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2. Fußball-Bundesliga 2015/2016, 19. Spieltag
[Samstag. 19.12.2015] 1. FC Heidenheim – 1.FC Nürnberg 0:3 (0:1)

In seiner Effizienz richtiggehend eindrucksvoll hat der 1.FC Nürnberg auch auf der Schwäbischen Alb unter Beweis gestellt, dass er in Liga zwei die Mannschaft der Stunde ist. Seinen Fans machte die Elf von René Weiler zudem ein vorweihnachtliches Geschenk: Das Team wird die Winterpause auf Platz drei verbringen. Darauf auch aus Berlin: Ein frohlockendes Hallelujah!
Man durfte natürlich gespannt sein, wie der Club nach Wochen der Erfolge die Heimschlappe im DFB-Pokal gegen die Hertha aus Berlin verkraftet hatte – zumal unser Schweizer Trainer kaum eine Gelegenheit ausgelassen hatte, auf die anstrengende Woche mit drei Spielen innerhalb von sechs Tagen hinzuweisen. Gleichzeitig dürfte sich das FCN-Spiel in Heidenheim in der vergangenen Saison bei so ziemlich jedem Clubfan ins Gedächtnis gebrannt haben: Nach nur neun Minuten hatte man Ende September 2014 auf der Schwäbischen Alb bereits 2:0 in Rückstand gelegen. Am Ende hieß es 0:3, der FCN stand nach sieben Spieltagen auf Platz 16 und das Ende der Trainerschaft von Valerien Isamaël war längst eingeläutet.
Ein gutes Jahr und knapp zwei Monate später zeigt sich der 1.FC Nürnberg endgültig von damaligen Lasten befreit. Zwar legten die Gastgeber rund um den ewigen Marc Schnatterer ganz ordentlich los und hatten in der vierten Minute auch bereits eine mehr als große Torchance, doch spätestens als Niclas Füllkrug nach einer Viertelstunde bei einem Freistoß von halblinks seinen Zauberfuß wirken ließ und die Lederkugel an den Heidenheimer Pfosten klatschte, zeigte Guido Burgstaller, dass er am schnellsten reagieren konnte und der Sieger an diesem Nachmittag nur einen Namen tragen würde: 1.FC Nürnberg.
Sämtliche Bemühungen der Fußballer von der Schwäbischen Alb blieben fortan genau das, was der Name schon sagt: Bemühungen! Eine echte Gegentorgefahr gab es für die fränkischen Gäste nur noch äußerst selten. Stattdessen stellte der FCN nach einer knappen Stunde Spielzeit doch recht endgültige Verhältnisse her: Tim Leibold und Laszlo Sepsi spielen auf der rechten Seite einen gekonnten Doppelpass, der Rumäne bringt den Ball flach nach innen und am langen Pfosten wartet Allessandro Schöpf, um zum 2:0 einzuschießen.
Das Spiel war im Grunde gelaufen und als sich die Heidenheimer in der 84. Minute in der eigenen Verteidigungslinie einen mehr als groben Schnitzer leisteten und Hanno Behrens schließlich nicht nur seine Chance gekommen sah, sondern diese aus halbrechter Position auch nutzte, stand es zum guten Abschluss der diesjährigen Adventszeit folgerichtig 3:0 für den Club.
Die Tatsache, dass es bis zum Ende bei der klaren Führung und damit beim klaren Sieg in Heidenheim blieb, beschert dem 1.FC Nürnberg eine garantierte Überwinterung auf dem dritten Tabellenplatz. Eine Platzierung, die man noch im Oktober als reine Utopie bezeichnet hätte – genau wie die Tatsache, dass die Niederlage in Leipzig am 04. Oktober dieses Jahres die letzte Niederlage für das Restjahr bedeuten sollte.
Während also in den letzten Jahren in Nürnberg zur Weihnachtszeit stets der Baum gebrannt hat, kann man sich in diesem Jahr auf eine durchaus besinnliche Weihnachtszeit freuen. Mit fünf Siegen in Folge sollte der geneigte Clubfan fast sogar traurig sein, dass es nun nicht ohne Unterbrechung weiter geht, sondern das nächste Clubspiel erst am 06. Februar des kommenden Jahres mit einem Auswärtssieg bei den 1860ern in München ansteht. Bis dahin freuen wir uns an der besinnlichen Weihnachtszeit und wünschen allen einen guten Rutsch und vor allem einen guten Start ins neue Jahr. Mögen 2016 zunächst einfach noch 15 Clubsiege folgen… danach wird man feststellen, dass es in der Tat zum Aufstieg gereicht hat und was die Saison 2016/2017 dann bringen wird, steht im Moment noch auf einem ganz anderen Stern, den man hier unten von der Erde gar nicht sehen kann…
Möge René Weiler sein glückliches Händchen auch im neuen Jahr behalten und wir am Ende der aktuellen Spielzeit unser letztes Zweitligaspiel  für mindestens bis Sommer 2017 bestritten haben. Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch!