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AOK Traditionsmasters 2016
[Samstag, 16.01.2016] Max-Schmeling-Halle, Berlin-Prenzlauer Berg

Was für ein Triumph! Der 1.FC Nürnberg hat das AOK-Traditionsmasters 2016 in der Berliner Max-Schmeling-Halle gewonnen. Und auch, wenn der Sieg im Finale nach Neunmeterschießen gegen den FC Schalke 04 denkbar knapp ausfiel, beeindruckten die Altstars des Club mit sportlicher und fußballerischer Brillanz und gewannen das Turnier unbestritten verdient.

Eine illustre Truppe

Teammanager Dieter Nüssing hatte eine illustre Truppe zusammengetrommelt, die dem Ruf nach Berlin gerne gefolgt war und sich vor ausverkaufter Halle durch das gesamte Turnier nicht nur durch Spielfreude auszeichnete, sondern bewies, dass sie auch spielerisch nichts verlernt hatte. Der Club trat an diesem Samstag u.a. mit Daniel Klewer (Tor), Andreas Wolf, Dieter Eckstein, Marek Mintal, Thomas Ziemer, Pavel Kuka, Marcus Feinbier, Martin Schneider und Marek Nikl an. Da sich natürlich auch die anderen teilnehmenden Vereine nicht lumpen ließen und mit hochkarätigen Spielern antrat, durfte man gespannt sein, wer am Ende die Trophäe in Richtung Hallendecke würde recken dürfen.

Vorjahressieger Hertha BSC

So war Hertha BSC Berlin als Titelverteidiger der letzten beiden Jahre u.a. mit Fredi Bobic, Dariusz Wosz, Levan Kobiashvili und Maik Franz angetreten, während man in den Schalker Reihen illustre Namen wie Martin Max, Matthias Herget, Tomasz Waldoch oder Bjarne Goldbaek fand.

Späte Revanche

Gleich zum Auftakt des Turniers wartete auf die Clubstars mit dem AS Rom eine Mannschaft, mit der man nach dem UEFA-Cup-Aus im Jahre 1988 ja durchaus noch eine Rechnung offen hatte. Die Römer gingen zunächst auch in Führung, mussten am Ende jedoch einsehen, dass der 1.FC Nürnberg an diesem Samstag zu stark war. 4:2 für den Club hieß es nach zwei Mal zehn Minuten und da die Römer in der Dreiergruppe mit Schalke ihr erstes Spiel gegen die Königsblauen bereits mit 3:4 verloren hatten, bedeutete die Niederlage gegen den 1.FC Nürnberg bereits das frühe Aus für die Italiener.

Heißes Duell gegen Schalke

Zwischen dem neunmaligen und dem siebenmaligen Deutschen Meister ging es im letzten Vorrundenspiel dann also um den Gruppensieg, wobei der Mannschaft von Dieter Nüssing aufgrund des höheren Sieges ein Unentschieden gegen Schalke zum Gruppensieg gereicht hätte. Im Spiel gegen die Mannschaft aus Gelsenkirchen lagen Dieter Eckstein und Co. zwischenzeitlich bereits mit zwei Toren hinten, gewannen nach der Schlusssirene dann aber doch noch mit 6:5.

Klarer Sieg gegen Union Berlin

So wartete im Halbfinale dann Union Berlin, die sich in der Halle im Ostteil der Stadt großer Unterstützung von den Rängen sicher sein konnten. Das Team aus Köpenick zeigte sich jedoch gerade im Spiel gegen den Club von seiner schlechten Seite. Nach einem Sieg über Twente Enschede und einem Unentschieden gegen Hertha BSC hatte man zumindest auf Seiten der Clubberer 04 Berlin mehr Gegenwehr der Unioner erwartet, als das, was dann letztlich kam. Der Club konnte ohne große Mühe mit 7:1 gewinnen und zog letztlich ungefährdet ins Endspiel ein. Dort warteten dann erneut die Schalker, die im anderen Halbfinale die Hertha nach hartem Kampf und knappem Ausgang mit 4:3.

Spannendes Finale

Im Finale gingen die Knappen dann zunächst auch stets in Führung, doch Nürnberg konnte bis zum 3:3 immer wieder ausgleichen. Durch Tore von Marek Mintal und einem sehenswerten Flugkopfball von Dieter Eckstein konnte der 1.FC Nürnberg danach sogar auf 5:3 wegziehen, musste zwei Minuten vor Spielschluss dann aber doch noch das 5:5 hinnehmen. Die Entscheidung musste also im Neunmeterschießen fallen und da hatten die Franken einen echten Experten zwischen den Pfosten: Daniel Klewer hatte mit seinen Elfmeterparaden schon 2007 maßgeblich zum Erreichen des DFB-Pokalfinales beigetragen und konnte auch an diese Samstag helfen. Beim Stand von 10:9 parierte Klewer den Neunmeter von Martin Max und machte den FCN so zum verdienten Turniersieger.

Ausgezeichnete Clubspieler

Bei der Siegerehrung durfte sich Daniel Klewer dann auch noch über die Ehrung zum besten Torhüter des Turniers freuen. Auch Dieter Eckstein durfte sich über eine Auszeichnung freuen. Er bekam den Zecke-Neuendorf-Preis für das schönste Tor des Turniers. Gleich zwei Preise durfte schließlich Marek Mintal  mit nach Hause nehmen. Er wurde von einer Jury zum besten Spieler des Turniers gewählt und hatte sich gleichzeitig die Torjägerkanone sichern können. Insgesamt für das tolle Team von Dieter Nüssing also ein echter Triumphzug, wie man ihn vom 1.FC Nürnberg nur selten zu sehen kriegt. Wir gratulieren!