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Zweite Bundesliga 2016/2017, 1. Spieltag
Samstag, 06.08.2016 – 15.30 Uhr
Dynamo Dresden – 1.FC Nürnberg 1:1 (0:1)

0:1 (45.) Guido Burgstaller (Foulelfmeter)
1:1 (90.) Pascal Testroet

Es gibt mit Sicherheit leichtere Aufgaben als einen Saisonauftakt im Stadion eines Aufsteigers bestreiten zu müssen. Erst recht, wenn dieser Aufsteiger Dynamo Dresden heißt und man weiß, welch Hexenkessel das Dynamo-Stadion im Elbflorenz sein kann.

Club gucken in Wacken

Und es gibt mit Sicherheit auch einfachere Aufgaben als den Saisonauftakt seines Lieblingsvereins auf dem größten Metal-Open-Air der Welt verfolgen zu wollen. Abgesehen von der Entscheidung, ob man nun den armen Bembers, der zur Zeit des Clubspiels gerade auf der Bühne stand, unterstützen soll oder lieber den Glubb schaut, braucht es zudem noch eine zumindest halbwegs brauchbare W-LAN-Verbindung. Bei über 75.000 anderen Musikfans, die in der Walachei von Wacken auf der Suche nach einer schnellen Datenverbindung sind, artet dies mitunter in ein Geduldsspiel aus.

Gute Chancen in der Anfangsphase

75.000 Leute waren es im Dresdener Stadion nicht, doch die Euphorie, die dort in gelb-schwarz nach dem Aufstieg herrschte, war in etwa mit dem Sturm einer Metalband zu vergleichen. Entsprechend hieß es für Clubfans bereits nach sechs Minuten zum ersten Mal: Kräftig durchatmen. Andreas Lambertz hatte das Spielgerät an die Latte vom FCN-Gehäuse klatschen lassen. Pascal Testroet war im Anschluss zu überrascht, um den Nachschuss verwerten zu können.

Nur zwei Minuten bewies Rückkehrer Jakub Sylvestr, dass er ein gefährlicher Stürmer sein kann. Sein Schuss aus halblinker Position landete allerdings am Außennetz.

Nach diesen Warnschüssen verflachte die Partie dann zunächst. Der Club stand hinten sicher, ließ nach vorne jedoch im entscheidenden Moment die Torgefährlichkeit vermissen, während Dresden keine Lücke im Nürnberger Abwehrverbund fand.

Kurz vor der Pause das Tor

Kurz vor der Pause dann doch noch ein Tor. Tim Leibold drang in den Dresdener Strafraum ein, wurde von Florian Ballas von den Beinen geholt und Guido Burgstaller verwandelte den fälligen Elfmeter zur 1:0-Auswärtsführung.

Nur Sekunden nach dem Seitenwechsel hätte es bereits erneut im Dynamo-Tor klingeln können. Sylvestr vergab jedoch aus aussichtsreicher Position. Auf der anderen Seite investierte Dresden nun mehr im Gang nach vorne und nutzte die Passivität der Nürnberger Gäste. Zunächst blieb dies jedoch noch ohne Erfolg. Erst in der 70. Minute hätten sich die Männer in rot-weiß nicht beschweren dürfen, wenn es im eigenen Kasten eingeschlagen hätte. Testroet köpfte jedoch völlig freistehend aus drei Metern über das Gehäuse von Raphael Schäfer.

Späte Ernüchterung

In der 77. Minute war es erneut Sylvestr, der für den Club die Entscheidung auf dem Fuß hatte. Sein Schuss aus elf Metern strich jedoch haarscharf am langen Eck vorbei. Also setzte Dresden nun – mehr oder weniger gezwungenermaßen – alles auf eine Karte und wurde am Ende belohnt. Während Club-Trainer Alois Schwartz mit drei Wechseln in der 81., 87. und 90. Minute Zeit von der Uhr zu nehmen versuchte, fand Schiedsrichter Tobias Welz diese in unerklärlichen Sphären und gewährte den Gastgebern fünf (!!!) Minuten Nachspielzeit.

In der sprichwörtlich letzten Sekunde der Partie traf Testroet aus spitzem Winkel dann doch noch und verhagelte dem Club einen Auftakt nach Maß.

Ärgerlich ist ein solch später Gegentreffer immer, doch beim Club fand man nach Abpfiff den Schuldigen sehr schnell bei sich selbst. Gerade mit dem Rückenwind des Führungstreffers kurz vor Seitenwechsel hätte von den Gästen sehr viel mehr kommen müssen. Ein Auswärtsdreier wäre an diesem Samstagnachmittag mit Sicherheit möglich gewesen.

Dummes Ding in Dresden
Die Hintermannschaft stand über weite Strecken sicherMan erarbeitete sich gute Chancen
So ein Ergebnis darf man gerne über die Zeit rettenJakub Sylvestr hätte das Spiel mit seinen Chancen entscheiden müssen.
65%DER CLUB IN DRESDEN
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