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Zweite Bundesliga 2016/2017, 33. Spieltag
Sonntag, 15.05.2017 – 15.30 Uhr
1.FC Nürnberg – Fortuna Düsseldorf 2:3 (1:1)

1:0 (13.) Abdelhamid Sabiri
1:1 (27.) Jerome Kiesewetter
1:2 (70.) Rouwen Hennings
2:2 (75.) Kevin Möhwald
2:3 (88.) Abdelhamid Sabiri (Eigentor)

Es gibt diese Fußballspiele, die braucht im Grunde kein Mensch – und solche kurz vor Saisonende, wenn man im Mittelfeld feststeckt und weder nach oben noch nach unten mehr großartig etwas geht, gehören definitiv dazu. Schon vor der Partie gegen Fortuna Düsseldorf war von Clubseite die spannendste Frage: Kann die Mannschaft von Michael Köllner nach dem auch rein rechnerisch sicheren Klassenerhalt nun endlich frei aufspielen und fegt die Fortuna so mit Leichtigkeit aus dem Stadion? Oder reißen sich die Gäste derart am Riemen und fahren die letzten noch zum eigenen Klassenerhalt notwendigen Punkte ein?

Noch viel Arbeit für Michael Köllner

Die Antwort kennt man, wenn man sich das Ergebnis oben ansieht. Die andere Hälfte der Wahrheit ist aber auch, dass der Club dieses Spiel nie und nimmer hätte verlieren dürfen, denn spätestens Mitte der zweiten Halbzeit hätte man in der Regenschlacht mit zwei oder drei Toren Vorsprung führen müssen. Hätte, wäre, wenn hilft am Ende jedoch nichts und der im Laufe der letzten Woche zum Cheftrainer für die kommende Saison beförderte Michael Köllner wird wissen, dass da noch eine Menge Arbeit auf ihn wartet, ehe man auch nur in die Nähe der Ziele kommt, die man mit der Vertragsunterschrift formuliert hat.

Zwei kleine Hoffnungsschimmer

Positiv anzumerken ist vielleicht noch, dass sich mit Abdelhamid Sabiri in der Tat eine Art Stürmer zu entwickeln scheint, wie ihn die Mannschaft dringend braucht. Ein junger Mann, der seine Bude auch mal aus dem Nichts macht – wie in der 13. Minute mitten in den Wolkenbrüchen über Nürnberg. Ebenfalls positiv war an diesem Nachmittag die Rückkehr eines Hoffnungsträgers aus der vergangenen Saison: Patrick Erras kehrte bei seiner Einwechselung in der 81. Minute das erste Mal nach langwieriger und schwerwiegender Knieverletzung wieder auf den grünen Rasen zurück.

Der Blick zurück

Ansonsten schwelgte man an diesem Sonntag beim Club vor allem in Erinnerungen. Schon vor dem Spiel drehten die Pokalsieger von 2007 ihre Ehrenrunde im strömenden Regen von Nürnberg. Dann erinnerte man sich einem ganz großen Spieler im FCN-Trikot und verkündete die Stadionumbennung für die kommende drei Spielzeiten in Max-Morlock-Stadion – und das trotz krachend gescheiterter Crowdfunding-Aktion.

Raphael Schäfer verabschiedet sich

Die Gänsehaut-Momente am Ende des Spiels und auch danach gehörten dann Raphael Schäfer. Der Keeper bestritt an diesem Sonntag sein letztes Heimspiel im Trikot des FCN und hätte sich mit Sicherheit einen schöneren Abgang als mit drei Gegentoren gewünscht. Diesen schöneren Abgang bekam er dann aber nach dem Spiel, als die Fans ihn im Stadion auch eine halbe Stunde nach Abpfiff noch feierten.

Alles wie immer

Unterm Strich also eigentlich alles wie immer beim Club: Viel Nostalgie und verklärte Blicke zurück, während man sich gleichzeitig durch die Gegenwart quält.