Ein Passwort wird per E-Mail an Sie geschickt

2. Fußball-Bundesliga 2015/2016, 18. Spieltag
[Sonntag, 13.12.2015] 1. FC Nürnberg – SC Freiburg 2:1 (1:0)

So kann es dann doch gerne auch die gesamte Rückrunde weitergehen – der FCN eilt von Sieg zu Sieg und verließ den Platz auch gegen den bisherigen Tabellenführer SC Freiburg nach dem Spiel als Gewinner. Bereits zum vierten Mal in Folge kann die Mannschaft von René Weiler damit nach 90 Minuten drei Punkte verbuchen und mit nunmehr 30 Punkten seinen Anspruch auf einen vorderen Tabellenplatz untermauern. Zum Rückrundenauftakt gelang damit zumindest eine kleine Wiedergutmachung für die 3:6-Pleite zu Beginn der aktuellen Saison. Entsprechend zufrieden zeigte sich auch Trainer René Weiler, der den Gästen aus Freiburg zwar attestierte, dass sie seiner Mannschaft eine Menge abverlangt habe, jedoch auch klar stellte, dass der Sieg vom Sonntag zwar etwas glücklich, aber eben doch auch verdient sei. Man ernte nun die ersten Früchte guter Arbeit und wolle sich weiter stabilisieren. Die Duplizität der Ereignisse zeigt, dass der Mann Recht hat: Zum zweiten Mal nacheinander ging es zu Hause gegen einen Sportclub, zum zweiten Mal hieß das Ergebnis am Ende 2:1. Viel mehr Stabilität geht nicht.
Im Spiel gegen den Tabellenführer zeigte der 1.FC Nürnberg im Dezember 2015, was ihn vom 1.FC Nürnberg im August 2015 unterscheidet: Man braucht inzwischen fast nur noch halbe Torchancen, um erfolgreich zu sein. Denn im Grunde war es der SC Freiburg, der im Max-Morlock-Stadion zunächst das Heft des Handelns in die Hand nahm. Trotzdem stand es nach 14 Minuten plötzlich 1:0 für den Club, denn nachdem Allessandro Schöpf energisch über die rechte Seite gestürmt war, mit seinem Schuss aus kurzer Distanz jedoch noch am Fuß von SC-Keeper Alexander Schwolow gescheitert war, tropfte das Spielgerät schließlich vom Rücken von Jonas Föhrenbach vor die Füße von Guido Burgstaller. Der Österreicher reagiert blitzschnell, drehte sich und schob aus wenigen Metern ein.
Danach änderte sich am Bild auf dem grünen Rasen nur sehr wenig. Nürnberg stand kompakt in der eigenen Hälfte und so sehr Freiburg auch Ballbesitz sammelte – so richtig zwingende Chancen konnte der Sportclub aus dem Breisgau nicht kreieren. Im Gegenteil: Der Glubb war das weit gefährlichere Team und sorgte mit guten Konter immer wieder für die nötigen Nadelstiche. Burgstaller hatte kurz vor der Pause die größte Gelegenheit des ersten Spielabschnitts auf 2:0 zu erhöhen, verzog seinen Schuss jedoch um wenige Zentimeter am langen Pfosten vorbei.
In Durchgang zwei verpasste Niclas Füllkrug in der 53. Minute so etwas wie die Vorentscheidung. Völlig frei kam er im Strafraum der Gäste an den Ball, traf die Lederkugel jedoch nicht richtig und somit eben auch nicht zum 2:0.
So passierte letztlich, was passieren musste: Nach einer Ecke von Vincenzo Grifo verlängerte Nils Petersen in der 64. Minute den Ball an den langen Pfosten, wo schließlich Immanuel Höhn genau richtig stand, um zum 1:1-Ausgleich zu treffen.
Das Spiel war wieder offen – doch nur für wenige Sekunden. Denn schon beim nächsten Angriff brachte Laszlo Sepsi das Spielgeräte derart scharf ins Angriffszentrum, dass Mannschaftskamerad Burgstaller zwar verpasste, der Freiburger Föhrenbach jedoch nicht mehr ausweichen konnte und ins eigene Tor zum 2:1 für Nürnberg traf. Jubel in Franken und der SC Freiburg rannte wieder einem knappen Rückstand hinterher. Da die Nürnberger Hintermannschaft jedoch auch weiterhin gut und sicher stand, kam für die Gäste nicht mehr als eine Torchance in der 77. Minute raus, als Maximilian Philipp nur knapp am Nürnberger Tor vorbei schoss. Letztlich brachte die Mannschaft von René Weiler den knappen Vorsprung recht souverän über die Zeit – auch, wenn das dem Rumpelstilzchen an der Freiburger Außenlinie natürlich überhaupt nicht gefiel. Die Tabellenführung für Freiburg ist futsch und für den 1.FC Nürnberg sind es nun noch fünf Punkte, die man in den verbleibenden 16 Spielen der Saison aufholen muss. Ein lohnendes Ziel – zumal dies Herrn Streich mit Sicherheit sehr ärgern würde.