartete Tabellenzweite im Max-Morlock-Stadion erwartet wird.