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Zweite Bundesliga 2016/2017, 11. Spieltag
Montag, 31.10.2016 – 20.15 Uhr
FC St. Pauli – 1.FC Nürnberg 1:1 (1:1)

1:0 (6.) Christopher Buchtmann
1:1 (20.) Guido Burgstaller

Beim Clubspiel am Montagabend auf St. Pauli kam es zu einer Punkteteilung, die unter dem Strich keiner der beiden Mannschaften so richtig weiterhilft. Während die Gastgeber mit dem einen Punkt weiter am Tabellenende der zweiten Bundesliga stehen, heißt es für den Club nach zuletzt vier siegreichen Spielen in der Liga: Zwischenhalt im Mittelfeld.

Hanno Behrens fehlte

Nach dem Pokal-Aus gegen den FC Schalke 04 war Trainer Alois Schwartz gezwungen, sein Team auf einer Position umzustellen. Hanno Behrens wurde nicht rechtzeitig fit und durch Kevin Möhwald ersetzt. Das Fehlen von Behrens indes merkte man vor allem in den Anfangsminuten schmerzlich. Die Gastgeber schienen wild entschlossen, endlich den zweiten Heimsieg der Saison einzufahren und legten zunächst in einem Tempo los, das dem der Wutrede ihres Trainers Ewald Lienen vor Wochenfrist glich. Die Nürnberger Hintermannschaft jedenfalls hatte so ihre Probleme.

Der frühe Rückstand

Nach gerade mal 120 Sekunden bereits der erste Warnschuss: Marvin Duksch zog ab und der Flachschuss ging nur Zentimeter am langen Eck des Nürnberger Gehäuses vorbei. Und bereits beim nächsten Angriff der Hausherren kriegt Thorsten Kirschbaum nach einen Fernschuss von Ryo Miyaichi gerade noch Fäuste hoch. Und als sei all dies noch nicht Warnung genug gewesen, klingelte es dann in der sechsten Minute im Nürnberger Gehäuse. Lukas Mühl trifft den Ball nicht richtig, Laszlo Sepsi legt unfreiwillig vor und Christopher Buchtmann bedankt sich aus kurzer Distanz beim FCN-Hühnerhaufen. St. Pauli führt 1:0.

Der schnelle Ausgleich

Den Unterschied zum verkorksten Saisonstart zeigte die Mannschaft dann jedoch in der Folge. Zwar brauchte man rund fünf Minuten, um den Rückstand zu verdauen, doch dann schüttelte sich das Team und kam schon in der 20. Minute prompt zum Ausgleich. Tim Matavz verlängert eine Ecke von Tobias Kempe und am langen Pfosten steht Guido Burgstaller genau richtig, um das Spielgerät über die Linie zu drücken. Bereits das neunte Saisontor für den Österreicher.

Gute Chancen zur Führung

Der Ausgleich allein reichte den Gästen aber offenbar noch nicht. Sie machten weiter Druck und hätten in der 31. Minute eigentlich einen Elfmeter bekommen müssen. Vegar Eggen Hedenstads Unterarm geht bei einem Zweikampf mit Burgstaller eindeutig zum Ball, doch Schriedsrichter Harm Osmers versagte den Pfiff. Die größte Chance der Nürnberger dann in der 34. Minute als zunächst eine Kopfballbogenlampe von Kempe auf der Latte landete und Tim Leibold den Nachschuss nur wenige Zentimeter über das Gehäuse setzte.

Nach der Pause

Nach dem Seitenwechsel brauchten beide Teams dann rund eine Viertelstunde, um wieder in die Partie zu kommen. Zunächst übernahmen die Gastgeber wieder das Zepter und kamen durch Brian Koglin in der 59. Minute und Lasse Sobiech in der 68. Minute zu guten Gelegenheiten. Danach sah es so aus, als hätten die Kiezkicker konditionelle Probleme. Der Club übernahm das Kommando auf dem Platz, während sich bei St. Pauli erste Konzentrationsmängel einstellten, Bälle versprangen, kurze Pässe nicht mehr ankamen und sich sogar erste Wadenkrämpfe zeigten.

Zu wenig Druck

Der Club indes machte aus der Situation zu wenig. Zwar war man in den letzten zwanzig Minuten feldüberlegen, doch wirklich Torchancen waren und blieben Mangelware. Im Gegenteil: Wenn sich die Gastgeber dann noch einmal aufrafften, wurde es sehr gefährlich für den Club. So schickte St. Paulis Keeper Robin Himmelmann in der 80. Minute Cenk Sahin auf die Reise. Dem Türken versagten auf dem Weg zum 2:1 jedoch die Nerven und er hob den Ball völlig freistehend vor Kirschbaum einfach nur in die Arme des Keepers.

Am Freitag in Aue

Als schließlich ein Freistoß von Hedenstad in der 90. Minute auf dem Tornetz und nicht im Tornetz landete, war die Punkteteilung in Hamburg besiegelt. Bereits am Freitag heißt es für den Club nun in Aue: Nachlegen und in der Tabelle einen Schritt nach oben machen. Der Rückstand auf Platz drei hat sich durch das Unentschieden am Millerntor nicht vergrößert und beträgt weiterhin nur fünf Punkte.

Punkteteilung auf Pauli
Schneller Ausgleich nach dem RückstandÜber weiter Strecken zumindest SpielkontrolleKonditionell besser drauf als der Gegner
Die ersten Minuten wurden verschlafenAus der eigenen Überlegenheit gerade zum Schluss zu wenig gemacht
66%DER CLUB AUF PAULI
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75%