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Entzugserscheinungen – keine 2. Liga-Übertragung auf dem Campingplatz

Meeresrauschen, herrlicher Sonnenschein, wunderbare Landschaft… Einen schöneren Urlaub kann man sich nicht wünschen. Nur einen kleinen Mangel gab es auf unserem Campingplatz auf Krk in Kroatien: kein Lokal, das 2. Bundesliga zeigen wollte…

Also, am ersten Spieltag der 2. Liga die Fußballübertragung im Internet angehört. Diese »wunderbaren« Momente: »Burgstallers Pass zu…« und dann gefühlte mehrminütige Stille bis der Empfang wieder für ein kurzes Weilchen klappt.

Am 2. Spieltag sollte uns das nicht passieren! Rückfahrt etwas früher eingeleitet und dann – so gut es bei Urlaubsrückreiseverkehr möglich ist – auf die Tube gedrückt. 17.30 Uhr sichte ich den Berliner Bären an der ehemaligen innerdeutschen Grenze.

Endlich wieder unter Clubberern 04

Wir schaffen das bis 18.30 nach Steglitz (ich hasse die Anstoßzeiten der 2. Liga). In der U-Bahn höre ich bekannte fränkische Stimmen und wir treffen auf einige Clubberer 04, die sich auch auf den Weg in die Kneipe machen, die für einige Wochen unsere Fußballheimat bei den Spielen sein wird, die wir nicht live im Stadion verfolgen können.

Im Schankraum sitzen auch schon ein paar Clubfans, die auf die Übertragung warten und sich die Zeit mit einem leckeren Hellen vertreiben. Das General-Post-Office ist ein gemütliches Irish- Pub. Aber, als Torsten, der Wirt, uns danach fragt, was wir gerne trinken würden, schlagen uns sympathische fränkische Schallwellen entgegen.

Gemeinsames Clubschauen in angenehmer Kneipenatmosphäre und mit einem Clubfan-Wirt

Zunächst wirkt die immer größer werdende Clubbererschar ruhig und verhalten. Doch als das Spiel – über das man möglichst schnell den Mantel des Vergessens breiten sollte – läuft, sind laute Kommentare und zunehmendes Stöhnen nicht zu überhören… Die nicht wegen der Clubübertragung anwesenden, sondern wegen des leckeren Guinness gekommenen Gäste des Irish Pubs lächeln verzagt zu uns rüber und wundern sich über so viel fußballerische fränkische Anteilnahme in der Hauptstadt. Als Torsten dann auch noch ein Clubtrikot überstreift, kennt ihre Überraschung keine Grenzen mehr.

Pünktlich in der 60. Minute ertönt dann sogar die Hymne »Als ich noch ein ganz kleiner Bub war…« und ich fühle mich wie in einer richtigen Fankneipe. Das Spiel war grottig und lässt für die Saison nichts Gutes erwarten, aber der Abend im General-Post-Office war richtig nett!