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Zweite Bundesliga 2016/2017, 20. Spieltag
Freitag, 10.02.2017 – 18.30 Uhr
1.FC Nürnberg – Eintracht Braunschweig 1:1 (0:1)

0:1 (23.) Christoffer Nyman
1:1 (53.) Abdelhamid Sabiri

Eine Woche nach dem »Jugend forscht«-Sieg in Heidenheim kann man beim Club das Aufeinandertreffen mit Eintracht Braunschweig in etwa mit den Worten »Jugend sammelt Erfahrung« zusammenfassen. Gegen den Tabellendritten stand unter dem Strich ein Unentschieden, das beide Mannschaften nicht so recht voran bringt.

Gut ist zu wenig

Um es anders auszudrücken: Nach dem Auswärtssieg auf der Ostalb tritt der FCN im Heimspiel gegen die Eintracht auf der Stelle. Kevin Möhwald brachte es nach dem Spiel auf den Punkt: »Gute Leistung, aber gut ist zu wenig.« In der Konsequenz heißt das für den Glubb zwar, dass man in der Tabelle im zweiten Spiel nacheinander um einen Platz geklettert ist, aber dennoch mit Rang acht irgendwo im grauen Mittelfeld der Liga festhängt.

Dass es am Ende nicht zu einem Sieg – und damit wenigstens ansatzweise für eine Wiedergutmachung der Hinspielpleite – gereicht hat, lag am frühen Freitagabend vor allem an der Anfangsphase des Spiels. Die Gäste hatten nach der überraschenden Pleite vom letzten Wochenende gegen Tabellenschlusslicht St. Pauli nämlich auch Wiedergutmachungsbedarf und das merkte man der Mannschaft von Torsten Lieberknecht von der ersten Minute an.

Schlafwagenfußball zu Beginn

Während der Club wirkte, als sei er gerade am frühen Morgen aus einem Schlafwagen gestiegen, gaben die Niedersachsen Gas und ließen erst locker, als der Ball im Nürnberger Tornetz zappelt. Dies geschah in der 23. Minute, als der starke Onel Hernandez sich auf der linken Angriffsseite durch die Nürnberger Deckung tänzelte und den Ball schließlich scharf nach innen gab, wo Christoffer Nyman das Spielgerät nur noch über die Linie zu drücken brauchte. Ein Rückstand mit Ansage, denn nur eine Minute zuvor war eine Volleyabnahme des Schweden an den Nürnberger Querbalken geklatscht.

Kein Ausgleich vor der Pause

Der Gegentreffer wurde für das Team von Alois Schwartz schließlich zu einem Weckruf. Noch vor der Pause vergaben Hanno Behrens (28.), Tim Matauvz (30.) und Abdelhamid Sabirin (31.) gute Möglichkeiten. Auch Tobias Kempe (42.) und erneute Sabiri (44.) machten es kurz vor dem Seitenwechsel nicht besser.

Verdientes Unentschieden

Nach der Pause wurden die Nürnberger Angriffsbemühungen dann endlich belohnt. Nach sehenswerter Ballannahme erzielte Sabiri mit einem gezielten Schuss aus 16 Metern den Ausgleich in der 53. Minute. Ein Ausgleich, der den Männern in rot-schwarz offensichtlich noch nicht genug war, denn während Braunschweig nun tief stand und die Gastgeber kommen ließ, vergaben diese eine Chance nach der anderen. Möhwald (64.), Matvz (71.) und der nach Gelbsperre ins Team zurückgekehrte Ondrej Petrak (73.) ließen den Führungstreffer in letzter Konsequenz aus.

Zu wenig für ganz oben

Etwas Glück hatte der FCN dann in der 81. Minute als Braunschweig die letzte große Gelegenheit der Partie nicht nutzte, weil Dennis Lippert den Schuss von Juliua Biada auf der Linie klären konnte. So blieb es beim 1:1, das wahrscheinlich leistungsgerecht war, aber eben auch zeigt, wo der Club zur Zeit steht: Gegen eine Mannschaft, die wie Heidenheim in der vergangenen Woche einen schlechten Tag hatte, mag es am Ende zum Sieg reichen. Gegen ein Spitzenteam, das ernsthafte Ambitionen in Sachen Aufstieg hegt, reicht es eben nur zum Unentschieden. Zu wenig, um ganz oben noch einmal eingreifen zu können.