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2. Fußball-Bundesliga 2015/2016, 23. Spieltag
[Freitag, 26.02.2016] 1.FC Nürnberg – SpVgg Greuther F**** 2:1 (0:1)

Die Kräftverhältnisse in Franken sind wieder zurecht gerückt. Mit einem Derbysieg des Willens hat der 1.FC Nürnberg seinen Gästen aus der Westvorstadt am Freitagabend gezeigt, wo in Franken der Hammer hängt. Sebastian Kerk und Niclas Füllkrug wurden zu Derbyhelden in einem Spiel, das zunächst alles andere als ideal für den in der Rückrunde noch ungeschlagenen Tabellendritten begonnen hatte.
Wie so oft in den vergangenen Derbys zeigten sich die Gäste zunächst mit dem besseren Momentum. Gerade einmal sechs Minuten waren gespielt als die Nürnberger Hintermannschaft plötzlich in kollektiven Tiefschlaf verfiel. Sebastian Heidinger hatte sich auf der rechten Angriffsseite durchgesetzt und den Ball scharf nach innen gegeben. Dort pennte Georg Margreiter den Schlaf der Gerechten und so hatte Robert Zulj keinerlei Mühe, das Spielgerät aus kurzer Distanz über die Linie zu bringen.
Was den Gästen optimal in die Karten spielte, wurde für den Club zunächst zu einem Problem. Die Mannschaft von René Weiler wirkte wie gelähmt aus Angst vor einer erneuten Derbypleite. Kaum ein Spielzug gelang, kaum ein Pass fand den richtigen Mann und die Gäste konnten sich problemlos der Ergebnisverwaltung widmen. Auf Nürnberger Seite musste man über weite Strecken der ersten Halbzeit Schlimmes befürchten.
Erst eine Einzelaktion kurz vor der Pause brachte die Hausherren wieder zurück ins Spiel. Sebastian Kerk schnappte sich die Lederkugel in der 40. Minute, spielte an der Strafraumgrenze  einen kurzen Doppelpass mit Hanno Behrens und schlenzte den Ball schließlich unhaltbar in den Winkel des Gästetors. Ein Ausgleich, der ähnlich aus dem Nichts fiel, wie zu Beginn des Spiels der Führungstreffer der Westvorstädter.
Durch den Ausgleich gewann das Spiel der Clubberer in Durchgang zwei deutlich an Sicherheit – jedoch ohne wirklich zu überzeugen. Nur selten kam man gefährlich vor das Tor der Kleeblätter. Diese hingegen hatten in der 49. Minute ihre größte Chance seit der frühen Führung. Laszlo Sepsi konnte den Kopfball von Sebastian Freis jedoch artistisch von der Linie kratzen. Den Nachschuss konnte Raphael Schäfer schließlich klären.
Der Rest der zweiten Halbzeit plätscherte im Grunde ohne große Höhepunkte dahin und zu einer Zeit, als es schien, dass sich beide Seiten bereits auf eine Punkteteilung geeignet hätten, feierte Niclas Füllkrug seinen persönlichen Sahnemoment. Der Sturmtank legte sich den Ball nach einer langen Kopfballvorlage von Margreiter selbst vor und konnte schließlich aus kurzer Distanz zum 2:1 einköpfen.
Der Rest ist Geschichte: Der Club bringt den knappen Vorsprung ohne große Probleme über die Zeit und ist nun seit bereits 13 Ligaspielen unbesiegt. Zum ersten Mal jedoch drehte die Mannschaft in einem dieser letzten 13 Spiele einen Rückstand am Ende noch zu einem Sieg. Bisher hatte es nach Rückstand stets nur höchstens noch zu einem Unentschieden gereicht. Gegen den kleinen Nachbarn aus dem Frankenland ist dies natürlich besonders schön!