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Zweite Bundesliga 2016/2017, 31. Spieltag
Samstag, 29.04.2017 – 13.00 Uhr
1.FC Nürnberg – VfB Stuttgart 2:3 (2:0)

1:0 (25.) Hanno Behrens
2:0 (33.) Cedric Teuchert
2:1 (47.) Simon Terodde
2:2 (50.) Daniel Ginszek
2:3 (90.) Florian Klein

Nein, man hätte ihn nicht wirklich so gebraucht. Im Gegenteil, man hätte im Grunde sehr gut darauf verzichten können. Als Florian Klein an diesem Samstag in der ersten Minute der Nachspielzeit das 3:2 für die Stuttgarter Gäste erzielt, ist er dann jedoch endgültig erbracht: Der Nachweis, dass man sich Glück nicht nur erarbeiten kann, sondern sogar erarbeiten muss.

Ein gutes Gesicht

Der 1.FC Nürnberg hat gegen den Tabellenführer nach längerer Zeit endlich mal wieder ein gutes Gesicht gezeigt. Ein Gesicht mit Selbstvertrauen, ein Gesicht, bei dem selbst spielerisch so manches gelang. Ein Gesicht, dass den Schwaben zunächst Angst und Bange werden ließ, das am Ende aber doch nicht ganz dazu gereicht hat, Ertrag einzubringen.

Wer 2:0 führt…

Schaut man auf das blanke Ergebnis, kann dem unbeteiligten Betrachter natürlich sofort dieses Sprichwort mit dem »Glubb« und dem »Depp« in den Sinn kommen. Wer 2:0 führt sollte im Grunde in der Lage sein, am Ende zumindest einen Punkt über die Ziellinie zu retten. Dass dies am Samstag letztlich dann doch nicht geklappt hat, lag weniger an der Nürnberger Mannschaft als vielmehr an den Stuttgarter Gästen.

Ein klares Ziel vor Augen

Die Stuttgarter Gäste haben nämlich – im Gegensatz zu ihren Gastgebern – an diesem 31. Spieltag noch ein Ziel vor Augen. Ein Ziel, das man klipp und klar mit dem Wort »Aufstieg« benennen kann und für das sie definitiv jeden Punkt brauchen, den sie irgendwie ergattern können. Hätte das Spiel irgendwann zu Beginn der Saison stattgefunden, man hätte Wetten eingehen können, dass die Gäste nach dem Spielverlauf unter dem Strich mit einem Punkt zufrieden gewesen wären. Aber vier Spiele vor Schluss, wenn es am oberen Tabellenende nur ganze drei Punkte zwischen Platz eins und vier sind? Niemals! Schließlich will man am Ende nicht die Mannschaft sein, die sich mit dem Trostpreis auf Platz vier zufrieden geben muss.

Der große Unterschied

Der Unterschied zwischen Glubb und VfB war an diesem Samstag ganz genau dieses eine Ziel. Und da Fußball eben nun mal zu einem guten Teil auch Kopfsache ist, haben die Gäste eben gewollt, während die Gastgeber es nur schön gefunden hätten, wenn…

Der wahre Grund

Unter dem Strich ist es natürlich schade, dass die Mannschaft sich für eine effiziente erste Halbzeit und eine zweiten Durchgang mit gutem Spiel und guten Chancen am End nicht belohnt hat. Der Grund, warum man dieses Spiel verloren hat, liegt aber eben im bisherigen Verlauf der Saison. Hätte die Mannschaft ein Ziel vor Augen, sie hätte das Spiel gegen Stuttgart mit Sicherheit nicht mehr aus den Händen gegeben.

Die Saison zu Ende bringen

Leider hat diese Mannschaft im Moment nur ein Ziel vor Augen: Die Saison halbwegs schadlos zu Ende zu bringen. Dass dies nicht unbedingt zielführend in Sachen Spielgewinnen ist, haben wir schon in den letzten Wochen zur Genüge erlebt.

Neue Ziele

Seien wir unter dem Strich also froh, dass das Spiel gegen Stuttgart nicht so ein lustloses Gegurke war, wie wir es in den letzten Wochen so oft miterleben mussten. Seien wir froh, dass wir ein rassiges Fußballspiel gesehen haben – wenn auch mit schlechtem Ausgang. Und hoffen wir! Hoffen wir, dass die Mannschaft des 1.FC Nürnberg in der kommenden Saison vom ersten bis zum letzten (!) Spieltag ein klares Ziel vor Augen hat und nicht erst wieder erst am 31. Spieltag zeigt, was wirklich in ihr steckt…