Ein Passwort wird per E-Mail an Sie geschickt

2. Fußball-Bundesliga 2015/2016, 28. Spieltag
[Sonntag, 03.04.2016] FSV Frankfurt – 1.FC Nürnberg 0:3 (0:0)

Der 1. FC Nürnberg siegt sich weiter durch die Zweite Liga und bleibt auch im 18. Spiel in Folge ungeschlagen. Die eigene Siegesserie baute man am Wochenende auf sechs Dreier in Folge aus. Daran konnte auch Angstgegner FSV Frankfurt, gegen den man zuvor seit über 20 Jahren nicht hatte gewinnen können, nichts ändern.
Am Bornheimer Hang genoss der Club dank 6000 mitgereister Fans ein Heimspiel im fremden Stadion und ließ im Grunde nie Zweifel daran aufkommen, welches Team am Ende die drei Punkte auf der Habenseite würde verbuchen können. Das erste Tor für die Mannschaft von René Weiler fiel bereits nach einer guten Viertelstunde. Sebastian Kerk hatte von der rechten Seite genau geflankt und den Kopf von Niclas Füllkrug getroffen. Der Ball fliegt unhaltbar ins lange Eck, doch Schiedsrichter Timo Gerach verweigerte dem Treffer die Anerkennung, da sein Linienrichter als einziger im Stadion eine Abseitsstellung von Füllkrug erkannt haben wollte.
Also ließ es der Glubb in der Folge etwas ruhiger angehen – immer in der Gewissheit, dass die eigene starke Phase in der letzten halben Stunde ja noch kommen würde. Bis zur Halbzeit jedenfalls geschah bei frühlingshaften Temperaturen nicht mehr viel in Frankfurt.
Nach der Pause mussten zunächst einmal die Glubbfans mächtig durchschnaufen. Nachdem Georg Margreitter auf der rechten Abwehrseite ins Straucheln geraten war, bot sich Taiwo Awoniyi in der 48. Minute die große Chance zur Frankfurter Führung. Der Nigerianer lief zunächst allein auf Patrick Rakovsky zu, hämmerte seinen Abschluss dann jedoch an die Unterkante der Latte, von wo der Ball zum Brasilianer Yann sprang, der den Nachschuss per Kopf nur wenige Zentimeter am Nürnberger Tor vorbei zog. Spätestens jetzt waren der unermüdliche Guido Burgstaller und seine Mannschaftskollegen geweckt und erhöhten das Tempo und damit den Druck auf das Frankfurter Tor.
Zunächst wurden die Chancen noch im Minutentakt vergeben. Laszlo Spesi (51.), Hanno Behrens (55.), Danny Blum (57.) und Füllkrug (60.) scheiterten, doch in der 67. Minute durfte dann endlich gejubelt werden. Füllkrug nutzte das Chaos in der Frankfurter Hintermannschaft nach einer Tim-Leibold-Ecke und schob die Kugel zum 0:1 ein. Die Spieler des FSV protestierten zwar intensiv, Füllkrug habe den Ball mit der Hand gespielt, doch auch auf Nachfrage des Unparteiischen bestätigte Füllkrug, was auch die Fernsehbilder später zeigten: Es war alles korrekt – und wenn überhaupt hätte man über eine Abseitsstellung von Burgstaller diskutieren müssen. In Erinnerung an das reguläre, aber nicht gegebene Tor aus der ersten Halbzeit wollte sich Schiedsrichter Gerach auf diese Diskussion jedoch wohl nicht einlassen.
Der Club hatte Partie und  Gegner nun im Griff und legte kurz vor Schluss noch einmal nach. In der 87. Minute fingen die Nürnberger einen Angriff des FSV im Mittelfeld ab. Blum startete, zog von der Außenbahn in die Mitte und traf mit einem satten Flachschuss ins lange Eck. Fast aus derselben Position traf der Ex-Sandhäuser dann in der Nachspielzeit noch einmal – dieses Mal allerdings wunderschön in den Winkel. Der Rest war Jubel und die Gewissheit, dass man nun zehn Punkte Vorsprung auf Tabellenplatz vier hat. In der Rückrundentabelle bleibt man mit nunmehr 29 von 31 möglichen Punkten klarer Spitzenreiter und das Aufstiegsrennen mit dem SC Freiburg und Rasenballsport Leipzig bleibt spannend. Imposant ist hierbei auch, wie stark der Club inzwischen auch in der Fremde auftritt. Das letzte Gegentor aus dem Spiel kassierte der 1.FC Nürnberg am 14. Spieltag! Dieser fand am 07. November 2015 statt und das Tor erzielte Roberto Puncec von Union Berlin. In der 58. Minute war es das zwischenzeitliche 3:1 für die Hauptstädter in einem Spiel, das schließlich 3:3 endete. Seit diesem Spiel hat die Mannschaft von René Weiler auf fremdem Platz 18:1 Tore erzielt und 19 von 21 möglichen Punkten geholt. Das Gegentor gab es bei Fortuna Düsseldorf nach einem unberechtigten Elfmeter. Fast schade, dass der FCN in dieser Saison nur noch drei Auswärtsspiele hat.
Die Konzentration sollte jedoch sowieso viel eher auf dem nächsten Heimspiel liegen. Gegen den Tabellenletzten MSV Duisburg könnte der vierte Heimsieg und damit der siebte Sieg in Folge winken. Dürfte vom Papier her klappen, wenn man weiter so konzentriert auftritt, wie in Frankfurt und nicht den Fehler macht, den Gegner vom kommenden Sonntag auf die leichte Schulter zu nehmen.

Und hier nun noch ein paar bewegte Bilder auf Frankfurt: Gute Stimmung und das 0:3 durch Danny Blum.