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Siege statt Hiebe – 10. Deutsche Fanclub-Kickermeisterschaft 2016
[Samstag, 09.01.2016] Jugendclub Linse

Zum zehnten Mal hieß es am Wochenende: Siege statt Hiebe. Die (in)offizielle Deutsche Fanclub-Kickermeisterschaft wurde am Samstag (09.01.) im Jugendclub Linse in Berlin-Lichtenberg ausgetragen. Zum Jubiläum hatten dann auch erstmals 20 Fanclubs gemeldet – und sie werden ihr Kommen wie immer nicht bereut haben. In spannenden Wettkämpfen und knappen Spielen wurde am Ende ein Sieger gefunden, der sowohl neu als auch alt war.

Bagaasch gewinnt zum fünften Mal

Alt insofern, dass die Berliner Bagaasch Rekordsieger des Turniers ist und den Titel dieses Jahr bereits zum fünften Mal gewinnen konnte. Neu insofern, dass sich die Pfälzer im letzten Jahr eine Auszeit im Titelsammeln gegönnt hatten und es (wohl auch krankheitsbedingt) 2015 am Ende nur zu Platz drei gereicht hatte.

Starke Vorrundengruppe

Dieses Mal ließen sich die Fans der Roten Teufel nicht lumpen und konnten auch von einer starken Vorrundengruppe, in der sie bereits auf die Cannstatter Kurve des VfB Stuttgart und auf den zweimaligen Turniersieger Clubberer 04 Berlin vom 1. FC Nürnberg trafen, nicht aufgehalten werden. Nachdem man im Halbfinale auf die Havelpralinen von Fortuna Düsseldorf getroffen war, war die letzte Hürde vor dem Turniersieg schließlich das Team der FanAnwälte. Allein schon dieser Finalgegner zeigte letztlich die Vormachtsstellung der Spieler aus der Pfalz in der Berliner Kickerlandschaft, bestand doch auch das Team der FanAnwälte aus Fans des 1. FC Kaiserslautern.

Hart umkämpftes Finale

Die Betzebuben konnten sich im Finale also praktisch nur selbst schlagen – und das taten sie dann auch mit Inbrunst. In einer hart umkämpften Partie ging es am Ende über drei Sätze, nach denen die Bagaasch mit 6:3, 4:6 und 6:1 schließlich die Oberhand behielt und ihren Ruf als Bayern München des Tischfußballs erneut eindrucksvoll unter Beweis gestellt hat. Im Spiel um Platz drei konnte sich die Cannstatter Kurve Berlin vom VfB Stuttgart durch ein klares 6:0, 6:1 gegen die Havelpralinen von Fortuna Düsseldorf die Bronze-Medaille sichern.

Eine runde Sache

Doch egal, ob bei den eigenen sportlichen Bemühungen am Ende der Tagessieg oder der Trostpokal heraussprang: Die Teilnehmer waren sich einig, dass das gesamte Turnier wieder eine ordentliche und runde Sache gewesen ist und dass es auch im kommenden Jahr zu einer Fortsetzung kommen muss. All denen, die aufgrund der hartnäckigen Gerüchte, die sich am Samstagabend hielten, befürchteten, dass die zehnte Ausgabe von Siege statt Hiebe gleichzeitig die letzte gewesen sein könnte, sei an dieser Stelle gesagt, dass wir aus sicheren Quellen heute erfahren haben, dass der Jugendclub Linse am Montag (11.01.) eine Reservierung für das entsprechende Wochenende im kommenden Jahr erhalten hat*.

Aus in der Todesgruppe

Ach so, ja… natürlich… die Clubberer 04 Berlin haben natürlich bei der zehnten Auflage auch zum zehnten Mal mitgemacht. So wirklich von Erfolg gekrönt war die Teilnahme des jungen, erfolgsgewohten Teams in diesem Jahr allerdings nicht. In der oben schon angeschriebenen »Todesgruppe« siegte man zwar gegen die Teilnehmer von Arminia Bielefeld und der TSG Hoffenheim zwei Mal souverän, musste gleichzeitig jedoch einsehen, dass die Teams aus Stuttgart und aus Kaiserslautern den entscheidenden Tick besser waren. So reichte es in der Vorrunde letztlich zu Platz drei und somit zum Erreichen der Platzierungsspiele.

Am Ende nur Zwölfter

Diese schloss man nach einem Sieg über die Vertretung von Eintracht Braunschweig, sowie zwei Niederlagen gegen den FC St. Pauli und Schalke 04 am Ende als Zwölfter ab. Klare, einhellige Ansage der Teilnehmer nach dem Turnier: »Ricardo ist schuld. Ohne Kneipe konnten wir nicht trainieren, aber nächstes Jahr greifen wir wieder an.«

Weiter so, Wolfgang!

Gefreut haben wir uns übrigens exorbitant über den Besuch unseres Fanclubmitglieds Wolfgang! Wolfgang, gut siehste aus! Weiter so!

*Quelle ist der Redaktion bekannt

Eine mehr als umfangreiche Bildergalerie vom Kickerturnier gibt es übrigens hier: Siege statt Hiebe 2016