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Havelpralinen-Cup 2015
Samstag, 11. Juli 2015
Sportplatz Stralsunder Straße (Berlin-Mitte)

Wir geben zu: Die sportlichen Erfolge der Clubberer 04 Berlin waren abseits des Kickertisches bisher eher überschaubar. Vor vier Jahren war man beim Bagaasch-Cup angetreten und hatte diesen derart punktlos bestritten, dass der Lauterer Fanclub das Turnier umgehend wieder einstellte, um den Gegner aus Nürnberg nicht weiter bloß zu stellen. Ganz anders die Havelpralinen von Fortuna Düsseldorf: Wenn es schon am Kickertisch nicht gelingt, die Clubberer hinter sich zu lassen, sollten die Grenzen wenigstens auf dem echten Fußballplatz aufgezeigt werden.
Nun, was an diesem frühen Samstagmorgen noch niemand ahnen sollte: Es kam anders als alle Experten gedacht hatten. Erwartete man vor dem Turnier mindestens sieben Plätze zwischen den Düsseldorfern und den Nürnbergern, war es am Ende genau ein einziger Platz. Während sich die Havelpralinen über einen vierten Platz im Achter-Starterfeld nicht so recht freuen konnten, war die Freude bei den Clubberern 04 über einen sensationellen fünften Platz fast überschwänglich.
Dabei hatte das Turnier des Nürnberger Hauptstadtfanclubs ähnlich begonnen, wie man es vom Bagaasch-Cup vor vier Jahren kannte: Mit jeweils 0:4 verlor man die beiden ersten Spiele gegen die Turnergemeinschaft Schöneberg und die Havelpralinen. Gerade die zweite Niederlage zeigte jedoch: Man kann mithalten, denn die beiden letzten Tore der Havelpralinen fielen zu einem Zeitpunkt in der Nachspielzeit, als das Spiel faktisch entschieden war. Bei den Clubberern nahm man die Niederlagen sportlich und verwies auf den eigenen Namen: Wer die 04 im eigenen Namen trägt, darf auch mal mit 0:4 verlieren.
Die Sensation folgte dann im dritten Gruppenspiel gegen die HSV Szene Berlin. Nach hart umkämpften Spiel gewann man gegen die Hansestädter mit 3:2 und zog letztlich als Gruppendritter in die Zwischenrunde ein. Harald und Willi hatten getroffen und die Glubberer zunächst mit 2:0 in Führung gebracht. Nach dem Anschlusstreffer der Hamburger stellte Martin (in diesem Falle nicht zu verwechseln mit dem Disorder) den alten Abstand mit dem 3:1 wieder her. Der späte, erneute Anschlusstreffer konnte den ersten Sieg der Clubberer 04er auf dem Fußballfeld nicht verhindern und es fühlte sich an, als seien die Fidschi-Inseln soeben Fußball-Weltmeister geworden!
Im kleinen Halbfinale um den Einzug ins Spiel um Platz fünf wartete dann die Sektion Westpolen vom 1. FC Köln auf die Clubberer und zunächst sah es so aus, als sollten sich alte Niederlagen-Muster bei den Franken wieder einstellen. Schnell lag mal 0:2 zurück und sah sich bereits im Spiel um den vorletzten Platz des Turniers. Eine enorme Steigerung in der zweiten Hälfte des Spiels und Tore von Harald und Reiner brachten am Ende jedoch den 2:2 Ausgleich und da Hobbykicker schließlich nicht so viel rennen können, gab es im Anschluss an das Unentschieden gleich ein Neunmeterschießen. Hier ging Der Disorder vorbildlich voran und verwandelte den ersten Elfmeter, während die Kölner zunächst vergaben. In der zweiten Runde trafen dann sowohl Harald als auch sein Kölner Konkurrent. Willi schließlich setzte seinen Neunmeter knapp neben das Tor und nachdem der Kölner Schütze nun traf, stand es nach den vorgegeben drei Schützen Unentschieden. Es ging also wieder von vorne los und erneut traf Der Disorder. Beim nächsten Neunmeter wurde Flo im Tor der Clubberer 04 endgültig zum Helden. Hatte er seinen Fanclub schon zuvor durch spektakuläre Paraden im Turnier gehalten, hielt der Andreas Köpke des Kleinfelds den entscheidenden Neunmeter und bescherte den Clubberern den Einzug ins Spiel um Platz fünf.
Dort trafen die Nürnberger Fans auf eine Mannschaft aus Kreuzberg, die sich Sozialer Misserfolg nannte. Gegen die Kreuzberger blieb es nach 15 Minuten torlos, so dass erneut ein Neunmeterschießen über Sieg und Niederlage entscheiden musste. Dieses Mal waren die Vorzeichen umgekehrt. Der Soziale Misserfolg trat zuerst an… und vergab. Gewohnt nervenstark verwandelte Der Disorder danach seinen Neunmeter. Nachdem auch der zweite Schütze vom Sozialen Misserfolge an Flo „Köpke“ gescheitert war, hatte der jüngste Clubberer Robert die Entscheidung nun auf dem Fuß. Der 10-Jährige lief an, traf und der Rest war Freude… und wenn dann die restlichen Bilder irgendwann noch hier eintreffen, kann man in unserer Bildergalerie nicht nur Fotos aus dem Spiel gegen die Havelpralinen sehen, sondern auch den entscheidenen Neunmeter von Robert…