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Zweite Bundesliga 2016/2017, 30. Spieltag
Sonntag, 23.04.2017 – 13.30 Uhr
Würzburger Kickers – 1.FC Nürnberg 1:1 (1:0)

1:0 (10.) Valdet Rama
1:1 (80.) Cedric Teuchert

Seien wir doch einfach ehrlich: Die Luft ist raus! Der Club hat sich in Würzburg ohne jeden Glanz zum Klassenerhalt geunentschiedet und wer ein ordentlich gepfeffertes kleines Frankenderby erwartet hatte, sah sich nach 90 Minuten schließlich bitter enttäuscht. Vor allem in Durchgang zwei zog sich das Spiel wie ein zuvor schon durchgekauter Kaugummi.

Guter Beginn

Dabei legte der Club zunächst los, als gelte es in wenigen Minuten eine ganze Saison zu retten. Constant Djakpa, Tobias Kempe und Mikael Ishak hatten in der dritten, fünften und achten Minute gute Gelegenheiten, den FCN in Front zu bringen. Stattdessen klingelte es auf der anderen Seite. Valdet Rama trieb den Ball durchs Mittelfeld, wurde nicht angegriffen und zog mangels Anspielstation aus rund 20 Metern einfach mal ab. Das Leder zappelte in der zehnten Minute im Netz und Würzburg führte durch den ersten eigenen Abschluss.

Bis zur Pause kommt nicht mehr viel

Die noch nicht lange dauernde Partie war auf den Kopf gestellt und die Mannschaft von Michael Köllner zeigte sich sichtlich geschockt – und zwar die nächsten 35 Minuten bis zur Halbzeit. Allein zwei Eckstöße kurz vor dem Seitenwechsel sorgten noch einmal für erhöhte Torgefahr im Würzburger Strafraum.

Ausgleich kurz vor Schluss

Nach der Pause folgte der oben schon angesprochene Kaugummi. Es passierte hüben wie drüben so gut wie nichts mehr und man war schon fast versucht, die Partie abzuhaken, als der eingewechselte Cedric Teuchert in der 80. Minute quasi aus dem Nichts dann doch noch traf. Hanno Behrens war von Edgar Salli schön eingesetzt worden und fand den im Strafraum frei stehenden Youngster, der aus kurzer Distanz traf.

Zweite Katastrophen-Saison in drei Jahren

In den letzten Minuten des Spiels hatte der Club dann sogar noch die Gelegenheiten, das Spiel komplett zu drehen, doch nachdem auch die Distanzschüsse von Edgar Salli (90.) und Lukas Mühl (90.+2) ihr Ziel verfehlt hatten, konnte man den Haken hinter das Spiel setzen. Geändert hätte auch ein später Siegtreffer nichts. Beim Club ist die Luft raus. In den ausbleibenden vier Spielen geht tabellarisch nach oben und nach unten nicht mehr viel und im dritten Jahr der Zweitliga-Zugehörigkeit legt man am Valznerweiher die zweite Katastrophen-Saison hin.

Zählbares abliefern

Ein achter Platz nach 30 Spielen mit gerade mal 39 Punkten kann und darf nicht der Anspruch eines 1.FC Nürnberg sein. Ganz egal, welche Altlasten man mit sich rum trägt – andere Vereine machen aus sehr viel weniger Budget sportlich eine sehr viel bessere Figur. Andreas Bornemann ist im September zwei Jahre im Amt und in der kommenden Saison wird sich zeigen, wo er den Club sportlich hinführt. Der Vorstand Sport muss sich beweisen und eine Mannschaft auf die Beine stellen, die trotz limitiertem Budget vom ersten bis zum letzten Spieltag um den Aufstieg in die Bundesliga mitspielt. Es kann und darf den Ansprüchen beim 1.FC Nürnberg nicht genügen, dass man sich am Ende eines Spiel über den späten Ausgleich gegen die Würzburger Kickers freut…