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DER DISORDER – Der Clubspielberichtkommentar

2. Fußball-Bundesliga 2015/2016, 13. Spieltag
[Montag, 02.11.2015] 1. FC Nürnberg – Karlsruher SC 0:0 (0:0)

Es ist Montagabend, das Flutlicht setzt das Max-Morlock-Stadion ins rechte Licht und zu Gast im Frankenland: Ein biederer Zweitligist, der in der laufenden Saison noch nicht viel gerissen hat. Die Vorzeichen stehen also ähnlich wie vor knapper Wochenfrist, als man im Pokal die Fortuna aus Düsseldorf aus dem Stadion prügelte.
Dumm nur: Der 1. FC Nürnberg der Saison 2015/2016 ist die Inkonstanz hoch drei vereint in einer Mannschaft und macht an diesem wundervollen Herbst-Montagabend mal wieder den Spielverderber. Am Ende heißt es 0:0 und beim FCN bleibt das schwere Gefühl, auf der Stelle zu treten. Erneut hat man eine sich bietende Chance liegengelassen –  die Chance, bis auf drei Punkte zu den Spitzenplätzen aufzuschließen.
Im Gegensatz zum Duisburg-0:0 vom letzten Wochenende gibt es auf die Frage nach dem Warum am Ende dieses Montagsspiels jedoch nur eine Antwort: Die Chancenauswertung. Was gegen Düsseldorf nämlich noch hervorragend geklappt hatte, schien dieses Mal von der Pike auf verlernt: Das Toreschießen. Beste Möglichkeiten wurden fast im Minutentakt vergeben, Georg Marggreiter hatte in der 61. Minute das Pech, mit seinem wuchtigen Kopfball nach einer Eckball-Flanke von Allessandro Schöpf nur das Aluminium zu treffen. Am Pfosten war der Ball auch in Halbzeit eins schon gelandet, als Guido Burgstaller in der 14. Minute einfach mal abzog und KSC-Keeper Dirk Orlishauser gerade noch so parieren konnte.
Und dann war da natürlich auch mal wieder der Schiedsrichter. Es grenzt inzwischen schon fast an Frechheit, mit welcher Regelmäßigkeiten die Herren vom DFB dem 1. FC Nürnberg gültige Treffer verwähren. Dieses Mal war es in der 30. Minute: Nach einer Schöpf-Ecke köpfte Marggreiter auf Niclas Füllkrug und dieser traf aus kurzer Distanz mit dem Kopf. Dass Füllkrug dabei im Abseits gestanden haben soll, hat allein der Schiedsrichter-Assistent an der Außenlinie gesehen. Alle Anderen wissen: Es war ein regulärer Treffer aus einer Position, die maximal gleiche Höhe war.
Nun mag es müssig sein, darüber zu diskutieren, wie das Spiel verlaufen wäre, wenn der Treffer gezählt hätte. Nur eines ist sicher: Der Knoten wäre für diesen Abend geplatzt, die nötige Sicherheit wäre da gewesen und eine Sache hätte es an diesem Montag in Nürnberg mit Sicherheit nicht gegeben: Ein torloses Unentschieden.