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Zweite Bundesliga 2016/2017, 24. Spieltag
Sonntag, 12.03.2017 – 13.30 Uhr
1.FC Nürnberg – Arminia Bielefeld 1:0 (1:0)

1:0 (35.) Ondrej Petrak

Die Zeiten, in denen Clubspiele ein echtes Spektakel waren, sind offensichtlich vorbei. Bereits zum dritten Mal in Folge entscheidet ein einziger Treffer das Spiel des 1. FC Nürnberg – nach zuletzt zwei 0:1-Pleiten hieß es am Ende dieses Mal 1:0 für den Club. Das goldene Tor von Ondrej Petrak in der 35. Minuten war der Plichtspieltreffer der Nürnberger nach zuvor 342 torlosen Minuten. Abelhamid Sabiri hatte zuletzt gegen Braunschweig für den Club getroffen.

Debüt an der Seitenlinie

Das Hauptaugenmerk an diesem Sonntag lag indes natürlich auf dem Gesamtbild. Nur wenige Tage nach der Entlassung von Chefcoach Alois Schwartz feierte Michael Köllner sein Debüt als Profitrainer an der Seitenlinie und gegen den Tabellenletzten aus Ostwestfalen sollte nach Möglichkeit ein Sieg her. Ein Sieg, der es verhindern sollte, dass man gegen Saisonende doch noch einmal in untere Tabellenregionen rutscht. Ein Sieg aber auch, der zeigen sollte, was wirklich in der Mannschaft steckt, die unter Alois Schwartz zuletzt so ideen- und mutlos gewirkt hatte.

Ein Sieg ist ein Sieg

Nun, am Ende wurde es ein Sieg. Ein Sieg, nicht mehr und nicht weniger. Ein Sieg, der vor allem aufgrund einer starken ersten Halbzeit verdient war. Hier merkte man als Zuschauer, dass die Worte des neuen Trainer im Laufe der Woche auch bei seinen Spielern angekommen waren. Die Mannschaft hatte Spaß am eigenen Spiel – und sie hatte vor allem ein Ziel vor Augen. Das Ziel nämlich, an diesem Sonntag im eigenen Stadion für klare Verhältnisse zu sorgen.

Natürlich kann man nicht verlangen, dass sich eine Mannschaft, die sich bisher mehr durch die Saison gequält hat als befreit aufzuspielen, nun innerhalb weniger Tage allen Ballast verliert und plötzlich völlig befreit aufspielt. Immerhin ging es noch dazu gegen den Tabellenletzten – auf Seiten des Clubs konnte man also im Grunde nur verlieren.

Leistungssteigerung nötig

Unter dem Strich muss man nach den 90 Minuten nun sagen: Aufgaben erfüllt, sich aufs Wesentliche konzentriert, nicht mehr, aber auch nicht weniger. Mund abwischen, weiter machen. Dass es beim nächsten Spiel hier in Berlin noch einer ordentlichen Leistungssteigerung bedarf, um bei der Mannschaft der Stunde in Liga zwei nicht sang- und klanglos zu verlieren, weiß sowohl die Mannschaft als auch Michael Köllner. Es muss letztlich mehr kommen als das, was die Mannschaft am Sonntag in Halbzeit zwei angeboten hat. Mit der Führung im Rücken, schaltete man ein bis fünf Gänge zurück und hatte letztlich das Glück des Tüchtigen auf seiner Seite und einen Raphael Schäfer im Tor, der da war, wenn er gebraucht wurde.

Keine Abstiegsgefahr beim Club

Arminia Bielefeld war an diesem Sonntag kein Gradmesser. Die Ostwestfalen präsentierten sich derart schwach, wie es es nur selten ein Gegner getan hat. Nach dem Spiel kann man beim Club zumindest in dieser Hinsicht beruhigt sein: Für den Klassenerhalt wird es definitiv reichen, der Vorsprung nach ganz unten ist inzwischen groß genug und wenn es dann drauf ankommt, ist man schon zumindest den Tick besser, den es braucht, um Duelle gegen die Mannschaften von ganz unten zu gewinnen.

Der Glaube daran, dass es kommendes Wochenende auch zu Zählbarem bei Union Berlin reicht, der fehlt nach dem Spiel gegen Bielefeld allerdings dann doch noch.