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Zweite Bundesliga 2016/2017, 18. Spieltag
Sonntag, 29.01.2017 – 13.30 Uhr
1.FC Nürnberg – Dynamo Dresden 1:2 (0:1)

0:1 (31.) Philip Heise
0:2 (46.) Erich Berko
1:2 (71.) Lukas Mühl

Ein erfolgreicher Start in die Rückrunde sieht definitiv anders aus. Der Club hat sein erstes Heimspiel im Jahr 2017 gegen Aufsteiger Dynamo Dresden verloren und damit einen optimalen Start in die Rückrunde verpasst. Das Spiel gegen die Sachsen erteilte schon in den ersten 90 Minuten des neuen Jahres allen Ambitionen in Richtung obere Tabellenregionen eine deutliche Absage.

Dresden schneller im Spiel

War das Spiel am Sonntag zunächst vom Kampf um die Vorherrschaft auf dem grünen Rasen gekennzeichnet, waren es die Gäste, die zumindest defensiv zunächst eine gewisse Grundordnung fanden und den fränkischen Gastgeber durch schnelle Gegenstöße das ein oder andere Mal in Verlegenheit brachten. Vom Team von Alois Schwartz kam nach einer knappen halben Stunde nichts. Ungenaue Zuspiele führten zu vielen Ballverlusten.

Nach etwas mehr als einer halben Stunden dann der folgerichtige Rückstand. Nach einem Zuspiel von Erich Berko brauchte Dynamo-Neuzugang Philip Heise nur noch den Fuß hinzuhalten. Während der Club nach dem 0:1 bis zur Pause bis auf eine Chance von Kevin Möhwald harmlos blieb, hätte Kevin Kutschke, Clubleihgabe im Dresdener Trikot, mit einem Kopfball in der 37. Minute fast auf 2:0 gestellt.

Nackenschlag nach dem Seitenwechsel

Der zweite Treffer der Gäste fiel dann direkt nach dem Seitenwechsel – und zwar wirklich direkt. Gerade einmal 14 Sekunden dauerte es nach dem Wiederanpfiff, ehe die Lederkugel im Nürnberger Gehäuse lag. Laszlo Sepsi hatte gegen Berko eine mehr als unglückliche Figur gemacht.

Mit der sicheren Führung im Rücken spielten die Gäste nun mit dem nötigen Selbstbewusstsein. Gegen harmlose Gastgeber konnten sie es zunächst ruhiger angehen lassen – ohne wirklich in Bedrängnis zu geraten. Erst nach und nach fand der Glubb zurück ins Spiel und kam zu Möglichkeiten auf den Anschluss. Tobias Kempe (55.), Tim Matavz (65.) und Cedric Teuchert (70.) waren jedoch nicht erfolgreich.

Der Anschluss weckt Hoffnungen

Erst als Lukas Mühl in der 72. Minute nach einem Eckball zum 1:2 abstaubte, keimte im Frankenland wieder Hoffnung auf. Eine Hoffnung, die letztlich jedoch nicht erfüllt wurde, weil Kempe (77.), Hanno Behrens (90.) und Patrick Kammerbauer (90. + 1.) mit ihren Möglichkeiten scheiterten. Es blieb also bei der nun schon vierten Heimpleite der Saison. Ein Ergebnis, das die Richtung für die Rückrunde vorgibt. Wer gehofft hatte, die Mannschaft könne nach der Winterpause noch einmal einen Angriff auf die vorderen Plätze der zweiten Liga starten, dürfte spätestens nach dem Spiel vom Sonntag ernüchtert sein.

Graues Mittelmaß

Der 1.FC Nürnberg der Saison 2016/2017 ist keine Spitzenmannschaft der zweiten Liga. Er ist graues Mittelmaß mit den für die Liga typischen Ausreißern nach oben und nach unten. Da mag dann auch mal ein Heimsieg gegen Spitzenreiter Hannover 96 drin sein, doch wer Niederlagen gegen Sandhausen und Dresden im eigenen Stadion nicht verhindern kann, hat im Aufstiegsrennen nichts verloren.

Im Gegenteil: Nach der Pleite droht nun – wie schon zu Beginn der Saison – ein klassischer Fehlstart in die Rückrunde. In der kommenden Woche steht mit dem Gastspiel beim drittbesten Heimteam der Liga eine alles andere als einfache Aufgabe auf dem Programm. Finanzchef Michael Meeske äußerte im Laufe der Woche in einem Interview mit den Nürnberger Nachrichten, dass der Club im Moment von so manchem Konkurrenten früherer Zeiten abgehängt worden sei. Die Realität sieht so aus, dass man im Auswärtsspiel beim 1.FC Heidenheim am kommenden Samstag keineswegs mehr als Favorit ins Spiel geht.